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Erdgas oder Heizöl?

So unterschiedlich sie auch wirken mögen, etwas Wesentliches haben Heizöl und Erdgas gemeinsam: Deutschland importiert beide Energieträger zum größten Teil aus dem Ausland und ist so von der dort stattfindenden Preispolitik abhängig – und die richtet sich stark nach der internationalen Nachfrage.

Heizöl mit höherem Preisrisiko

Im Moment ist der spezifische Preis pro Energieeinheit bei Heizöl (ca. 4,84 Cent/kWh im Vergleich zu 6,38 Cent/kWh für Erdgas; Stand August 2016) günstiger als bei Erdgas. Die Heizöl-Preise sind dabei in der Vergangenheit stärker gestiegen und stärkeren Schwankungen unterworfen als die des Erdgases. Zukünftig wird sich diese Entwicklung mit großer Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Preisentwicklung_ohne Rahmen

Erdgas: Anschluss an das Erdgasnetz

Im Vergleich zu Heizöl ist Erdgas zwar umweltfreundlicher, es hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Es ist nicht überall verfügbar. Während Heizöl per Tanklastwagen nahezu überall hin geliefert werden kann, benötigen Sie für eine Gasheizung einen Anschluss an das lokale Gasnetz. Ist dieser noch nicht vorhanden, so muss erst ein Anschluss an die Leitung stattfinden, was im Durchschnitt Kosten von 1.500-2.500 Euro mit sich führt. Hinzu kommen monatliche Gebühren zwischen 10 und 30 Euro.

Flüssiggas – teuer, dafür ohne Netzanschluss

In Regionen, in denen keine Erdgasleitungen verlegt sind, kann Flüssiggas als Alternative dienen. Dieses wird – ähnlich wie Heizöl – angeliefert und in einem Tank gespeichert. Meist findet hier ein großer Außentank für das Flüssiggas Verwendung. Leider liegt der spezifische Preis von Flüssiggas jedoch über dem von Erdgas.

Prognose für Preisentwicklung

Heizöl: Preis schwankt

Die Preisentwicklung von Öl ist schon seit langem durch starke Schwankungen geprägt. Daher sind auch künftig kurzfristige Preisabfälle wie zum Jahreswechsel 2015/2016 denkbar. Der momentane Preis von 51,01 Euro pro 100 Liter Heizöl wird voraussichtlich ansteigen und sich auf dem Niveau von durchschnittlich 60 bis70 Euro je 100 Liter halten. Der Jahrestiefststand lag 2016 bisher bei knapp unter 40 Euro (Anfang Januar) und damit deutlich unter den Vorjahren (2014: 58,8 Euro, 2015: 53,20 Euro).

So ist die Entwicklung des Heizölpreises 2016 für Verbraucher positiv zu bezeichnen. Allerdings können Verbraucher nur bedingt auf niedrige Preise reagieren. Denn ist der Öltank voll, fehlt es einfach an Kapazitäten, um zum günstigen Preis einzukaufen.

Erdgas: Preis wird langfristig steigen

Viele Ökonomen sagten für die zweite Jahreshälfte einen Anstieg der Energiepreise voraus. Was den Erdgaspreis angeht, ist davon noch nichts zu spüren, liegt er doch im Moment auf dem niedrigsten Stand seit mindestens sechs Jahren. Allerdings profitieren Verbraucher nicht unbedingt davon, da Energieversorger die Preise nicht immer an sie weitergeben. Hier lohnt sich, Tarife zu vergleichen und mit Wechsel Geld sparen.

Langfristig bleiben die Experten jedoch bei der Einschätzung, dass die Preise für Erdgas in den nächsten fünf Jahren anziehen werden. Das wird allerdings noch nicht in den nächsten sechs Monaten (bis Ende 2016) passieren. Hier sollen die Preise vorerst stagnieren.

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Zusammengefasst: Öl- oder Gasheizung?

Verglichen mit Öl emittiert Erdgas weniger CO2  pro Kilowattstunde produzierter Wärmeenergie, die Brennstoffkosten sind auf lange Sicht niedriger und konstanter und die Anschaffung einer Gasheizung ist günstiger. Alte Niedertemperaturgeräte oder noch ältere Standardkessel verbrauchen zirka 30% mehr Öl und Gas als neue, effiziente Brennwertgeräte. Wenn Sie also vor einer Heizungsneuanschaffung stehen und ein Anschluss an das Gasnetz vorhanden ist, so empfiehlt sich die Installation einer Gasheizung – am besten in Kombination mit Solarthermie.

Wer noch eine alte Ölheizung hat und keinen Zugang zu Gas, sollte zumindest über die Investition in eine neue, effiziente Ölheizung mit Brennwerttechnik nachdenken. Der Aufwand zum Heizungswechsel ist gering. Finanziell greift Ihnen der Staat durch etliche Förderungen unter die Arme, zudem haben Sie die Kosten der Neuanschaffung durch geringere Heizkosten schnell wieder drin. Und von der Auswahl bis zur Montage sind wir Ihr Partner.

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Im Rahmen der Aktion “Deutschland macht Plus!” erhalten Sie vom Institut für Wärme und Öltechnik (IWO) 250 Euro, wenn Sie Ihre alte Ölheizug gegen eine moderne Ölheizung mit Brennwerttechnik austauschen.  So erhalten Sie Ihre Aktionsprämie:

  • Einbau einer neuen Ölheizung mit Brennwerttechnik.
  • Die neue Heizung ist von einem teilnehmenden Hersteller wie Buderus, Wolf oder Viessmann.
  • Sie tanken innerhalb von neun Monaten 1.500 Liter Heizöl bei einem teilnehmenden Händler in Ihrer Umgebung.
  • Sie legen dem ausgefüllten Aktionsgutschein (Pdf-Download, 188 KB) Ihre Installationsrechnung und die Heizölrechnung bei.

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