- Worin unterscheiden sich Wärmepumpe und Gasheizung?
- Wärmepumpe vs. Gasheizung: Vergleich von Kosten und Förderung
- Sind Wärmepumpen auch im Altbau effizienter als Gasheizungen?
- Wärmepumpe vs. Gasheizung: Welche eignet sich für mein Haus?
- Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren?
- Wärmepumpe vs. Gasheizung: Unser Fazit
- FAQ zu Wärmepumpe vs. Gasheizung
- Jetzt auf Wärmepumpe statt Gasheizung umsteigen
Worin unterscheiden sich Wärmepumpe und Gasheizung?
Wärmepumpen und Gasheizungen sind komplett unterschiedliche Heizungen. Wir listen Ihnen die größten Unterschiede kurz auf:
Wärmeerzeugung:
- Die Gasheizung erzeugt durch Verbrennung eines fossilen Brennstoffes (meist Erdgas) Wärme.
- Die Wärmepumpe nutzt Umweltenergie (Erde, Luft oder Wasser) und wandelt diese in Heizwärme um. Für den Umwandlungsprozess benötigt die Wärmepumpe einen geringen Anteil Strom, der lediglich 25 % der gesamten Wärmeerzeugung ausmacht.
Wirkungsgrad:
- Wärmepumpen erzielen einen Wirkungsgrad von 300–500 %.
- Eine Gasheizung hat einen Wirkungsgrad von maximal 90 %.
Förderung:
- Wärmepumpen erhalten bis zu 80 % Förderung.
- Gasheizungen werden nicht gefördert.
Heizkosten & CO₂-Steuer
- Wärmepumpen senken die Heizkosten, da ihr Wirkungsgrad so hoch ist und eine CO₂-Steuer entfällt.
- Gasheizungen haben bereits jetzt hohe Betriebskosten und werden durch steigende CO₂-Preise langfristig teurer.
Gesetzliche Vorgaben im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)
- Eine Wärmepumpe erfüllt alle Vorgaben des neuen GModG.
- Eine Gasheizung kann im Rahmen des GModG ebenfalls installiert werden. Neu eingebaute fossile Heizungen fallen jedoch unter die sogenannte „Bio-Treppe“. Das bedeutet, ab 2029 müssen Gasheizungen mit einem steigenden Anteil teurem Bio-Brennstoff betrieben werden.
Gut zu wissen: Einer Modellrechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge kann sich das Heizen mit Gas bis 2045 mehr als verdoppeln. Neben der steigenden CO₂-Steuer und Netzentgelten gilt vor allem die Bio-Treppe als größtes Kostenrisiko.
Wie funktioniert die Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe stellt Heizenergie mithilfe eines Kältemittelkreislaufs bereit. Das Kältemittel nimmt hierbei thermische Energie aus einer Umweltwärmequelle auf (Außenluft, Erdwärme oder Grundwasser) und verdampft.
Der erwärmte Dampf wird anschließend in die Wärmepumpe geleitet, wo ein Verdichter ihn unter Einsatz von elektrischem Strom komprimiert und somit Druck und Temperatur erhöht.
Ein nachgeschalteter Wärmetauscher gibt die thermische Energie dann an den Heizkreislauf ab. Ein Entspannungsventil normalisiert im letzten Schritt den Druck des Kältemittels und der Kreislauf beginnt erneut.
Wie funktioniert die Gasheizung?
In einem Heizungskessel wird Gas (Erdgas, Flüssiggas oder Biogas) verbrannt. Diese Wärme wird über einen Wärmetauscher an das Heizungswasser übertragen und kann so zum Heizen genutzt werden.
Bei Brennwert-Gasheizungen wird außerdem die Wärmeenergie der Abgase genutzt, wodurch ein Wirkungsgrad bis 90 % erzielt werden kann.
