Wie hoch ist die Explosionsgefahr bei Wärmepumpen?
Die tatsächliche Gefahr, dass Ihre Wärmepumpe explodiert, ist bei einer fachgerechten Installation extrem gering und nahezu ausgeschlossen. Es gibt klare Aufstellbedingungen und Sicherheitsbereiche, die dafür Sorge tragen, dass es selbst bei einem Schaden mit einem Propan-Leck zu keiner Explosion kommen kann.
Damit ein zündfähiges Gemisch entsteht, müsste schlagartig eine große Menge Propan in einem sehr kleinen, geschlossenen Raum entweichen. Die Außeneinheit einer Monoblock-Wärmepumpe, die in der Regel im Freien steht, ist jedoch so konstruiert, dass Gas nach außen entweichen kann. Zudem sind die Füllmengen bei Einfamilienhäusern sehr gering.
Auch der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) gibt gegenüber t-online Entwarnung: „Sofern Wärmepumpen, die mit R290 betrieben werden, fach- und sachgerecht nach Normen und Herstellerangaben installiert und betrieben werden, ist die Explosion einer entsprechenden Anlage mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen – analog zum extrem geringen Restrisiko einer Explosion im Umfeld einer Gasheizung.“
t-online, Dauerfrost und Stromausfall – Explodieren eingefrorene Wärmepumpen jetzt? (zuletzt abgerufen: 12.01.2026)
Wie kann ein Frostschaden bei einer Wärmepumpe verhindert werden?
Im laufenden Betrieb stellen Minusgrade keine Gefahr für Wärmepumpen dar, auch wenn die Außeneinheit Tag und Nacht der Witterung ausgesetzt ist. Ist das Gerät jedoch von einem längeren Stromausfall betroffen, können die Abtaumechanismen und der Heizstab nicht mehr eingesetzt werden. Dadurch kann das stehende Heizungswasser in der Außeneinheit einfrieren und einen Schaden verursachen.
Kurz erklärt: Beim Gefrieren dehnt sich das Heizungswasser aus. Die Rohre halten dem Druck nicht stand und es entstehen Risse. Dabei kann auch der Wärmetauscher beschädigt werden. Dies führt nicht nur zu einem Totalschaden des Bauteils, sondern es kann auch Kältemittel austreten.
Gut zu wissen: Eine Beschädigung des Wärmetauschers und das Entweichen des Kältemittels sind in der Regel nicht gefährlich. Die Wärmepumpen-Außenheit verfügt über Sicherheitskonzepte und ist so konstruiert, dass austretendes Propan kontrolliert abgegeben wird und nicht ins Hausinnere gelangt.
Wird die Wärmepumpe wieder ans Stromnetz angeschlossen, können Niederdruck-Wächter und Sensoren erkennen, wenn der Kältemittelkreislauf aufgrund eines Lecks drucklos ist. Die Steuerung erkennt den Fehler direkt und zeigt eine Störung an. Dadurch läuft die Anlage gar nicht erst an, um den Kompressor zu schützen.
Gut zu wissen: Im Rahmen des lang anhaltenden Stromausfalls in Berlin wurde auch die Möglichkeit, Frostschutzmittel wie bspw. Glykol dem Heizkreislauf beizumischen, diskutiert. Dies ist jedoch nicht sinnvoll, denn das Frostschutzmittel verändert die Viskosität des Wassers und reduziert so spürbar die Effizienz des Heizsystems.
Sind Wärmepumpen gefährlicher als Gasheizungen?
Nein, Wärmepumpen sind trotz Propan als Kältemittel nicht gefährlicher als Gasheizungen.
Zum Vergleich: Der Kältemittelkreislauf einer Wärmepumpe enthält zwischen 1 und 1,6 kg Propan. Zusätzlich befindet sich der Kreislauf in der Außeneinheit, die außerhalb des Hauses aufgestellt wird. Eine Gasheizung hingegen leitet bis zu 10 kg Erdgas pro Tag ins Gebäude. Tritt hier eine Leckage auf, kann sich eine große Menge Gas in Ihrem Heizungsraum ansammeln.
Das bedeutet: Keine Panik vor einer Wärmepumpe mit dem Kältemittel Propan (R290). Die modernen Heizsysteme sind – auch im Schadensfall – sicher.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Explosionsgefahr bei Wärmepumpen
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Luisa ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Photovoltaik, Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.