- Was kostet eine Fußbodenheizung?
- Was kostet eine Fußbodenheizung im Neubau?
- Was kostet eine Fußbodenheizung im Altbau?
- Gibt es für die Fußbodenheizung eine Förderung?
- Wie hoch sind die Betriebskosten einer Fußbodenheizung?
- Was kostet mich die Wartung der Fußbodenheizung?
- Fazit: Lohnt sich die Fußbodenheizung für mich?
- FAQ - Häufig gestellte Fragen
- Luft-Wasser-Wärmepumpe von thermondo im Komplettpaket
Was kostet eine Fußbodenheizung?
Im Neubau kostet die Installation einer Fußbodenheizung zwischen 50 und 110 € pro Quadratmeter. Das Nachrüsten einer Fußbodenheizung im Altbau ist mit 60 bis 135 € pro Quadratmeter teurer. Diese Preise beziehen sich auf wasserführende Systeme, die an eine Heizungsanlage angeschlossen werden können. Elektrische Fußbodenheizungen sind in der Anschaffung sowohl im Neu- als auch im Bestandsbau günstiger und kosten zwischen 20 und 70 € pro Quadratmeter.
Da Materialbedarf und Arbeitszeit direkt von der Raumgröße abhängen, ist der Quadratmeterpreis die gängige Kalkulationsbasis. Die Gesamtkosten einer Fußbodenheizung variieren stark, da es verschiedene Systeme gibt, die mehr oder weniger aufwendig sind. Generell liegen die Anschaffungskosten etwa 20 - 30 % über denen einer konventionellen Heizungsanlage mit Heizkörpern. Das kann sich aber lohnen, da eine Fußbodenheizung das Heizsystem effizienter macht und so die Betriebskosten senkt.
Was beeinflusst die Kosten einer Fußbodenheizung?
Die Anschaffungs- und Installationskosten einer Fußbodenheizung werden hauptsächlich von 4 Faktoren bestimmt:
Bauart/Systemtyp: Der Preis der Fußbodenheizung wird in erster Linie von der Art des Systems bestimmt. Trockensysteme zählen zu den teuersten Varianten, gefolgt von Nasssystemen. Elektrische Systeme sind zwar in der Anschaffung am günstigsten, zeichnen sich jedoch durch hohe Betriebskosten aus.
Fläche: Die Gesamtkosten einer Fußbodenheizung sind natürlich auch von der zu verlegenden Fläche abhängig. Größere Flächen bedeuten mehr Material sowie Arbeitszeit und sind demnach teurer.
Installation im Neubau oder Altbau: Wird eine Fußbodenheizung im Bestandsbau nachgerüstet, fallen die Kosten im Vergleich zum Neubau meist höher aus. Ein Grund sind die umfangreicheren Vorarbeiten, weil bspw. der Bodenbelag sowie alter Estrich entfernt und der Boden aufgestemmt werden müssen, bevor der neue Estrich und die Heizleitungen verlegt werden.
Regeltechnik: Wird die Fußbodenheizung mit anderen Wärmeerzeugern kombiniert, können die Kosten steigen, weil komplexere Regeltechnik eingesetzt werden muss.
Was kostet eine Fußbodenheizung im Neubau?
Im Neubau liegen die Kosten für eine Fußbodenheizung zwischen 50 und 110 € pro Quadratmeter. Diese Preise beziehen sich auf wassergeführte Nass- und Trockensysteme. Elektrische Fußbodenheizungen sind mit 20 bis 40 € pro Quadratmeter günstiger in der Anschaffung.
Kosten einer Fußbodenheizung im Neubau im Detail
Je nach Fußbodenheizungssystem ergeben sich die folgenden Preise für einen Neubau mit einer Wohnfläche von 120 m²:
| Systemtyp | Kosten inkl. Montage (pro m²) | Beispiel (120 m² Wohnfläche) |
|---|---|---|
| Nasssystem (Standard im Neubau) | ca. 50 - 90 € | 6.000 - 10.800 € |
| Trockensystem | ca. 80 - 110 € | 9.600 - 13.200 € |
| Elektr. Fußbodenheizung | ca. 20 - 40 € | 2.400 - 6.000 € |
Gut zu wissen: Nasssysteme, die in Estrich eingegossen werden, sind hier die Standard-Lösung. In Neubauten wird der Estrich beim Bodenaufbau ohnehin gegossen. Dabei lassen sich die Heizrohre kostengünstig und unkompliziert integrieren.
Was kostet eine Fußbodenheizung im Altbau?
Beim Nachrüsten einer Fußbodenheizung im Altbau müssen Sie mit Kosten von 60 bis 135 € pro Quadratmeter rechnen. Das entspricht einem Aufschlag von etwa 30 % gegenüber dem Neubau, da zusätzliche Vorarbeiten anfallen.
Auch hier sind die Anschaffungskosten elektrischer Fußbodenheizungen mit 40 - 70 € pro Quadratmeter deutlich niedriger.
