Wer umweltfreundlich heizt, schont nicht nur das Klima, sondern entlastet auch den eigenen Geldbeutel. Moderne Heizsysteme arbeiten effizient und punkten durch hohe staatliche Fördergelder. Zwei Möglichkeiten zum klimafreundlichen Heizen bieten die Wärmepumpe und die Brennstoffzellenheizung. Doch welches System eignet sich besser für Ihr Eigenheim? Wir machen den Vergleich.

Aktuelle Änderung der Förderung

Bitte beachten Sie, dass das BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) die Heizungsförderung im Rahmen des BEG (Bundesförderung für Effiziente Gebäude) kurzfristig zum 15. August ändert. Angesichts der knapperen zur Verfügung stehenden Mittel konzentriert sich das BMWK jetzt vor allem auf den Gebäudebestand und will die staatliche Förderung auf mehr Haushalte verteilen.

Daraus ergeben sich u. a. folgende Änderungen:

  • Gasheizungen sind nicht länger förderfähig, damit erhalten auch Gashybridheizungen (z. B. mit Solarthermie) keine Förderung mehr.
  • Geänderte Fördersätze für Wärmepumpen: Wärmepumpen werden maximal bis zu 40 % gefördert, wenn Sie von einer Öl-Heizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gasheizung umsteigen und den Wärmepumpenbonus erhalten.
  • Der Bonus von 5 %, sofern der Heizungswechsel im Rahmen eines iSFP (individuellen Sanierungsfahrplan) stattfindet, entfällt.

Mit dem Fördermittelservice von thermondo erhalten Sie weiterhin das Maximum an möglicher Förderung für Ihren Heizungswechsel.

Lesen Sie hier mehr zur Förderung.
(Die Bekanntmachung (BAnz AT 27.07.2022 B1) des BMWK finden Sie im Bundesanzeiger hier.)

Die Wärmepumpe kommt quasi ohne Emissionen aus, da sie Umweltenergie nutzt, um damit Heizenergie zu produzieren. Zwar benötigt sie Strom für den Betrieb, mit Ökostrom heizt sie jedoch komplett CO2-neutral. Die Umweltenergie bezieht die Wärmepumpenheizung aus der Luft, dem Wasser oder der Erde. Entsprechend unterschiedlich fallen die Systeme aus.

Während die Luft-Wasser-Wärmepumpe die Wärmeenergie aus der Außen- bzw. Umgebungsluft bezieht, greift die Erdwärmepumpe die in der Erde gespeicherte Wärme auf. Eine Wasserwärmepumpe hingegen kann den im Grundwasser vorhandenen Wärmevorrat für das Heizen nutzen.

Unabhängig von der Art der Wärmepumpe ist die Funktionsweise gleich. Über eine Sonde wird Wärmeenergie an ein Trägermedium, vornehmlich Wasser, übertragen. Dieses Trägermedium fließt zu einem Kondensator mit Kältemittel. Dieses verdampft und setzt dabei Wärme frei. Über einen Wärmetauscher wird Wasser erwärmt, das in die Heizungsanlage oder in einen Pufferspeicher gepumpt wird. Nachdem das Kältemittel sich abgekühlt und kondensiert hat, fließt es zurück und der Wärmekreislauf beginnt von vorn.

Eine Brennstoffzellenheizung besteht vor allem aus einer Brennstoffzelle, die Wasserstoff in seine Bestandteile Wasser und Sauerstoff trennt. Durch diese Trennung entstehen Wärme und Strom. Bis flächendeckend Wasserstoff über ein Leitungssystem in Haushalten verfügbar ist, wandelt die Brennstoffzellenheizung zunächst Erdgas in einem sogenannten „Reformator“ mithilfe von Wasserdampf in Wasserstoff um.

Die von der Brennstoffzelle erzeugte Wärme gelangt über einen Wärmetauscher ins Heizsystem des Gebäudes. Der Strom kann direkt im Gebäude genutzt werden. Überschüssig selbst erzeugter Strom lässt sich in das öffentliche Stromnetz einspeisen.

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Wer sich für eine Wärmepumpe entscheidet, kann von vielen Vorteilen beim Heizen mit Umweltwärme profitieren:

  • Heizen ohne Emissionen
  • Unabhängig ggü. steigenden Preisen für Gas oder Öl
  • Kein Schornstein notwendig
  • Wartungsarmes Heizsystem
  • Nutzung von kostenloser Umweltwärme
  • Hohe Energieeffizienz
  • Hohe BEG Förderung bis zu 50 Prozent

Wärmepumpen arbeiten am effizientesten, wenn sie mit größeren Heizkörpern oder einer Flächenheizung in einem gut wärmegedämmten Gebäude eingesetzt werden. Denn je geringer die Vorlauftemperatur des Heizsystems und je weniger Heizlast erforderlich ist, desto weniger Strom wird für die Arbeit des Kondensators benötigt.

