Was ist die optimale Laufzeit einer Wärmepumpe pro Tag?
Die optimale Laufzeit einer Wärmepumpe beträgt mindestens eine Stunde pro Einschaltzyklus bei maximal 10–12 Schaltzyklen am Tag. Läuft die Anlage in diesen stabilen Phasen, arbeitet sie am effizientesten, verbraucht am wenigsten Strom und schont die verbauten Komponenten vor vorzeitigem Verschleiß.
Warum? Sobald das Haus Wärme benötigt, schaltet sich die Wärmepumpe ein und arbeitet mit voller Leistung, bis die gewünschte Vorlauftemperatur erreicht ist. Danach schaltet sie sich wieder ab. Sinkt die Temperatur im Heizsystem unter ein bestimmtes Niveau, startet dieser Zyklus von Neuem.
Die wichtigsten Kennzahlen zur Wärmepumpen-Laufzeit im Überblick:
- Ideale Laufzeit: Das Gerät sollte nach dem Einschalten mindestens 60 Minuten am Stück laufen.
- Optimale Schalthäufigkeit: Maximal 10- bis 12-mal innerhalb von 24 Stunden sollte sich die Wärmepumpe ein- und ausschalten.
- Kritischer Bereich (Takten): Liegen die Intervalle zwischen Start und Stopp unter 15 Minuten, spricht man von „Takten“. Dies führt zu einem stark erhöhten Stromverbrauch und verkürzt die Lebensdauer des Kompressors massiv.
Wie wichtig ist die richtige Dimensionierung für die Laufzeit der Wärmepumpe?
Durch die richtige Dimensionierung kann häufiges Ein- und Ausschalten (Takten) verhindert werden. Dabei sollte die Größe zwar knapp, aber dennoch ausreichend bemessen werden. Dadurch ist die Wärmepumpe so dimensioniert, dass sie eine konstante Temperatur aufrechterhält, anstatt das Wasser immer wieder neu aufzuheizen.
Ist die Wärmepumpe zu groß dimensioniert, deckt sie innerhalb kurzer Zeit den Wärmebedarf des Hauses ab. Das führt zu unregelmäßigen und kurzen Laufzeiten. Sind die Betriebsintervalle zu kurz, gerät die Wärmepumpe ins sogenannte Takten.
Deswegen ist es besonders wichtig, die Leistung und Größe einer Wärmepumpe genau zu berechnen. Dabei wird die Leistung der Wärmepumpe möglichst genau an den Wärmebedarf des Gebäudes angepasst.
Gut zu wissen: Bei thermondo führen wir vor jeder Wärmepumpen-Installation eine raumweise Heizlastberechnung (nach DIN EN 12831) durch. So können wir die optimale Leistung und Größe für Ihre Wärmepumpe bestimmen.
Wärmepumpe Laufzeit pro Tag: Was bedeutet Takten?
Takten bedeutet, dass sich der Verdichter der Wärmepumpe innerhalb kurzer Zeitabstände häufig hintereinander aus- und wieder einschaltet. Problematisch wird es, wenn die Taktung weniger als 15 Minuten beträgt.
Warum taktet die Wärmepumpe?
Wird es im Haus zu schnell zu warm, schaltet sich die Wärmepumpe nach kurzer Zeit ab. Sinkt die Raumtemperatur wieder, muss sich das Gerät erneut anschalten. Passiert dies zu häufig am Tag, gerät die Wärmepumpe „ins Takten“.
Darum kann die Wärmepumpe ins Takten geraten:
- Dimensionierung zu groß: Ist die Leistung der Wärmepumpe zu hoch ausgelegt, erreicht sie zu schnell die gewünschte Soll-Temperatur. Fällt die Temperatur, muss die Wärmepumpe direkt wieder anspringen.
- Milde Temperaturen: Vor allem im Frühling und Herbst erreicht die Wärmepumpe an milden Tagen schnell die Soll-Temperatur und schaltet sich häufiger an und wieder aus.
Warum ist häufiges Takten ein Problem?
Gerät die Wärmepumpe zu oft ins Takten, wird es teuer. Durch das häufige An- und Ausschalten steigt in erster Linie der Stromverbrauch der Wärmepumpe.
Auch langfristig gesehen, sorgt häufiges Takten für einen hohen Verschleiß. Das reduziert die Lebensdauer der Wärmepumpe. Vor allem der Verdichter verursacht dabei einen enormen finanziellen Schaden, sollte er frühzeitig kaputtgehen.
