Das Wichtigste in Kürze: Wärmepumpe vs. Fernwärme

  • Effizienz-Vergleich: Die Wärmepumpe erreicht einen Wirkungsgrad von 300–500 %, während Fernwärme aufgrund von Leitungsverlusten nur bei 80–90 % liegt.
  • Betriebskosten: Mit jährlichen Heizkosten von ca. 1.940 € ist die Wärmepumpe deutlich günstiger als Fernwärme, die bei durchschnittlich 3.400 € liegt.
  • Investition vs. Förderung: Wärmepumpen kosten initial 27.000–50.000 €, Fernwärme ist in der Anschaffung günstiger (10.000–20.000 €). Beide Heizsysteme können bis zu 80 % Förderung erhalten.
  • Abhängigkeit: Fernwärme bindet Nutzer langfristig an einen lokalen Monopolisten (Versorger), während eine Wärmepumpe Unabhängigkeit bietet.

Fernwärme oder Wärmepumpe: Was ist besser?

Für die meisten Ein- und Zweifamilienhäuser ist das Heizen mit der Wärmepumpe die bessere Wahl. Das klimafreundliche und effiziente Heizsystem bietet langfristig stabile Heizkosten, eine Wertsteigerung Ihrer Immobilie und – im Gegensatz zu Fernwärme – unabhängig von einem lokalen Anbieter.

Fernwärme ist hingegen vor allem in dicht besiedelten, städtischen Gebieten sinnvoll. Dort sind durch die enge Bebauung dezentrale Optionen wie Wärmepumpen oft nicht möglich. Zudem ist häufig der Anschluss an ein bereits bestehendes Netz möglich, was sich für Verbraucher und Versorger lohnt.

Fernwärme oder Wärmepumpe: Wie funktioniert die Wärmepumpe?

Die Funktion einer Wärmepumpe basiert auf dem sogenannten Kältemittelkreislauf:

  • Durch das Ansaugen der Umweltenergie wird der Kreislauf in Gang gesetzt und das Kältemittel verdampft.
  • Der strombetriebene Verdichter komprimiert das Gas. Dadurch erhöht sich die Temperatur in der Anlage.
  • Die entstandene Wärme wird an das Heizsystem abgegeben, wodurch sich das Kältemittel wieder verflüssigt.
  • In einem Entspannungsventil wird der Druck herabgesetzt, das Kältemittel erreicht seinen Ursprungszustand und der Kreislauf beginnt von vorne.

Als Wärmequelle nutzt die Wärmepumpe zu 75 % kostenlose Umweltenergie aus der Umgebungsluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. 25 % des Energiebedarfs werden über Strom bezogen. So kann die Wärmepumpe aus 1 kWh Strom 3–5 kWh Wärmeenergie produzieren.

Gut zu wissen: Dank der effizienten Betriebsweise ist die Wärmepumpe im Vergleich zur Gasheizung oder anderen fossilen Heizsystemen in den meisten Fällen die bessere und günstigere Wahl.

Fernwärme oder Wärmepumpe: Wie funktioniert Fernwärme?

Unter Fernwärme versteht man die zentrale Versorgung von Gebäuden mit Wärmeenergie. Die Wärme ist dabei häufig ein Nebenprodukt, das in entfernt gelegenen Kraftwerken entsteht. Am häufigsten stammt die Wärme aus Blockheizkraftwerken, aber auch aus unvermeidbarer Abwärme z. B. aus Müllverbrennungsanlagen.

Die Wärme aus den Kraftwerken wird in der Regel direkt auf das Heizungswasser übertragen. Über gut isolierte, unterirdische Rohre wird die Wärme direkt zum Verbraucher transportiert. Damit die Wärme genutzt werden kann, ist im Haus lediglich eine Fernwärmeübergabestation notwendig.

Wärmepumpe vs. Fernwärme: Wie unterscheiden sich die beiden Heizsysteme?

Wärmepumpe und Fernwärme unterscheiden sich in Anwendungsort und Energieeffizienz. Aber auch die Kosten der Heizsysteme weichen deutlich voneinander ab.

Wir haben die Unterschiede gegenübergestellt:

Wärmepumpe Fernwärme (Wärmenetzanschluss)
Energieeffizienz Wirkungsgrad: 300–500 % Wirkungsgrad: 80–90 %
Anschaffungskosten 27.000 - 50.000 € (abhängig von der Art der Wärmequelle) 10.000 - 20.000 €
Förderung bis zu 80 % bis zu 80 %
Geeignet für Ein- und Zweifamilienhäuser Mehrfamilienhäuser in dicht besiedelten Wohngebieten
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Wärmepumpe oder Fernwärme: Wie effizient sind die beiden Heizungen?

Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe beträgt je nach Modell und Wärmequelle zwischen 300 und 500 %. Das heißt, eine Wärmepumpe stellt aus 1 kWh Strom 3–5 kWh Wärmeenergie bereit. Dank ihrer modernen und umweltfreundlichen Technologie ist eine besonders sparsame Wärmegewinnung möglich.

