Das Wichtigste zur Laufzeit der Wärmepumpe in Kürze:

  • Lange Laufzeit ist effizient: Anders als fossile Heizungen sind Wärmepumpen träge Systeme. Sie arbeiten am effizientesten, wenn sie lange am Stück durchlaufen (optimal ca. 1 Stunde) und sich nur selten einschalten (ideal 10–12 Mal pro Tag).
  • „Takten“ vermeiden: Häufiges An- und Ausschalten (Takten, z. B. alle < 15 Min.) muss verhindert werden. Es steigert den Stromverbrauch enorm und reduziert die Lebensdauer des Verdichters.
  • Richtige Dimensionierung ist entscheidend: Eine zu groß berechnete Wärmepumpe heizt den Bedarf zu schnell, was zu kurzen Laufzeiten und schädlichem Takten führt. Die Leistung muss exakt an den Wärmebedarf angepasst sein.
  • Keine Nachtabsenkung: Das komplette Abschalten in der Nacht ist kontraproduktiv. Das morgendliche Aufheizen verbraucht oft mehr Strom, als die nächtliche Pause einspart.
  • Lärmschutz-Modus statt Abschaltung: Viele Geräte bieten einen Nacht-Modus, der die Leistung drosselt, um die Lautstärke zu reduzieren. Dies ist effizienter als eine komplette Abschaltung und kann einer leichten Nachtabsenkung ähneln.

Wärmepumpe Laufzeit pro Tag: Was ist eine optimale Schaltzeit?

Wärmepumpen sind träge Heizsysteme. Aus diesem Grund sollten sie möglichst lange am Stück durchlaufen und sich nicht immer wieder ein- und ausschalten.

Je länger eine Wärmepumpe durchläuft, desto effizienter ist ihr Betrieb. Optimalerweise wäre eine Laufzeit der Wärmepumpe von ca. einer Stunde. Von optimalen Schaltzeiten spricht man, wenn sich eine Wärmepumpe nur 10 bis 12 Mal am Tag einschalten muss.

Richtige Dimensionierung entscheidend für Laufzeit der Wärmepumpe

Deswegen ist es besonders wichtig, die Leistung und Größe einer Wärmepumpe genau zu berechnen. Denn durch die richtige Dimensionierung kann häufiges Ein- und Ausschalten verhindert werden.

Die Leistung der Wärmepumpe wird möglichst genau an den Wärmebedarf des Gebäudes angepasst.

Dabei sollte die Größe zwar knapp, aber dennoch ausreichend bemessen werden. Dadurch ist die Wärmepumpe so dimensioniert, dass sie eine konstante Temperatur aufrechterhält, anstatt das Wasser immer wieder neu aufzuheizen.

Ist die Wärmepumpe zu groß dimensioniert, deckt sie innerhalb kurzer Zeit den Wärmebedarf des Hauses ab. Das führt zu unregelmäßigen und kurzen Laufzeiten. Sind die Betriebsintervalle zu kurz, gerät die Wärmepumpe ins sogenannte Takten.

Wärmepumpe Laufzeit pro Tag: Wann spricht man von Takten?

Takten bedeutet, dass sich die Wärmepumpe häufig hintereinander aus- und wieder einschaltet.

Wird es im Haus zu schnell zu warm, schaltet sich die Wärmepumpe nach kurzer Zeit ab. Sinkt die Raumtemperatur wieder, muss sich das Gerät erneut anschalten. Passiert dies zu häufig am Tag, gerät die Wärmepumpe ins Takten. Dabei schaltet sich das Gerät im Takt von weniger als 15 Minuten aus und wieder ein.

Warum ist häufiges Takten ein Problem?

Gerät die Wärmepumpe zu oft ins Takten, wird es teuer. Durch das häufige An- und Ausschalten steigt in erster Linie der Stromverbrauch der Wärmepumpe.

Auch langfristig gesehen, sorgt häufiges Takten für einen hohen Verschleiß. Das reduziert die Lebensdauer der Wärmepumpe. Vor allem der Verdichter verursacht dabei einen enormen finanziellen Schaden, sollte er frühzeitig kaputtgehen.

Gut zu wissen: Im Rahmen unseres Komplettpakets führen wir vorab auch eine Heizlastberechnung Ihres Gebäudes durch. So kann die richtige Leistungsgröße der Wärmepumpe für Ihr Gebäude bestimmt werden.

