Das Wichtigste zum Wärmetauscher einer Wärmepumpe in Kürze:

  • Wärmetauscher als Kernkomponente: Wärmepumpen benötigen zwei Wärmetauscher (im Verdampfer und Verflüssiger), um die Energie aus der Umwelt an das Heizsystem zu übertragen.
  • Funktionsprinzip: Die Übertragung erfolgt indirekt, meist über Platten- oder Rohrwärmetauscher, sodass sich Umweltquelle, Kältemittel und Heizwasser nicht vermischen.
  • Effizienz-Faktor: Saubere Wärmetauscher sind entscheidend für eine hohe Leistung und geringe Energieverluste.
  • Wartung: Um eine effiziente Wärmeübertragung zu gewährleisten, muss der Wärmetauscher im Verdampfer regelmäßig gereinigt werden.

Warum arbeitet eine Wärmepumpe mit Wärmetauscher?

Wärmepumpen nutzen Wärmetauscher, um die Wärme von der Umwelt auf das Kältemittel und vom Kältemittel auf das Heizwasser zu übertragen. Dazu werden innerhalb des sogenannten Kältemittelkreislaufs zwei Wärmetauscher eingesetzt:

  1. Verdampfer: Die Umweltwärme wird auf das Kältemittel übertragen.
  2. Verflüssiger: Die Wärme des Kältemittels wird auf den Heizkreislauf übertragen.

Wie funktioniert ein Wärmetauscher in der Wärmepumpe?

Den ersten Wärmetauscher der Wärmepumpe nennt man auch „Verdampfer“. Er nimmt die Wärmeenergie der Umweltquelle auf – je nach Wärmepumpen-Art Außenluft, Erdreich oder Grundwasser – und gibt sie an das Kältemittel ab. Durch die übertragene Wärme verdampft das Kältemittel, wodurch der Kältemittelkreislauf in Gang gesetzt wird. 

Das gasförmige Kältemittel wandert weiter in den Verdichter, wo der Druck erhöht wird und die Temperatur ansteigt. Die dadurch gewonnene Wärme wird im zweiten Wärmetauscher auf das Heizwasser übertragen. Durch die entzogene Wärme kühlt das Kältemittel ab und verflüssigt sich wieder. Das passiert im sogenannten „Verflüssiger“.

Bevor der „Verdampfer“ erneut Wärme auf das Kältemittel übertragen kann, wird in einem  sogenannten Expansionsventil der Druck verringert. Dadurch sinkt die Temperatur auf die Ausgangstemperatur und der Kältemittelkreislauf kann von vorn beginnen.

Wärmepumpe mit Wärmetauscher: Welche Arten der Wärmeübertragung gibt es?

Die Wärme kann mittels Wärmetauscher indirekt, halbindirekt oder direkt übertragen werden:

  • Indirekte Wärmeübertragung

In den meisten Heizsystemen wie Wärmepumpen wird mit indirekter Wärmeübertragung gearbeitet. Dabei kommen die beiden Medien nicht direkt in Kontakt. Sie werden von einer Trennwand separiert, die aus einem sehr starken Wärmeleiter besteht. In Wärmepumpen sorgt die indirekte Wärmeübertragung dafür, dass sich das Kältemittel nicht mit der Umwelt oder dem Heizungswasser vermischt. 

  • Halbindirekte Wärmeübertragung

Diese Variante funktioniert wie die indirekte Wärmeübertragung, die Medien kommen jedoch zeitlich versetzt in Kontakt mit dem Wärmetauscher. Ein Beispiel für diese Übertragungsart ist ein Wärmespeicher. Das heiße Medium gibt die Wärme an den Speicher ab, die zu einem späteren Zeitpunkt auf ein kühles Medium übertragen wird.

  • Direkte Wärmeübertragung

Bei der direkten Wärmeübertragung kommen beide Medien direkt miteinander in Kontakt und vermischen sich. Diese Variante wird häufig in der Industrie eingesetzt. In sogenannten Nass-Kühltürmen wird z. B. heißes Kühlwasser als feiner Nebel versprüht und dadurch von der Luft abgekühlt. 

3 Arten der Wärmeübertragung mit Wärmetauscher in der Wärmepumpe

Welche Wärmetauscher werden in Wärmepumpen eingesetzt?

In Wärmepumpen werden in der Regel Plattenwärmetauscher oder Koaxial- bzw. Rohrwärmetauscher eingesetzt. Die Wahl des Wärmetauschers ist unter anderem von der Wärmepumpen-Art und der genutzten Wärmequelle abhängig.

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe

Beim Verdampfer einer Luft-Wasser-Wärmepumpe handelt es sich meist um einen Rohrwärmetauscher. Da die Außenluft von einem Ventilator angesaugt wird, kann die große Fläche die Wärme aufnehmen und an das Kältemittel übertragen. 