Kosten einer Fußbodenheizung im Altbau im Detail
Ausgehend von einem Bestandsbau mit einer Wohnfläche von 120 m² ergeben sich je nach System die folgenden Kosten:
| Systemtyp | Kosten inkl. Montage (pro m²) | Beispiel (120 m² Wohnfläche) |
|---|---|---|
| Nasssystem | ca. 60 - 120 € | 7.200 - 14.400 € |
| Trockensystem | ca. 90 - 135 € | 10.800 - 16.200 € |
| Elektr. Fußbodenheizung | ca. 40 - 70 € | 4.800 - 8.400 € |
Nasssysteme im Altbau nachzurüsten, erfordert viel baulichen Aufwand und ist deshalb auch mit hohen Installationskosten verbunden. Daher empfiehlt sich das Nachrüsten von Nasssystemen im Bestand nur, falls Sie ohnehin eine umfassende energetische Sanierung planen. Ansonsten ist diese Variante im Bestand oft unwirtschaftlich.
Trockensysteme sind die häufigste Wahl zur Installation im Altbau. Sie sind einfacher nachzurüsten als Nasssysteme, da kein alter Bodenbelag entfernt und neuer Estrich gegossen werden muss. Allerdings heizen Trockensysteme weniger effizient, da ihr Material eine geringere Wärmespeicherkapazität aufweist als das von Nasssystemen. Außerdem kann es durch die nicht vollständige Einbettung in Estrich zu Lufteinschlüssen und somit zu Wärmeübertragungsverlusten kommen.
Elektrische Fußbodenheizungen punkten zwar durch niedrige Installationskosten, allerdings verursachen sie sehr hohe Betriebskosten. Vor allem in schlecht gedämmten Gebäuden.
Gibt es für die Fußbodenheizung eine Förderung?
Ja, der Einbau einer Fußbodenheizung kann indirekt über Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen staatlich gefördert werden, sofern er die Energieeffizienz des Gebäudes steigert. Dabei gibt es folgende Möglichkeiten:
- Heizungsoptimierung: Die Anschaffung einer Fußbodenheizung kann mit 15 - 20 % gem. der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst werden, da Flächenheizungen die Effizienz des Heizsystems steigern. Den Zuschuss von 20 % erhalten Sie, wenn der Einbau im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans durch einen Energieberater stattfindet. Pro Wohneinheit ist der Förderungsbetrag auf maximal 60.000 € begrenzt.
- Wechsel zur Wärmepumpe: Tauschen Sie Ihre alte fossile Heizung gegen eine Wärmepumpe aus, können Sie von der staatlichen Förderung für Heizungen von bis zu 70 % profitieren. Diese schließt energetische Sanierungsmaßnahmen wie die Installation einer Fußbodenheizung als „Umfeldmaßnahme“ mit ein.
- KfW-Kredit Nr. 261: Die KfW bietet zinsgünstige Kredite mit hohen Tilgungszuschüssen für energieeffiziente Sanierungen an. Auch die Installation von Fußbodenheizungen gehört dazu. Die Höhe des Zuschusses ist von der nach der Sanierung erreichten Effizienzhaus-Stufe abhängig.
Wie hoch sind die Betriebskosten einer Fußbodenheizung?
Die Betriebskosten Ihrer Heizung sind mit einer Fußbodenheizung durchschnittlich 10 bis 20 % niedriger als bei herkömmlichen Heizkörpern. Grund dafür sind die niedrigen Vorlauftemperaturen der Fußbodenheizung, die die Effizienz Ihrer Heizungsanlage erhöhen. Die genauen Betriebskosten sind von mehreren Faktoren abhängig:
- dem jeweiligen Heizsystem
- dem individuellen Wärmebedarf
- den Heizgewohnheiten
- der Effizienz der Regeltechnik
- dem energetischen Zustand des Gebäudes
Betriebskosten der Fußbodenheizung nach Heizsystem
Beispiel: Ein Vier-Personen-Haushalt benötigt in einem Gebäude rund 20.000 kWh Wärme pro Jahr.
Daraus ergeben sich je nach Heizsystem die folgenden Betriebskosten mit bzw. ohne Fußbodenheizung:
| Heizsystem | Energieträger-Preis (durchschnittlich) | Wirkungsgrad | Jährliche Kosten mit Heizkörpern | Jährliche Kosten mit Fußbodenheizung |
|---|---|---|---|---|
| Wärmepumpe | 36 ct/kWh (Strom) | 4 | ca. 1.800 € | ca. 1.620 € |
| Gasheizung | 12 ct/kWh (Erdgas) | 0,9 | ca. 2.670 € | ca. 2.400 € |
| Ölheizung | 11 ct/kWh (Heizöl) | 0,8 | ca. 2.750 € | ca. 2.480 € |
Gut zu wissen: Die jährlichen Betriebskosten ergeben sich aus Ihrem Wärmebedarf und dem Wirkungsgrad Ihres Heizsystems. Als Faustformel gilt: Mit einer Fußbodenheizung sinken die Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Heizkörpern pauschal um etwa 10 %.