Wärmepumpen mit Erdsonde arbeiten in der kalten Jahreszeit effizienter, weil sie sich von einer konstanten Wärmequelle speisen. Luft-Wärmepumpen benötigen an kalten Tagen etwas mehr Energie, um die Umweltwärme auf ein höheres Wärmelevel zu bringen. Durch ihre einfache Installation und den daraus resultierenden geringeren Kosten sind Luft-Wasser-Wärmepumpen jedoch die gängigsten Wärmepumpen im privaten Bereich.

Die Brennstoffzellenheizung, auch „Wasserstoffheizung“ genannt, hat viele Vorzüge, die hier kurz aufgeführt werden:

  • Erzeugt Strom und Wärme
  • Läuft sehr geräuscharm
  • Geringer Platzbedarf
  • Wartungsarmes Heizsystem
  • Hohe staatliche Förderung bis 40 Prozent

Mit einer Brennstoffzelle nutzen Sie nicht nur ein komfortables Heizgerät, sondern Sie können sich durch die eigene Stromproduktion unabhängiger von Stromanbietern machen. Trotz der Abgabe für den selbst produzierten Strom ist Ihr eigener Strom deutlich günstiger. Außerdem können Sie bei nicht benötigter Energie von einer Einspeisevergütung profitieren, wenn Sie die staatliche Förderung nicht in Anspruch genommen haben

Moderne Wärmepumpen sind in Neubauten, aber auch in Altbauten gut einsetzbar. Im Privatbereich werden Sie vor allem in Ein- oder Zweifamilienhäuser eingesetzt. Dabei sind sie als alleiniges Heizsystem vollkommen ausreichend, ein Hybridsystem aus bspw. Wärmepumpe und Gasheizung ist nicht notwendig. Vor dem Einsatz ist es sinnvoll, den energetischen Zustand des Hauses von einem Fachmann prüfen zu lassen. Falls eine Optimierung nötig sein sollte, besteht diese oftmals aus dem Einsatz neuer Türen und Fenster, die eine bessere Dämmung aufweisen. Wenn die aktuellen Heizkörper zu klein für das effiziente Heizen mit Wärmepumpe sind, können diese gegen größere ausgetauscht werden. Mit der thermondo Wärmepumpe können schon heute bis zu sechs Millionen Bestandsbauten effizient heizen.

Durch die konstanteren Temperaturen in der Erde und dem Grundwasser sind Erd-Wärmepumpen oder Wasser-Wärmepumpen etwas effizienter. Dafür ist ihre Installation aufwändiger und sehr teuer, da entweder Erdsonden verlegt werden müssen, eine Grundwasseranalyse durchgeführt werden muss oder eine Bohrung für die Tiefensonde erforderlich ist. Solche Wärmepumpen sind im Privatbereich eher selten anzufinden und nur für Hausbesitzer geeignet, die eine ausreichend große Gartenfläche für die Erdsonden zur Verfügung stellen können oder deren Grundstück eine Tiefenbohrung ermöglicht. Vor einer Bohrung muss deshalb unbedingt das zuständige Bergbauamt hinzugezogen werden. Für die Bauarbeitern sollten ca. 8 Monate eingeplant werden.

Für Luft-Wasser-Wärmepumpen sind keine Genehmigungen oder Bauarbeiten erforderlich. Sie werden meist außerhalb des Hauses aufgestellt und können binnen weniger Tage installiert werden. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten sehr effizient und können ein Eigenheim auch bei starken Minusgraden problemlos mit ausreichend Wärme und Warmwasser versorgen.

Übrigens: Wird in einem Gebäude bereits eine Photovoltaik-Anlage eingesetzt, kann diese umweltfreundlichen Strom für die Wärmepumpe bereitstellen.

Für den Betrieb einer Brennstoffzellenheizung wird zunächst ein Gasanschluss benötigt. Nachteil daran ist, dass Brennstoffzellenheizungen für ihren Betrieb trotz alledem Gas benötigen und nicht unabhängig ggü. steigenden Gaspreisen sind. Dies schmälert das Argument der autarken Energiegewinnung etwas.

Dank der kompakten Bauweise und der hohen Leistung eignen sich Wasserstoffheizungen für die Wärme- und Stromversorgung von Einfamilien- oder Doppelhäusern mit konstantem und hohen Energiebedarf. Eine Rolle spielt dabei auch der energetische Zustand des Hauses, den sie vor Einbau des Systems prüfen lassen sollten. Brennstoffzellenheizungen weisen eine besonders hohe Stromkennzahl auf, daher kommen sie bei gleicher Laufzeit auf den doppelten Ertrag eines Blockheizkraftwerks (BHKW).

Doch nur durch eine kontinuierliche Wärmeproduktion kann das System Strom erzeugen. Brennstoffzellenheizungen sind daher nur dann wirklich sinnvoll, wenn der erzeugte Strom auch selbst verbraucht wird. Der zu viel produzierte Strom kann unter Umständen zwar in das Stromnetz eingespeist und wieder verkauft werden, jedoch erhält man dafür nur etwa ein Drittel des üblichen Strompreises. Für Wohnungen oder kleine Haushalte ist die Brennstoffzelle daher weniger geeignet.