Der Verflüssiger der Luft-Wasser-Wärmepumpe ist ein Plattenwärmetauscher. Das kompakte Gerät ist platzsparend und sehr effizient in der Wärmeübertragung.

  • Erdwärmepumpe

Bei einer Erdwärmepumpe kommen sowohl beim Verdampfer als auch beim Verflüssiger Plattenwärmetauscher zum Einsatz. Dabei fungiert die Sole-Flüssigkeit, die in der Erdsonde oder den Erdkollektoren zirkuliert, zunächst als Wärmeleiter für die Erdwärme. 

Um den Kältemittelkreislauf in Gang zu setzen, fließt die Sole zum Verdampfer und die Erdwärme wird mittels Plattenwärmetauscher auf das Kältemittel übertragen. Nach der Verdichtung wird die Wärme des Kältemittels erneut durch einen Plattenwärmetauscher an das Heizwasser abgegeben.

  • Grundwasser-Wärmepumpe

Bei einer Grundwasser-Wärmepumpe fließt das Grundwasser direkt zum Plattenwärmetauscher, der die Umweltwärme auf das Kältemittel überträgt. Auch die Übertragung des verdichteten Kältemittels auf das Heizwasser erfolgt mittels Plattenwärmetauscher.

Wo werden Wärmetauscher noch eingesetzt?

Wärmetauscher findet man nicht nur in Wärmepumpen, sondern in jedem Heizsystem. Aber auch bei industriellen Prozessen kommen Wärmetauscher zum Einsatz. Sie sorgen dafür, dass die Wärme effizient auf das Heizwasser übertragen wird. 
Beispiele für den Einsatz von Wärmetauschern:

  • Öl- oder Gasheizung: Ein Plattenwärmetauscher überträgt die Wärme von der Flamme direkt auf das Heizwasser. Bei Brennwertgeräten kommt zusätzlich ein zweiter Wärmetauscher zum Einsatz, der die Restwärme der heißen Abgase aufnimmt und ebenfalls dem Heizwasser zuführt.
  • Pelletheizung: Durch die Hitze, die bei der Verbrennung von Pellets entsteht, wird der Wärmetauscher erwärmt. Fließt das Wasser daran vorbei, wird die Wärme an das Heizwasser abgegeben.
  • Wärmerückgewinnung in der Industrie: Bei der Wärmerückgewinnung wird durch einen Prozess entstandene Wärme weiterverwendet. Dazu entzieht ein Wärmetauscher die Wärme der Abluft, dem Abwasser oder der Prozessabwärme und überträgt sie auf ein anderes Medium. So kann überflüssige Wärme effizient weiter verwendet und Energie gespart werden.

Warum haben Wärmetauscher in Wärmepumpen Einfluss auf die Effizienz?

Je effizienter die Wärme von einem Medium auf ein anderes übertragen werden kann, desto weniger Energieverluste entstehen. Da in Wärmepumpen gleich zwei Wärmetauscher verbaut sind, hat dies einen großen Einfluss auf die Effizienz des gesamten Heizsystems. Daher sollte bei der Wartung der Wärmetauscher im Verdampfer regelmäßig gereinigt werden. 

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Wärmepumpe mit Wärmetauscher:

Warum besitzt eine Wärmepumpe zwei Wärmetauscher?

Im Kältemittelkreislauf sind zwei Schritte notwendig: Der erste Wärmetauscher (Verdampfer) überträgt die Umweltwärme auf das Kältemittel. Nach der Verdichtung überträgt der zweite Wärmetauscher (Verflüssiger) die nun höhere Temperatur des Kältemittels auf das Heizsystem.

Welche Arten von Wärmetauschern werden verbaut?

Das hängt von der Art der Wärmepumpe ab. Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen kommen meist Rohrwärmetauscher (als Verdampfer) und Plattenwärmetauscher (als Verflüssiger) zum Einsatz. Bei Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen werden in der Regel für beide Prozesse Plattenwärmetauscher verwendet.

Vermischen sich die Flüssigkeiten im Wärmetauscher?

Nein, in den meisten Heizsystemen wird die sogenannte indirekte Wärmeübertragung genutzt. Dabei sind die beiden Medien durch eine gut wärmeleitende Trennwand voneinander separiert. Eine direkte Vermischung findet z. B. in industriellen Nass-Kühltürmen statt.

Warum muss ein Wärmetauscher regelmäßig gereinigt werden?

Ablagerungen von Partikeln oder Kalk auf dem Wärmetauscher schränken die Leistung stark ein. Da eine effiziente Wärmeübertragung Wärmeverluste minimiert, ist eine regelmäßige Reinigung wichtig, um die Effizienz des gesamten Heizsystems zu erhalten.

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