Das erklärt auch Lucas Wotzka, Wärmepumpen-Experte von thermondo, in unserem Video zur technischen Feinplanung:
Ist die Wärmepumpe zu groß, ist sie mit dem Heizen unterfordert. Das führt zum sogenannten Takten. Das bedeutet, dass bei milden Außentemperaturen die Wärmepumpe ständig ein- und ausschaltet. Das führt zu einem hohen Verbrauch und auch zu einem schnelleren Verschleiß.
Ist die Wärmepumpe zu groß, ist sie mit dem Heizen unterfordert. Das führt zum sogenannten Takten. Das bedeutet, dass bei milden Außentemperaturen die Wärmepumpe ständig ein- und ausschaltet. Das führt zu einem hohen Verbrauch und auch zu einem schnelleren Verschleiß.
Lohnt sich mit der Wärmepumpe eine Nachtabsenkung?
Eine Nachtabsenkung ist bei einer Wärmepumpe anders als bspw. bei einer Gasheizung nicht sinnvoll. Schaltet man die Wärmepumpe nachts ab, muss das Heizsystem morgens schnell wieder warm werden. Dies benötigt viel Strom und kann die Einsparungen durch die Nachtabsenkung der Wärmepumpe sogar übertreffen.
Kurz erklärt: Wärmepumpen sind träge Heizsysteme. Das bedeutet, je länger sie am Stück laufen, desto energiesparender heizen sie. Daher sollte die Wärmepumpe auch über Nacht weiterlaufen und nicht ausgeschaltet werden.
thermondo Tipp: Mit einem Energiemanager wie thermondo smart können Sie einstellen, dass die Heizkurve für die Nachstunden abgesenkt wird. Dadurch kühlt das Gebäude nicht aus und Sie sparen mit der Wärmepumpe auch ohne Nachtabsenkung Energie.
Gut zu wissen: Einige Wärmepumpen-Modelle verfügen über einen sogenannten Lärmschutz-Modus. Dabei wird über einen bestimmten Zeitraum die maximale Leistung gedrosselt, wodurch auch die Lautstärke der Wärmepumpe sinkt.
Dies kann in manchen Wohngebieten notwendig sein, um die Lautstärkevorgaben für die Nacht einzuhalten. An sehr kalten Tagen ist es möglich, dass die Temperatur im Haus etwas absinkt – ähnlich wie bei einer Nachtabsenkung.
Der Zeitraum für den Lärmschutz-Modus kann in der Regel individuell eingestellt werden, wobei sich die klassischen Ruhezeiten von 22 bis 6 Uhr anbieten. Die Wärmepumpe fährt dann automatisch in den Lärmschutz-Modus.
Fazit: Richtig dimensionierte Wärmepumpe senkt Heizkosten nachhaltig
Wurde Ihre Wärmepumpe von einem Fachbetrieb korrekt dimensioniert, können Sie im Vergleich zu einem fossilen Heizsystem bis zu 45 % Heizkosten sparen.
Gut zu wissen: Mit der Wärmepumpe können Sie im Einfamilienhaus rund 800 € pro Jahr gegenüber einer Gasheizung sparen. Bei maximal 80 % Förderung unterscheiden sich die Anschaffungskosten der Wärmepumpe kaum von denen der Gasheizung.
Dennoch heizen in Deutschland immer noch zwei Drittel aller Eigenheimbesitzer mit fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl. Mit der Wärmepumpe können Sie nicht nur langfristig Ihre Heizkosten reduzieren, sondern auch Ihre CO₂-Emissionen senken.
Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung sind die wichtigsten Faktoren, um den CO₂-Ausstoß zu reduzieren, die Energieeffizienz des Gebäudes und die Heizart.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Laufzeit von Wärmepumpen
Mit thermondo zur Wärmepumpe wechseln
Nach über 15.000 installierten Wärmepumpen wissen wir genau, worauf es ankommt – auch im Altbau. Daher machen wir Ihnen den Umstieg so leicht wie möglich. Im Rahmen unseres Komplettpakets erhalten Sie von der Planung bis zur Installation inkl. der Entsorgung Ihrer alten Heizung alles aus einer Hand.
Gut zu wissen: Unsere fest angestellten Teams und ausgewählte Partner trainieren in unserer thermondo Akademie jeden Handgriff an echten Wärmepumpen. So sichern wir die hohe Qualität unserer Installationen und gewährleisten, dass alle nach unserem thermondo-Standard arbeiten.
Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und wir rufen Sie schnellstmöglich zurück, um einen Beratungstermin bei Ihnen zu Hause oder per Telefon zu vereinbaren.
Luisa ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Photovoltaik, Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.