Wärmepumpe vs. Gasheizung: Vergleich von Kosten und Förderung
Hinsichtlich der Kosten ist die Gasheizung – auf den ersten Blick – die günstigere Wahl. Die Anschaffung einer modernen, klassischen Gasheizung inkl. Installation liegt zwischen 9.000 und 15.500 €.
Wärmepumpen kosten, je nach Art und Anwendungsgebiet, mehr als eine Gasheizung.
- Die günstigste und gleichzeitig gängigste Wärmepumpe im privaten Bereich ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Sie kostet vor Abzug der Förderung und inkl. Installation zwischen 27.000 und 40.000 €.
- Für Sole- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen müssen Sie inkl. Installation und vor Förderung mit Kosten zwischen 40.000 und 50.000 € rechnen.
- Die Installationskosten für Sole- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen fallen durch umfangreiche Bauarbeiten und Erdbohrungen recht hoch aus. Daher sind diese beiden Varianten in Privathaushalten eher selten anzutreffen.
Hinweis: thermondo-Kunden kaufen am häufigsten die 10-kW-Wärmepumpe für rund 32.000 €. Bei einem durchschnittlichen Förderzuschuss von 46 % kostet die Wärmepumpe am Ende nur noch 19.120 €. Bei einem Anspruch auf den Einkommensbonus, kostet das Modell mit 80 % Förderung nur 9.600 €. Für kleinere Einfamilienhäuser sind unsere Wärmepumpen nach Förderung bereits ab 8.700 € erhältlich!
Was kostet die Wärmepumpe nach Förderung?
Wärmepumpen sind dank der staatlichen Förderung bereits ab 8.700 € zu haben. Damit sind sie nicht mehr teurer als eine Gasheizung.
Durch die hohe staatliche Förderung für Wärmepumpen relativieren sich die hohen Anschaffungskosten der Wärmepumpe recht schnell. Bis zu 80 % Förderung können Sie für den Einbau einer Wärmepumpe erhalten.
Die Förderung der Wärmepumpe setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen:
- 30 % Grundförderung: Die Basisförderung für Wärmepumpen steht jedem Eigentümer offen – darunter nicht nur selbstnutzenden Hauseigentümern, sondern auch Vermietern und Contractoren.
- 16 % Klimageschwindigkeits-Bonus: Diesen Bonus erhalten selbstnutzende Hauseigentümer für den Austausch von Öl-, Gasetagen-, Kohle- und Nachtspeicheröfen. Aber auch für den Austausch von 20 Jahre alten Gas- und Biomasseheizungen.
- 10–40 % Einkommens-Bonus: Selbstnutzende Hauseigentümer können abhängig von ihrem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen diesen Bonus beantragen.
Gut zu wissen: Die Förderboni sind alle mit der Grundförderung kombinierbar. Die Obergrenze der Förderung liegt jedoch bei 80 %.
Sind Wärmepumpen auch im Altbau effizienter als Gasheizungen?
Auch im Altbau heizen Wärmepumpen mittlerweile effizienter als Gasheizungen.
Um zu testen, ob auch Ihr Haus bereits für eine Wärmepumpe geeignet ist, gibt es einen einfachen Test:
- Begrenzen Sie die Vorlauftemperatur Ihres Heizsystems an einem kalten Tag auf ca. 55 °C und drehen die Thermostate dann voll auf. Wenn es in Ihrem Haus wohlig warm wird, ist der Einbau einer Wärmepumpe bereits unter den aktuellen Umständen sinnvoll. Ist dies nicht der Fall, reicht oftmals schon der Austausch der alten Heizkörper gegen etwas größer dimensionierte Modelle aus.
Wichtig: Die Wärmepumpe von thermondo ist mit hohen Vorlauftemperaturen bis 75 °C besonders gut für den effizienten Einsatz im Bestands- und Altbau geeignet.
Wärmepumpe vs. Gasheizung: 4 Argumente für die Wärmepumpe
- Wärmepumpen sind in der Anschaffung zwar teurer, amortisieren sich jedoch nach einigen Jahren und garantieren zukunftssicheres Heizen. Die Heizkosten können bis zu 45 % geringer ausfallen, als bei einer Gasheizung.
