In Kombination mit Niedertemperatur-Heizkörpern können Wärmepumpen ihre volle Effizienz entfalten und die Wärmeversorgung auf umweltfreundliche Weise sicherstellen. Warum gerade diese Kombination so sinnvoll ist, erläutern wir Ihnen in unserem Artikel.

Niedertemperatur-Heizkörper & Wärmepumpen: Funktion & Vorlauftemperatur

Wärmepumpen sind Heizungssysteme, die Wärme aus der Umgebungsluft, dem Grundwasser oder der Erde aufnehmen und sie für die Gebäudeheizung nutzen. Sie funktionieren nach dem Prinzip des Kältemittelkreislaufs und arbeiten auch bei sehr niedrigen Außentemperaturen noch effizient. Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizkesseln, die hohe Vorlauftemperaturen benötigen, um effektiv zu heizen, arbeiten Wärmepumpen bei geringen Vorlauftemperaturen zwischen 35 und 55 Grad Celsius am sparsamsten.

Die Vorlauftemperatur von Niedertemperatur-Heizkörpern liegt ebenfalls bei rund 35 bis 40 Grad Celsius. Die Heizkörper setzen sich aus mehreren Platten zusammen und nutzen Stahl- oder Aluminiumbleche, um die erzeugte Wärme abzugeben. Dank ihrer großzügigen Oberfläche sorgen sie für eine gleichmäßige und zügige Verteilung der Wärme im gesamten Gebäude.

Niedertemperatur-Heizkörper für Wärmepumpen: Die perfekte Ergänzung

Wer auf eine Wärmepumpe umsteigen möchte, muss diese nicht unbedingt mit einer Fußbodenheizung kombinieren. Denn entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass eine Fußbodenheizung für deren Effizienz entscheidend ist, zeigt sich deutlich, dass die Kombination mit Niedertemperatur-Heizkörpern ebenfalls das volle Potenzial der Wärmepumpe ausschöpfen kann. Dies ist besonders in Altbauten von Vorteil, da diese in der Regel nicht mit einer Fußbodenheizung ausgestattet sind.

Die Vorteile der Kombination Niedertemperatur-Heizkörper auf einen Blick:

  1. Energieeffizienz: Da Wärmepumpen und Niedertemperatur-Heizkörper ähnlich geringe Vorlauftemperaturen aufweisen, ermöglichen sie eine hohe Energieeffizienz. Dies führt zu geringeren Betriebskosten und einer Reduzierung des Energieverbrauchs, was sich positiv auf die Umwelt und den Geldbeutel auswirkt.
  2. Gleichmäßige Wärmeverteilung: Niedertemperatur-Heizkörper strahlen die Wärme gleichmäßig im Raum ab, was zu einem angenehmen und behaglichen Raumklima führt. Es gibt keine übermäßige Luftzirkulation oder Staubverwirbelung, wie sie bei einigen anderen Heizsystemen auftreten kann.
  3. Umweltfreundlichkeit: Die Verwendung von Niedertemperatur-Heizkörpern in Verbindung mit Wärmepumpen reduziert die CO2-Emissionen erheblich. Dies trägt zur Verringerung der Umweltauswirkungen von Heizsystemen bei und unterstützt den Übergang zu nachhaltigeren Energiequellen.
  4. Flexibilität: Niedertemperatur-Heizkörper sind in verschiedenen Designs und Größen erhältlich, was sie ideal für eine Vielzahl von Gebäuden und Raumkonfigurationen macht. Sie können in Neubauten ebenso wie in Altbauten eingesetzt werden.
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So arbeiten Niedertemperatur-Heizkörper und Wärmepumpen zusammen

  • Schritt 1: Aufnahme von Wärme durch die Wärmepumpe

Der Prozess beginnt mit der Wärmepumpe, die Wärme aus ihrer Umgebung, sei es aus der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser, aufnimmt. Die Wärmepumpe komprimiert diese Wärme und erhöht ihre Temperatur, um sie für die Gebäudeheizung nutzbar zu machen.