Im Vergleich zur Wärmepumpe hat Fernwärme einen deutlich geringeren Wirkungsgrad. Je nach Art der Wärmeerzeugung werden 80 bis 90 Prozent erreicht. Dadurch, dass die Wärme über ein langes Rohrsystem transportiert wird, geht auf dem Weg zum Verbraucher jedoch entsprechend viel Energie verloren.

Wärmepumpe vs. Fernwärme: Das sind die Kosten

Die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe sind zunächst teurer als ein Fernwärmeanschluss. Dank der hohen Förderung für Wärmepumpen, die in jedem Fall gewährt wird, ist dieser Nachteil jedoch schnell ausgeglichen. Die Förderung eines Fernwärmeanschlusses hingegen ist davon abhängig, inwieweit der Versorger in seinem Netz auf erneuerbare Energien setzt.

Was kostet eine Wärmepumpe?

Die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe variieren je nach Wärmequelle zwischen 27.000 und 50.000 € vor Förderung. Luftwärmepumpen kosten in der Regel etwas weniger als Grundwasser- oder Erdwärmepumpen.

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, die zu den Luftwärmepumpen gehört, ist bereits ab 27.000 € erhältlich. Eine Grundwasser- oder Erdwärmepumpe kostet aufgrund der aufwendigen Erschließung der Wärmequelle inkl. Installation bis zu 50.000 €.

Für die Anschaffung einer Wärmepumpe können Sie bis zu 80 % Förderung erhalten. Diese setzt sich zusammen aus 30 % Grundförderung, die mit verschiedenen Förderboni kombinierbar ist:

  • 16 % Klima-Geschwindigkeitsbonus für selbstnutzende Eigentümer, die eine alte Heizung austauschen

  • Dreistufiger Einkommensbonus für selbstnutzende Eigentümer, abhängig vom zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen (zvE)

    1. Stufe: 40 % bis 30.000 € zvE
    2. Stufe: 30 % bis 40.000 € zvE
    3. Stufe: 10 % bis 50.000 € zvE

    Familienzuschlag: Lebt min. ein minderjähriges Kind in Ihrem Haushalt, erhöht sich die Einkommensgrenze einmalig um 10.000 €.

Der maximale Fördersatz liegt bei 80 % mit Stufe 1 des Einkommensbonus, 70 % mit Stufe 2. Mit dem Höchstfördersatz von 80 % sind Wärmepumpen bereits ab 8.700 € erhältlich.

Gut zu wissen: thermondo-Kunden kaufen am häufigsten die 10-kW-Wärmepumpe für rund 32.000 €. Bei einem durchschnittlichen Förderzuschuss von 46 % kostet die Wärmepumpe am Ende nur noch 19.120 €. Bei einem Anspruch auf den Einkommensbonus, kostet das Modell mit 80 % Förderung nur 9.600 €. Für kleinere Einfamilienhäuser sind unsere Wärmepumpen nach Förderung bereits ab 8.700 € erhältlich!

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Was kostet Fernwärme?

Die Anschaffungskosten für Fernwärme enthalten den Fernwärmeanschluss und die Übertragungsstation. Dabei können Kosten in Höhe von 10.000 € entstehen. Muss das Fernwärmenetz aufwendig ausgebaut werden, können Verbraucher insgesamt mit bis zu 20.000 € Anschlusskosten rechnen.

Fernwärme-Anbieter haben in der Regel ein wirtschaftliches Interesse an dem Ausbau ihres Netzes. Daher übernehmen die Versorgungsunternehmen in einigen Fällen einen Teil der Anschlusskosten.

Auch ein Fernwärmeanschluss wird im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert. Es gelten ebenfalls 30 % Grundförderung, 16 % Klima-Geschwindigkeitsbonus, sowie der 10–40 % Einkommensbonus. Maximal sind 80 % bzw. 70 % Förderung möglich.

Gut zu wissen: Für den Anteil an erneuerbaren Energien im Wärmenetz ist der Fernwärmeversorger verantwortlich. In den letzten Jahren lag dieser lediglich bei rund 20 Prozent. Durch die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) sollen Versorger dabei unterstützt werden, ihre Wärmenetze wirtschaftlich auf erneuerbare Energien oder unvermeidbare Abwärme umzustellen.

Wer hat höhere Betriebskosten: Wärmepumpe oder Fernwärme?

Auf den ersten Blick sieht der Preis für 1 kWh Fernwärme deutlich günstiger aus als für 1 kWh Strom. Durch den hohen Wirkungsgrad der Wärmepumpe fallen die Betriebskosten des effizienten Heizsystems jedoch letztlich deutlich geringer aus.