Die Gesamtkosten für eine Brennstoffzellenheizung liegen inkl. Installation bei etwa 30.000 bis 35.000 Euro. Die Förderung erfolgt über das Programm KfW 433 und kann dabei maximal 40 Prozent der förderfähigen Kosten betragen. Diese erfolgt zweistufig und enthält einen Grundbetrag von 6.800 Euro. Ergänzt wird dieser durch einen leistungsabhängigen Betrag, bei dem 550 Euro je angefangener 100 Watt elektrischer Leistung gezahlt wird. Mit der Viessmann Vitovalor Pt 2, die wir Ihnen bei thermondo anbieten, kommen Sie so auf eine Fördersumme von 11.200 Euro. Seit dem 1. Februar 2021 müssen Verbraucher sich entscheiden, ob sie das Förderprogramm der KfW oder die Einspeisevergütung für den Strom in Anspruch nehmen wollen. Eine Kombination ist seitdem nicht mehr möglich. Die Betriebskosten für eine Brennstoffzellenheizung liegen für ein Einfamilienhaus bei ca. 1.500 Euro. Die Wartung ist bei Nutzung der Förderung verpflichtend und beträgt ca. 400 bis 700 Euro jährlich.

Die Kosten für eine Wärmepumpe unterscheiden sich je nach Art. Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpen sollten Sie inkl. Installation mit 30.000 bis 35.000 Euro rechnen. Erd- und Wasser-Wärmepumpen liegen durch ihren hohen Installationsaufwand bei ca. 40.000 bis 45.000 Euro. Die Förderung für Wärmepumpen ist einheitlich gestaltet und kann bis zu 50 Prozent betragen. So erhalten Sie seitens des BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) bereits 35 Prozent der Investitionskosten für die Anschaffung einer Wärmepumpe zurück. Wenn Sie Ihre alte Ölheizung gegen eine Wärmepumpe tauschen, sind es sogar 45 Prozent. Bei Vorlage eines individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erhalten Sie noch einmal 5 Prozentpunkte dazu und kommen so auf maximal 50 Prozent Zuschuss. Für ein Einfamilienhaus sollten Sie rund 1.500 bis 2.500 Euro Stromkosten jährlich für die Nutzung der Wärmepumpe einkalkulieren. Verringern können Sie diese durch die Nutzung eines speziellen Stromtarifs für Wärmepumpen.

Beide Systeme punkten durch ihre umweltfreundliche Art der Energiegewinnung. Die Wärmepumpe kommt dabei gänzlich ohne Emissionen aus – wenn Sie Ökostrom für den Betrieb nutzen, heizen Sie sogar komplett CO2-neutral. Das Heizen mit ihr ist nicht an besondere Vorgaben geknüpft, sondern an die individuellen Bedürfnisse eines jeden Eigenheimbesitzers angepasst. Durch den großen Technologievorsprung heizen Wärmepumpen auch in Altbauten mittlerweile sehr effizient und können dort problemlos als alleiniges Heizsystem genutzt werden.

Brennstoffzellenheizungen benötigen einen permanent hohen Wärmebedarf, um Strom erzeugen zu können. Sie sind nur dann wirklich wirtschaftlich, wenn der erzeugte Strom für den Eigenverbrauch genutzt wird. Zudem benötigen sie Gas für ihren Betrieb, was die Abhängigkeit ggü. fossilen Brennstoffen aufrechterhält. Bei einem hohem und konstanten Maß an Wärme- und Stromverbrauch kann eine Brennstoffzellenheizung jedoch durchaus lohnenswert sein.

Für beide Systeme empfiehlt es sich, den energetischen Zustand des Hauses vorab prüfen von einem Fachmann prüfen zu lassen. So kann das jeweilige System effizient und sparsam arbeiten.

Unabhängig davon, welches Heizsystem später realisiert werden soll: Nutzen Sie die Beratungskompetenz der Heizungsexperten von thermondo. Gemeinsam können Sie entscheiden, ob die Brennstoffzelle oder die Wärmepumpe die bessere Lösung für Ihren Heizkomfort und Ihr Gebäude ist. Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und erhalten Sie Ihr Festpreisangebot. Beide Heizsysteme erhalten Sie bei uns im Komplettpaket, d. h. wir übernehmen alle Schritte des Heizungswechsels, während Sie sich zurücklehnen können. Auch um die Entsorgung der alten Heizung müssen Sie sich nicht kümmern, diese ist, wie auch jegliche Kommunikation und Planung mit externen Stellen, Teil unserer Komplettleistung.

Wärmepumpe von thermondo: Effizient heizen und Kosten senken
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Franziska Reiche Franziska ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Heizsysteme, Heizungsförderung und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.