  • Schritt 2: Niedertemperatur-Bereitstellung

Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizsystemen, die hohe Vorlauftemperaturen erfordern, erzeugt die Wärmepumpe warmes Wasser oder eine Wärmeträgerflüssigkeit bei niedrigen Vorlauftemperaturen.

  • Schritt 3: Wärmeübertragung an Niedertemperatur-Heizkörper

Dieses warme Wasser wird zu den Niedertemperatur-Heizkörpern geleitet, es fließt dabei direkt durch die Platte und erwärmt diese. Sie sind so konzipiert, dass sie die Wärme aus dem Wasser mit niedriger Temperatur effizient aufnehmen können.

  • Schritt 4. Wärmeabgabe

Niedertemperatur-Heizkörper geben die erzeugte Wärme effizient ab, wobei diese auf zwei Arten erfolgen kann: per Konvektion sowie Strahlung. Bei ersterem wird die Luft zunächst im Heizkörper erwärmt und steigt nach oben. Bei Strahlungswärme handelt es sich um elektromagnetische Wellen, die Wärmeenergie in Form von Infrarotstrahlung aussenden. Anders als bei Heizkörpern mit hoher Temperatur, die vor allem durch Konvektion Wärme abgeben, strahlen Niedertemperatur-Heizkörper Infrarotwärme direkt in den Raum aus. Diese Strahlungswärme ist vergleichbar mit der Wärme, die wir von der Sonne empfinden, wenn sie auf uns scheint und wird daher oft als behaglicher empfunden.

Vorteile von Strahlungswärme

Strahlungswärme bietet einige Vorteile. Sie erwärmt nicht nur die Luft im Raum, sondern auch die festen Oberflächen, wie Wände, Fußböden und Möbel. Dadurch entsteht ein behagliches Raumklima, da die Wärme dort gespeichert wird und langsam abgegeben wird. Das verhindert unangenehme Zugluft und verhindert Staubverwirbelungen. Die gleichmäßige Verteilung der Strahlungswärme trägt zu einem angenehmen und komfortablen Raumklima bei.

Fazit: Niedertemperatur-Heizkörper und Wärmepumpen

Die Kombination aus beiden Technologien bietet zahlreiche Vorteile, wie eine hohe Energieeffizienz, da sowohl Wärmepumpen als auch Niedertemperatur-Heizkörper niedrige Vorlauftemperaturen verwenden. Dies führt zu niedrigeren Betriebskosten und einem geringeren Energieverbrauch, was nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel schont. Besonders Altbauten können von der Kombination profitieren, da eine aufwendige Umrüstung auf eine Fußbodenheizung nicht erforderlich ist.

Insgesamt bietet die Kombination von Niedertemperatur-Heizkörpern und Wärmepumpen eine umweltfreundliche und kosteneffiziente Möglichkeit, Gebäude auf komfortable und nachhaltige Weise zu beheizen. Sie unterstützt die Energiewende und den globalen Übergang zu umweltschonenderen Heizsystemen.

Effiziente Wärmepumpe für den Altbau

Interessieren Sie sich für eine Wärmepumpe und wohnen beispielsweise in einem teilsanierten Altbau, ist auch dies kein Ausschlusskriterium. Mit einer maximalen Vorlauftemperatur von bis zu 75 °C eignet sich unsere Luft-Wasser-Wärmepumpe besonders für Altbauten und kann mit Heizkörpern kombiniert werden. Ob Ihre Heizkörper geeignet sind, überprüfen wir in einem kostenlosen Heizkörper-Check vor Ort.

Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und geben uns einen ersten Überblick zu Ihrer aktuellen Situation. Im Anschluss kontaktieren wir Sie schnellstmöglich und vereinbaren gemeinsam einen Termin für eine kostenfreie Beratung.

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Franziska Reiche Franziska ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Heizsysteme, Heizungsförderung und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.