Beispiel an einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Wärmebedarf im Jahr:

  • Der Arbeitspreis für 1 kWh Fernwärme beträgt durchschnittlich 17 ct. Die Preise können je nach Anbieter aber auch teurer oder günstiger sein. Dementsprechend liegen die Energiekosten für Fernwärme bei rund 3.400 € pro Jahr.
  • Der Strompreis einer Wärmepumpe liegt bei rund 33 ct/kWh. Geht man von einem Wirkungsgrad von rund 3,4 aus, liegt der Stromverbrauch der Wärmepumpe lediglich bei 5.880 kWh. Daher zahlen Sie mit einer Wärmepumpe 1.940 € Heizkosten pro Jahr.

Gut zu wissen: Wird die Wärmepumpe mit Photovoltaik kombiniert, kann der eigene Ökostrom an Ort und Stelle verbraucht werden. Damit machen Sie sich nicht nur vom Energiemarkt und schwankenden Preisen unabhängig, sondern minimieren auch ihre CO₂-Emissionen.

Der Vergleich zeigt, dass die Kosten für Fernwärme pro Jahr deutlich höher sind. Das liegt an dem Monopol der Fernwärmeversorger. Aufgrund dessen können sich Verbraucher nicht gegen die hohen Preise zur Wehr setzen.

Bei zu hohen Kosten oder Preiserhöhungen können Verbraucher nicht einfach den Versorger wechseln. Dadurch bleibt häufig nur der Wechsel auf ein zukunftssicheres und effizientes Heizsystem wie die Wärmepumpe.

Fazit: Lohnt sich eine Wärmepumpe oder Fernwärme?

Die Wärmepumpe ist Fernwärme deutlich überlegen. Vor allem die Unabhängigkeit vom Energiemarkt und die niedrigeren Betriebskosten machen die Wärmepumpe zu einem zukunftssicheren Heizsystem.

Ein weiterer Vorteil der Wärmepumpe ist, dass Sie nicht von einem einzigen Versorger abhängig sind, der eine Monopolstellung innehat. Das ist ein großer Nachteil eines Fernwärmeanschlusses. Mit einer Wärmepumpe können Sie nicht nur Ihren Stromversorger frei wählen, sondern auch von günstigerem Heizstrom und reduzierten Netzentgelten profitieren.

Verwenden Sie ein Home Energy Management System (HEMS), können Sie sogar einen dynamischen Stromtarif nutzen. Mit einem intelligenten Energiemanager wie thermondo smart und dem perfekt darauf abgestimmten Stromtarif thermondo dynamic können Sie Ihre Heizkosten enorm reduzieren.

In den meisten Fällen ist in Ein- oder Zweifamilienhäusern die Wärmepumpe die beste Wahl – auch im Altbau. Durch die fortgeschrittene Technologie können moderne Wärmepumpen inzwischen auch im Alt- und Bestandsbau meist ohne aufwendige Sanierungsarbeiten betrieben werden.

Fernwärme eignet sich vor allem in urbanen, dicht besiedelten Gebieten und für Mehrfamilienhäuser. Vor allem, wenn bereits ein Wärmenetz vorhanden und die Installation einer Wärmepumpe z. B. nicht möglich ist.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Vergleich Wärmepumpe vs. Fernwärme

Was kostet eine Wärmepumpe im Vergleich zu Fernwärme im Betrieb?

Die Wärmepumpe ist im laufenden Betrieb oft fast um die Hälfte günstiger. Die jährlichen Heizkosten einer Wärmepumpe liegen bei rund 1.940 € (33 ct/kWh), während für Fernwärme durchschnittlich 3.400 Euro anfallen (basierend auf durchschnittlich 17 ct/kWh Arbeitspreis).

Lohnt sich Fernwärme oder eine Wärmepumpe mehr?

Die Wärmepumpe ist im Vergleich die überlegene Lösung, da sie effizienter arbeitet und niedrige Betriebskosten hat. Obwohl die Anschaffungskosten für einen Fernwärmeanschluss (10.000–20.000 €) geringer sind als für eine Wärmepumpe (ab 27.000 €), gleichen die langfristigen Ersparnisse diesen Nachteil der Wärmepumpe schnell aus.

Wie hoch ist der Wirkungsgrad von Fernwärme?

Der Wirkungsgrad von Fernwärme liegt lediglich bei 80–90 %. Das liegt daran, dass beim Transport der Wärme über lange Rohrsysteme vom Kraftwerk zum Verbraucher viel Energie verloren geht – im Gegensatz dazu erzeugt eine Wärmepumpe aus 1 kWh Strom 3–5 kWh Wärme (300–500 % Wirkungsgrad).

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Mit unseren Luft-Wasser-Wärmepumpen ermöglichen wir Ihnen auch im Altbau einen schnellen und einfachen Umstieg auf ein umweltfreundliches und effizientes Heizsystem. Im Rahmen unseres Komplettpakets erhalten Sie von der Planung bis zur Installation alles aus einer Hand.

Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und wir melden uns bei Ihnen für ein erstes Beratungsgespräch am Telefon oder bei Ihnen zu Hause.

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Luisa: thermondo-Fachredakteurin für Wärmepumpe, Strom & Energiemanagement Luisa ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Photovoltaik, Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.