Wie hoch sind die Betriebskosten einer elektrischen Fußbodenheizung?
Die jährlichen Kosten einer elektrischen Fußbodenheizung betragen durchschnittlich ca. 7.200 € bei einem Wärmebedarf von 20.000 kWh pro Jahr.
Bezüglich ihrer Anschaffungs- und Montagekosten ist sie zwar wesentlich günstiger als wassergeführte Systeme, sie verursacht jedoch erheblich höhere Betriebskosten. Grund dafür ist die 1-zu-1-Übersetzung des Stroms in Wärme. Konkret bedeutet das, dass elektrische Fußbodenheizungen eine Kilowattstunde Strom in eine Kilowattstunde Wärme umwandeln.
Zum Vergleich: Wärmepumpen wandeln eine Kilowattstunde Strom in mehrere Stunden Wärme um. Eine elektrische Fußbodenheizung ist daher bis zu fünfmal teurer als eine wassergeführte Fußbodenheizung mit Wärmepumpe.
Aus finanzieller Sicht eignen sich elektrische Fußbodenheizungen nicht als alleiniges Heizsystem. Empfehlenswert ist ihre Nutzung daher nur auf einzelnen, kleinen Flächen (z.B. im Badezimmer) oder für den temporären Gebrauch.
Was kostet mich die Wartung der Fußbodenheizung?
Die Wartungskosten einer wassergeführten Fußbodenheizung betragen je nach Aufwand im Durchschnitt zwischen 700 und 2.500 €.
Zehn Jahre nach der Anschaffung sollte die erste Wartung durchgeführt werden. Die regelmäßige Wartung durch einen Fachbetrieb ist entscheidend, um den kostensparenden und effizienten Betrieb der Anlage zu gewährleisten sowie Schäden vorzubeugen.
Die Kosten der Wartung einer Fußbodenheizung können wie folgt aufgeschlüsselt werden:
- Funktionsprüfung/Diagnose: 200 bis 250 €
Wann? Zehn Jahre nach der Anschaffung
Erklärung: Der Zustand der Anlage sowie die Funktion der wichtigsten Bauteile werden überprüft. - Entlüftung: 200 bis 250 €
Wie oft? Ca. alle zwei bis drei Jahre
Erklärung: Luftblasen aus dem Rohrsystem werden entfernt, um die effiziente Funktion der Anlage zu gewährleisten. - Durchspülen der Heizkreise: ca. 700 bis 900 €
Wie oft? Etwa alle zwei bis fünf Jahre
Erklärung: Die Rohrleitungen werden mit hohem Druck durchgespült, um mögliche Ablagerungen zu entfernen.
Elektrische Fußbodenheizungen sind vergleichsweise wartungsarm bis hin zu praktisch wartungsfrei, da sie nicht aus beweglichen Verschleißteilen bestehen.
Alle paar Jahre können Sie jedoch die folgenden Maßnahmen von einem Fachbetrieb durchführen lassen, um Störungen vorzubeugen:
- Überprüfung der Heizleiterfunktion
- Überprüfung der Regelungseinrichtungen
Fazit: Lohnt sich die Fußbodenheizung für mich?
Fußbodenheizungen sind grundsätzlich effizienter als herkömmliche Heizkörper. Vor allem in gut gedämmten Neubauten sind sie eine komfortable und kostengünstige Alternative zu Heizkörper-Heizungen. Dort sind sie besonders beliebt, da sie durch ihre geringe Vorlauftemperatur optimal mit energieeffizienten und umweltfreundlichen Heizsystemen wie der Wärmepumpe harmonieren.
Elektrische Fußbodenheizungen eignen sich aufgrund ihrer hohen Betriebskosten weder im Neu- noch im Altbau als alleiniges Heizsystem.
Ob sich die Nachrüstung einer Fußbodenheizung im Altbau lohnt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig und muss im Einzelfall entschieden werden. Dort kann die Installation einer Fußbodenheizung kostspielig sein und führt nicht immer zur gewünschten Effizienz.
Eigentümer eines Altbaus müssen dennoch nicht auf eine umweltfreundliche Heizlösung verzichten, da die Wärmepumpe auch ohne Fußbodenheizung effizient und sparsam arbeitet. Für den Betrieb einer Wärmepumpe im Altbau ist es oft nicht erforderlich, eine Fußbodenheizung nachzurüsten. In den meisten Fällen heizt sie auch mit herkömmlichen Heizkörpern effizient.
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Luft-Wasser-Wärmepumpe von thermondo im Komplettpaket
Falls Sie unsicher sind, ob eine Wärmepumpe in Ihrem Haus effizient betrieben werden kann, bieten wir Ihnen gerne eine kostenfreie und unverbindliche Beratung an. Nutzen Sie unseren Heizungsplaner, um uns einen ersten Überblick über Ihre aktuelle Situation zu geben. Anschließend werden wir Sie zeitnah kontaktieren, um einen Termin für eine persönliche Beratung zu vereinbaren.
Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.