Mehr als 150.000 Wärmepumpen werden pro Jahr mittlerweile verkauft. In Neubauten beträgt der aktuelle Marktanteil ca. 50 Prozent. Diese Zahlen zeigen, dass Wärmepumpen längst eine echte Alternative zur Heizung mit Gas oder Öl sind. Unzählige Vergleiche sowie Test- und Erfahrungsberichte zu Wärmepumpen existieren bereits. Doch welche Wärmepumpe ist denn nun die beste? Worauf Sie bei Recherche und Kauf achten sollten, lesen Sie hier.

Wer Wert auf eine umweltfreundliche und effiziente Heizung legt, kommt an der Wärmepumpe nicht vorbei. Da sie ihre Energie aus Luft, Wasser und Erde bezieht, ist sie besonders umweltfreundlich und nutzt außerdem Ressourcen, die nicht versiegen – im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen.

Aber auch die hohen staatlichen Förderungen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) machen den Kauf einer Wärmepumpe in Deutschland immer lukrativer. Wenn Sie beispielsweise Ihre alte Öl- oder Gasheizung gegen eine neue Wärmepumpe tauschen, erhalten Sie bis zu 50 Prozent Förderung vom Staat. In einigen Bundesländern gibt es zur staatlichen Förderung sogar noch regionale Zuschüsse obendrauf.

Hier haben wir für Sie die wichtigsten Vorteile der Wärmepumpe zusammengefasst:

  • niedrige Heizkosten, durch effizientes Heizen
  • CO2-Ausstoß ist bis zu 90 Prozent geringer als bei einer Öl- oder Gasheizung
  • die Energiequellen aus Luft, Wasser und Erde sind quasi unerschöpflich
  • hohe staatliche Förderung und günstiges Heizen führt zur schnellen Amortisierung der Anschaffungskosten
  • Wärmepumpe eignet sich für fast jede Gebäudeart
  • der Wartungsaufwand ist sehr gering
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Es gibt drei Grundarten von Wärmepumpen, die sich je nach der Energiequelle, die sie zum Heizen nutzen, unterscheiden:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe (Umgebungsluft)
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdreich)
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe (Grundwasser)

Hier eine Checkliste, wie Sie feststellen, welche Wärmepumpe für Sie geeignet ist:

  1. Informieren: Verschaffen Sie sich einen Überblick und wägen Sie Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten ab.
  2. Besonderheiten beim Altbau: Bei Nutzung der Wärmepumpe im Bestandsbau wird der energetische Zustand Ihres Hauses geprüft. Wenn die neue Wärmepumpe zum bereits vorhandenen Heizsystem passt, müssen nur wenige Änderungen vorgenommen werden. Auch die bestehenden Heizkörper können meist problemlos weiter genutzt werden.
  3. Auswahl der Wärmequelle: Wählen Sie eine Wärmequelle und bedenken dabei die Kosten für mögliche Umbauarbeiten und Bohrungen oder Ermittlung des Grundwasserspiegels. Lassen Sie anschließend die Realisierung bei den betreffenden Behörden prüfen.
  4. Prüfen des Warmwasserverbrauchs: Neben Überprüfung der Heizlast ist die des Warmwasserverbrauchs mindestens genauso wichtig. Nur so kann die Wärmepumpe richtig ausgewählt werden und am Ende effizient arbeiten.

Die drei Wärmepumpen-Arten im Vergleich:

Wärmepumpen Art Vorteile Nachteile
Luft-Wasser-Wärmepumpe - niedrige Heizkosten
- günstig in der Anschaffung- einfache und schnelle Installation- leicht in bestehendes Heizsystem zu integrieren- überall nutzbar- Standardlösung
- Effizienz etwas geringer als bei anderen Wärmepumpen
Wasser-Wasser-Wärmepumpe - niedrige Heizkosten
- sehr effizient
- sehr teuer
- Brunnenbohrung- sehr aufwändige Installation- viele Genehmigungen notwendig- nicht immer umsetzbar- Bauarbeiten von mehreren Monaten
Sole-Wasser-Wärmepumpe - niedrige Heizkosten
- sehr effizient
- sehr teuer
- Sonderbohrung- sehr aufwändige Installation- viele Genehmigungen notwendig- Bauarbeiten von mehreren Monaten
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Vergleicht man die drei Arten der Wärmepumpe, lässt sich erfahrungsgemäß sagen, dass Luft-Wasser-Wärmepumpen für Privathäuser am gängigsten und besten geeignet sind. Sie sind in der Anschaffung am günstigsten und auch die Installation läuft sehr unkompliziert ab. Da keine aufwändigen Bohrungen im Erdreich nötig sind, können sie einfach „aufgestellt“ werden.