- Wärmepumpen werden mit bis zu 80 % staatlich gefördert und sind zukunftssicher, da sie alle Vorgaben zum klimafreundlichen Heizen erfüllen.
- Die Kosten für Wärmepumpen bleiben im Vergleich zur Gasheizung langfristig stabil, da für Wärmepumpen keine CO₂-Steuer gezahlt werden muss. Zudem fallen sie nicht unter die „Bio-Treppe“ im Rahmen des GModG.
- Der Strom, den die Wärmepumpe benötigt, ist nicht solch starken Preisschwankungen ausgesetzt, wie der Gaspreis.
- Wärmepumpen sind, im Gegensatz zur Gasheizung, extrem wartungsarm.
Gut zu wissen: Wenn Sie die erforderlichen Baugenehmigungen für Wärmepumpen umgehen möchten, können Sie auf die Luft-Wasser-Wärmepumpe setzen. Diese unterliegt in der Regel keinen Vorgaben und kann unkompliziert installiert werden.
Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren: Lohnt es sich?
Hausbesitzer können sich auch für die Kombination von Wärmepumpe und Gasbrennwerttechnik entscheiden. Die Wärmepumpe liefert umweltfreundliche Wärmeenergie in der Übergangszeit, während die Gasheizung als „Reserve“ für sehr kalte Tage in Bereitschaft bleibt.
Der Einbau einer Hybridheizung trägt dazu bei, dass Sie Ihre CO₂-Emissionen verbessern und sich zumindest teilweise unabhängig von immer weiter steigenden Gaspreisen machen.
Nachteil sind die doppelten Anschaffungs- und Wartungskosten. Außerdem werden Gashybridheizungen seit August 2022 nicht mehr staatlich gefördert.
thermondo empfiehlt: Setzen Sie zu 100 % auf eine Wärmepumpe. Nur wenn dies bei Ihnen, bspw. aus technischen Gründen, nicht möglich sein sollte, kann eine Hybridheizung eine mögliche Lösung sein.
Wärmepumpe vs. Gasheizung: Unser Fazit
Mit einer Wärmepumpe heizen Sie langfristig zukunftssicher und fallen nicht unter die Vorgaben der Bio-Treppe, die das Heizen mit fossilen Brennstoffen stark verteuern wird. Eine Kombination aus Gasheizung mit erneuerbaren Energien kann eine Alternative sein, um zumindest teilweise unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden.
Doch auch diese Möglichkeit liegt weit hinter den Vorzügen einer Wärmepumpe. Durch den hohen Technologiesprung, den die Wärmepumpe in den vergangenen Jahren erhielt, ist sie inzwischen auch im Altbau ausgezeichnet einsetzbar und heizt auch dort effizient.
Durch Umrüstung einer Gasheizung auf die Wärmepumpe heizen Sie nicht nur klimaneutral und zukunftssicher, sondern können auch von der hohen staatlichen Heizungsförderungen profitieren.
FAQ zu Wärmepumpe vs. Gasheizung
Jetzt auf Wärmepumpe statt Gasheizung umsteigen
Mit unseren Luft-Wasser-Wärmepumpen in verschiedenen Leistungsklassen bieten wir Ihnen ein hocheffizientes und zukunftssicheres Heizsystem.
Sie profitieren von unserem thermondo-Komplettpaket, das alle Schritte von der Planung bis zur Beratung sowie eine schnelle und zuverlässige Installation beinhaltet.
Auch der Check Ihrer alten Heizkörper sowie die Fundamenterstellung Ihrer neuen Wärmepumpe gehören zu unserem Service dazu.
Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und wir setzen uns zeitnah mit Ihnen in Verbindung und vereinbaren gemeinsam einen Termin bei Ihnen vor Ort. Natürlich kostenlos und unverbindlich.
Luisa ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Photovoltaik, Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.