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Laufzeit der Wärmepumpe pro Tag: Nachtabsenkung oder Lärmschutz-Modus?

Wärmepumpen sind eher träge Heizsysteme. Das bedeutet, je länger sie am Stück laufen, desto energiesparender heizen sie.

Schaltet man die Wärmepumpe nachts ab, muss das Heizsystem morgens schnell wieder warm werden. Dies benötigt viel Strom und kann die Einsparungen durch die Nachtabsenkung sogar übertreffen. Daher sollte die Wärmepumpe auch über Nacht weiterlaufen.

Einige Wärmepumpen-Modelle verfügen über einen sogenannten Lärmschutz-Modus. Dabei wird über einen bestimmten Zeitraum die maximale Leistung gedrosselt, wodurch auch die Lautstärke der Wärmepumpe sinkt.

Dies kann in manchen Wohngebieten notwendig sein, um die Lautstärkevorgaben für die Nacht einzuhalten. An sehr kalten Tagen ist es möglich, dass die Temperatur im Haus etwas absinkt – ähnlich wie bei einer Nachtabsenkung.

Der Zeitraum für den Lärmschutz-Modus kann in der Regel individuell eingestellt werden, wobei sich die klassischen Ruhezeiten von 22 bis 6 Uhr anbieten. Die Wärmepumpe fährt dann automatisch in den Lärmschutz-Modus.

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FAQ zur Laufzeit von Wärmepumpen

Wie lange sollte eine Wärmepumpe pro Tag laufen?

Eine Wärmepumpe läuft idealerweise durchschnittlich etwa 10 Stunden pro Tag, um das Gebäude effizient und konstant zu beheizen. Die tatsächliche Dauer schwankt je nach Außentemperatur und Dämmstandard des Hauses. Längere Laufzeiten bei niedrigerer Leistung sind für das System schonender als kurze, intensive Heizphasen.

Wie viele Betriebsstunden pro Jahr sind für eine Wärmepumpe ideal?

Ein wirtschaftlicher Betrieb liegt vor, wenn die Wärmepumpe zwischen 1.500 und 2.500 Betriebsstunden im Jahr erreicht. Liegen die Werte deutlich unter 1.500 Stunden, deutet dies auf eine Überdimensionierung der Anlage hin. Bei mehr als 2.500 Stunden ist die Wärmepumpe eventuell zu klein für den Wärmebedarf des Gebäudes ausgelegt.

Was versteht man unter dem Takten einer Wärmepumpe?

Unter Takten versteht man das häufige Ein- und Ausschalten der Wärmepumpe in sehr kurzen Zeitabständen. Dies tritt meist auf, wenn die Heizleistung der Anlage deutlich über dem aktuellen Bedarf des Hauses liegt. Folgen des Taktens sind:

  • Ein erhöhter Stromverbrauch durch die Anlaufphase.
  • Ein schnellerer Verschleiß mechanischer Bauteile wie des Kompressors.
  • Eine reduzierte Lebensdauer der gesamten Heizungsanlage.
Wie viele Schaltzyklen darf eine Wärmepumpe pro Jahr haben?

Die Anzahl der Schaltzyklen sollte 15.000 pro Jahr nicht überschreiten, um eine lange Lebensdauer der Hardware zu gewährleisten. Fachleute empfehlen, dass die Anlage nicht öfter als dreimal pro Stunde startet. Moderne Geräte mit Inverter-Technologie minimieren diese Starts, indem sie ihre Leistung flexibel an den tatsächlichen Bedarf anpassen.

Warum ist eine lange Laufzeit der Wärmepumpe besser?

Lange Laufzeiten sind effizienter, da die Wärmepumpe so in einem niedrigen, konstanten Leistungsbereich arbeitet und weniger Anlaufstrom verbraucht. Ein kontinuierlicher Betrieb schont den Kompressor und verbessert die Jahresarbeitszahl. Kurze Intervalle hingegen führen zu unnötigem Energieverlust und mechanischer Belastung der Bauteile.

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Luisa: thermondo-Fachredakteurin für Wärmepumpe, Strom & Energiemanagement Luisa ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Photovoltaik, Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.