Zum Vergleich: Die Bau- und Planungszeit für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe kann durch Erdbohrungen, Beantragung rechtlicher Genehmigungen etc. schon einmal ca. 8 Monate in Anspruch nehmen und sehr teuer werden. Auch beim Bau einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe sind die Kosten sehr hoch, da ein Brunnen mit bis zu 50 Meter Tiefe gebohrt werden muss – diese Wärmepumpen-Art ist im Privatbereich quasi kaum vorhanden.

Welches Wärmepumpen-Modell ist das beste?

Fällt die Wahl dann tatsächlich auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, muss lediglich noch überprüft werden, ob der Aufbau des jeweiligen Modells möglich ist. Luft-Wasser-Wärmepumpen können verhältnismäßig laut sein, daher wird vorab der Schallpegel gemessen. Das erledigt in der Regel der Wärmepumpen-Anbieter für Sie. Ist dieser im Rahmen, steht der Installation nichts mehr im Weg. Besteht die Wärmepumpe den Schalltest nicht, lohnt es sich weiterzusuchen, da es bereits sehr leise Modelle auf dem Markt gibt.

Auch wir von thermondo führen die Schallpegel-Messung für Ihre neue Luft-Wasser-Wärmepumpe durch. In unserem Komplettpaket enthalten sind außerdem die Kosten für den Elektriker, den Fundamentbauer sowie alle Schritte von der Planung bis hin zur Wartung.

Welches Wärmepumpen-Modell, das beste für Sie ist, lässt sich hier jedoch pauschal nicht sagen. Zu unterschiedlich sind die Faktoren und Gegebenheiten eines jeweiligen Hauses. Wichtiger als ein spezielles Modell ist die Überprüfung der örtlichen Bedingungen.

Die Auswahl an Wärmepumpen-Anbietern auf dem Markt ist enorm gestiegen. Viele locken mit eigens entwickelten Wärmepumpen-Tests auf ihre Seite – diese sind jedoch meist nicht unabhängig. Damit Sie den richtigen Anbieter auswählen und der Einbau ohne Ärgernisse abläuft, sollten Sie diese Tipps berücksichtigen:

  • ausführliche vorab Beratung des Anbieters sollte selbstverständlich sein
  • Vorprüfung bzgl. Genehmigung – bspw. beim Umwelt- oder Landratsamt (Wasser-Wasser- oder Sole-Wasser-Wärmepumpen)
  • Prüfung einer schallschutzgerechten Aufstellung (Luft-Wasser-Wärmepumpen)
  • Festpreisangebot vom Anbieter machen lassen
  • auf Zertifizierung der Wärmepumpe achten, damit Förderung vom BAFA genehmigt wird
  • die Größe der Wärmepumpe sollte zum Wärmebedarf des Hauses passen
  • Wärmemengenzähler anbieten lassen – falls keiner bereits in der Wärmepumpe integriert ist
  • der eigene Stromtarif sollte noch einmal überprüft und ggf. optimiert werden – viele Energieunternehmen bieten bereits spezielle Tarife für Wärmepumpen an

Wichtig: Damit Hausbesitzer in Deutschland Förderzuschüsse für ihre Wärmepumpen erhalten, muss die entsprechende Wärmepumpe in einer Liste des BAFA aufgeführt werden. Um in diese Liste aufgenommen zu werden, testet das BAFA die einzelnen Pumpen und ermittelt anhand von festen Prüfnormen deren Jahresarbeitszahl. Eine Übersicht mit den vom BAFA getesteten Wärmepumpen finden Sie hier.

Damit Sie nicht den Überblick verlieren, sollten Sie Schritt für Schritt vorgehen, um das für Sie richtige Wärmepumpen-Modell zu finden. Prüfen Sie zunächst die Gegebenheiten Ihres Hauses, entscheiden sich für die Art, welche Wärmepumpe für Sie infrage kommt und wählen erst dann einen Anbieter bzw. Modell.

Durch die niedrigen Anschaffungskosten und den geringen baulichen Aufwand ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe das beliebteste Modell im privaten Bereich. Die Installation ist mit der einer “normalen” Heizung vergleichbar und nimmt nur wenige Tage in Anspruch. Fällt Ihre Entscheidung dennoch auf eine Sole- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe, planen Sie genug Zeit für Umbaumaßnahmen mit ein.

Suchen Sie die passende Wärmepumpe für Ihr Zuhause? Mit unserer modernen und hocheffizienten Wärmepumpe bieten wir Ihnen innovative Technik inkl. Installation und Fördermittelservice im Komplettpaket. Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und erhalten Sie zeitnah einen Rückruf, um einen Beratungstermin, per Telefon oder bei Ihnen zu Hause, zu vereinbaren.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.