Der Bau eines Fundaments für die Wärmepumpe legt den Grundstein bei der Wärmepumpen-Installation. Hier erfahren Sie, warum ein Fundament für Wärmepumpen wichtig ist, wie die Bauarbeiten ablaufen und was Sie bei der Wahl des Standorts beachten müssen.

Welche Funktion hat ein Fundament für Wärmepumpen?

Wird eine Wärmepumpe im Außenbereich des Hauses installiert, ist der Bau eines Betonfundaments für die Wärmepumpe erforderlich. Dafür müssen am Aufstellort zunächst die Beschaffenheit und Traglast des Bodens beachtet werden. Ein sicherer Stand und die waagerechte Ausrichtung der Wärmepumpe wird durch das Fundament sichergestellt.

Ob ein Fundament für eine Wärmepumpe notwendig ist, hängt vor allem von Gewicht und Größe des Geräts in Kombination mit der Beschaffenheit des Bodens ab. Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen, die meist als Monoblock-Variante außerhalb des Gebäudes aufgestellt werden, ist in der Regel ein Fundament unerlässlich. Da sich bei dieser Bauweise alle Komponenten der Wärmepumpe in einem Gerät befinden, können diese Modelle bis zu 200 kg oder mehr wiegen.

Für die Installation einer Split-Wärmepumpe ist nicht immer ein Fundament erforderlich. Bei dieser Bauweise sind die Komponenten auf zwei Geräte aufgeteilt. Daher ist das Gewicht der Außeneinheit deutlich geringer als bei der Monoblock-Variante und die Geräte wiegen häufig unter 100 kg. Stabile Untergründe wie Bodenplatten oder Pflastersteine sind in diesem Fall ausreichend.

Fundament Wärmepumpe: Darauf sollten Sie bei der Wahl des Standorts achten

Wie bereits erwähnt, werden Luft-Wasser-Wärmepumpen in den meisten Fällen außerhalb des Hauses aufgestellt. Dort muss auch das Fundament platziert werden. Um die Leitungen für den Vor- und Rücklauf des Heizungswassers möglichst kurzzuhalten, sollte das Fundament für die Wärmepumpe nah am Haus platziert werden. Dabei darf das Gerät jedoch nicht zu nah an der Wand stehen, damit eine ausreichende Luftzufuhr gewährleistet ist.

Beim Aufstellort der Wärmepumpe muss neben dem Abstand zur Hauswand auch die Mindestentfernung zu den benachbarten Grundstücksgrenzen beachtet werden. Diese darf in den meisten Bundesländern 2,5 bzw. 3 Meter nicht unterschreiten. In einigen Bundesländern wurden die strengen Abstandsregeln jedoch gelockert und von der Lautstärke der Wärmepumpe abhängig gemacht. In der „Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm“ – kurz TA Lärm – sind Grenzwerte für die Lautstärke außenstehender Geräte geregelt. Wichtig ist dabei jedoch nicht die tatsächliche Lautstärke der Wärmepumpe, sondern wie viel Dezibel beim Nachbarn ankommen. Daher sollte vor dem Bau des Fundaments der Wärmepumpe am Standort eine Schallpegelberechnung durchgeführt werden.

Gut zu wissen: Entscheiden Sie sich für die Luft-Wasser-Wärmepumpe von thermondo, ist eine Schallpegelberechnung am Aufstellort bereits in unserem Komplettpaket enthalten.

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Fundament Wärmepumpe: Ablauf der Bauarbeiten

Bei der Errichtung eines Fundaments für Wärmepumpen ist das sogenannte Streifenfundament gängig. Dabei werden zwei schmale Streifen auf der rechten und linken Seite im Boden verlegt, auf denen die Wärmepumpe später stehen wird. Folgende Schritte werden dabei durchgeführt:

  1. Mess- und Aushubarbeiten: Bevor das Fundament für die Wärmepumpe errichtet wird, muss zunächst der Standort ausgemessen und die Baugrube ausgehoben werden. Dabei sollte die Grube größer als das eigentliche Fundament sein und die Tiefe unter der Frostgrenze liegen. Dies ist von Region zu Region unterschiedlich und kann bis zu 1,20 Meter betragen.
  2. Errichten & Füllen der Schalungssteine: Die sogenannten Schalungssteine enthalten im Inneren eine oder mehrere Öffnungen und bilden die Umrandung des Betonfundaments. Sie werden als zwei ca. 40 cm lange und 13 cm breite Streifen an der rechten und linken Seite der Baugrube im Boden errichtet, die bis zu 20 cm aus der Baugrube herausragen. Dabei ist eine waagerechte Platzierung der Steine elementar, damit die Wärmepumpe später einwandfrei ausgerichtet werden kann. Im Anschluss werden die hohlen Steine mit Beton gefüllt.
  3. Auffüllen der Baugrube mit Kies: Zuletzt wird die Baugrube mit Kies aufgefüllt. Üblicherweise reicht dies aus, um ein problemloses Ablaufen des Kondenswassers zu gewährleisten. Zusätzlich kann auch ein Sickerschacht verlegt werden, durch den das Wasser ins Erdreich geführt wird.

Hauseinführung beim Bau des Fundaments für Wärmepumpen

Im Rahmen der Tiefbauarbeiten werden zusätzlich zur Errichtung des Fundaments gleichzeitig auch die Hauseinführungen verlegt. Mit sogenannten Kernlochbohrungen wird die Gebäudehülle durchbrochen, um die Rohre für den Heizungsvor- und Heizungsrücklauf sowie die Elektroleitungen verlegen zu können.

Bei der oberirdischen Hauseinführung werden lediglich Löcher durch die Hauswand gebohrt. Bei dieser Variante führen die Rohre direkt z. B. vom Heizungsraum im Erdgeschoss nach Außen zur Wärmepumpe. Wird eine unterirdische Hauseinführung installiert, müssen die Rohre unter der Erde verlegt werden. Diese führen dann unterirdisch in die Baugrube und verlaufen aus dem Boden heraus zur Wärmepumpe. Diese Variante wird angewandt, wenn sich z. B. der Heizungsraum im Kellergeschoss befindet.

Fundament für Wärmepumpen mit oberirdischer und unterirdischer Hauseinführung

Fundament Wärmepumpe: Diese Kosten kommen auf Sie zu

Möchten Sie das Fundament für die Wärmepumpe selbst errichten, fallen vor allem Kosten für Steine, Beton und Kies an. Die Kosten sind von der Größe und Tiefe des Fundaments abhängig bzw. je nachdem, wie viel Material benötigt wird und können 150 Euro bis 400 Euro betragen. Hinzu kommen noch die Kosten für die Hauseinführung und die Verlegung der Rohre. Diese sollten Sie jedoch am besten von einem Fachbetrieb durchführen lassen.

Lassen Sie das Fundament für die Wärmepumpe von einem Tiefbaubetrieb errichten, müssen Sie mit Kosten von bis zu 600 Euro rechnen. Zudem übernimmt der Fachmann in der Regel ebenfalls die Verlegung der Heizungsrohre sowie die Kernbohrung für die Hauseinführung. Dann kommen weitere Kosten abhängig von der Länge der Leitungen, auf Sie zu.

Hinweis: Bei thermondo ist der Fundamentbau inkl. der Hauseinführungen im Komplettpaket der Luft-Wasser-Wärmepumpe enthalten. Es fallen für Sie keine zusätzlichen Kosten für den Tiefbau an.

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Luisa, Expertin für Photovoltaik Luisa ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Photovoltaik, Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.