Das Wichtigste zur Gasbrennwerttherme in Kürze:

  • Definition und Funktion: Als Gasbrennwerttherme werden wandhängende Geräte zur reinen Warmwasserbereitung oder zur kombinierten Warmwasser- und Wärmeerzeugung bezeichnet.
  • Effizienz durch Brennwerttechnik: Die Nutzung der Abgaswärme über einen zweiten Wärmetauscher bringt Energieeinsparungen von bis zu 20 % im Vergleich zur alten Heizwerttechnik.
  • Anschaffungskosten und Installation: Eine Gasbrennwerttherme kostet im Durchschnitt zwischen 3.000 und 7.000 €, während die Gesamtkosten inklusive Installation ab 11.000 € liegen.
  • Keine staatliche Heizungsförderung: Für Gasbrennwertthermen gibt es 0 % Förderung, wohingegen Wärmepumpen bis zu 80 % Förderung erhalten und ab 8.700 € erhältlich sind.
  • Effizienz- und Kostenvergleich: Die Wärmepumpe heizt etwa 4-mal effizienter als eine Gasbrennwerttherme (Wirkungsgrad 300–500 % vs. 90 %) und spart durchschnittlich 730 € an jährlichen Betriebskosten.

Was ist eine Gasbrennwerttherme?

Als Gasbrennwerttherme werden wandhängende Geräte zur reinen Warmwasserbereitung oder zur kombinierten Warmwasser- und Wärmeerzeugung bezeichnet.

Je nach Hersteller werden unter dem Begriff „Gastherme“ auch reine Heizthermen ohne Warmwasserbereitung geführt. An diese kann in der Regel ein Warmwasserspeicher angeschlossen werden.

Was bedeutet Brennwerttechnik bei Gasbrennwertthermen?

Gasbrennwertthermen arbeiten mit Brennwerttechnik. Diese nutzt den eingesetzten Brennstoff effizienter als die vorher verwendete Heizwerttechnik. Während Heizwerttechnik die bei der Verbrennung entstehenden Abgase ungenutzt über den Schornstein abgibt, nutzt die Brennwerttechnik diese Abgase.

Über einen zweiten Wärmetauscher wird die Wärme der Abgase dem Heizkreislauf wieder zugeführt. Die Gasbrennwerttherme schafft so Energieeinsparungen von bis zu 20 %. Das ist ein Vorteil, der gerade Nutzer von Heizwertthermen überzeugt, auf eine Gasbrennwerttherme umzusteigen.

Die Vorteile einer Gasbrennwerttherme in der Übersicht

  • Der Brennstoff Gas wird durch die Brennwerttechnik effizienter als bei der Heizwerttechnik genutzt.
  • Gas weist im Vergleich mit anderen fossilen Brennstoffen den geringsten Schadstoffausstoß pro Kilowattstunde (kWh) auf.
  • Geringe Anschaffungskosten für eine Gasbrennwerttherme im Vergleich zu anderen Heizsystemen.

Nachteile von Gasbrennwertthermen

Lohnt sich die Anschaffung einer Gasbrennwerttherme noch?

Nein, die Anschaffung einer Gasbrennwerttherme lohnt sich heute aus wirtschaftlicher sowie aus ökologischer Sicht nicht mehr. Aus gesetzlicher Sicht sind der Einbau sowie der Betrieb fossiler Heizungen allerdings wieder erleichtert worden.

Denn durch die Novellierung des als „Heizungsgesetz“ bekannten Gebäudeenergiegesetzes (GEG) zum aktuellen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist die 65 %-Regel des GEG entfallen. Diese gab vor, dass neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.

Doch der Blick auf verschiedene Anforderungen an das eigene Heizsystem zeigt, dass neue Öl- und Gasheizungen keine wettbewerbsfähige Alternative zu fossilfreien Heizsystemen sind.

Anforderung 1: Ich möchte weniger Heizkosten zahlen

Um hohe Betriebskosten zu vermeiden, sollten Sie Abstand von einem fossilen Heizsystem wie der Gasbrennwerttherme nehmen. Denn das Heizen mit Gas wird zu einem immer größeren Kostenrisiko für Verbraucher.

  • Gas-Netzentgelte: Die Netzentgelte werden steigen, da immer mehr Menschen von ihrer Gasheizung auf die Wärmepumpe oder Fernwärme umsteigen. Die Fixkosten für das Gasnetz müssen dann auf weniger Kunden umgelegt werden. So steigen die Kosten für die verbleibenden Gaskunden stark an.

  • CO₂‑Preis: Die CO₂‑Steuer steigt und somit auch der Gaspreis. Momentan haben wir einen politisch festgelegten CO₂‑Preis.

    Dieser liegt unter dem Marktpreis. Ab 2028 wird der Preis dann – durch die Ausweitung des europäischen Emissionshandels auf die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr – allein vom Markt bestimmt. Experten erwarten hier massive Preissprünge.

  • Betriebsweise: Die Wärmepumpe heizt ca. 4-mal effizienter als eine Gasbrennwerttherme. Dadurch senkt der Umstieg von einer Gasheizung auf die Wärmepumpe bereits jetzt Ihre jährlichen Betriebskosten um durchschnittlich 730 €. Steigt der Gaspreis weiter an, erhöht sich die Ersparnis weiter zugunsten der Wärmepumpe.

Anforderung 2: Ich möchte eine klimaschonende Heizung

Eine Gasbrennwerttherme ist keine klimaschonende Heizung, weil sie fossiles Erdgas verbrennt und dabei klimaschädliches CO₂ emittiert.

Auch die Idee, eine Gasbrennwerttherme mit Wasserstoff oder Biogas zu betreiben, ist keine Lösung. Denn es ist vollkommen unklar, ob es die notwendige Infrastruktur geben wird und wie teuer die Brennstoffe sein werden.

Die Wärmepumpe ist eine klimafreundliche Alternative zur Gasheizung. Zudem hat sich die Wärmepumpen-Technologie bereits bewährt, ganz anders als die von bspw. Wasserstoffheizungen.

Anforderung 3: Ich möchte Förderung für meine Heizung

Für Gasheizungen gibt es 0 % Förderung. Wärmepumpen werden von der staatlichen Heizungsförderung hingegen mit bis zu 80 % der förderfähigen Kosten bezuschusst. Damit sind sie nach Förderung schon ab 8.700 € erhältlich.

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Was kostet eine Gasbrennwerttherme?

Der Preis für eine Gasbrennwerttherme liegt im Durchschnitt zwischen 3.000 € und 7.000 €. Zusätzlich sollten Sie noch Kosten für die Installation, Material, Schrottentsorgung und gegebenenfalls Zusatzgeräte einplanen. In Summe kostet Sie die Installation einer modernen Gasbrennwerttherme dann ab 11.000 €.

Wie viel Platz braucht die Gasbrennwerttherme?

Der große Vorteil der Gasbrennwerttherme ist ihre Kompaktheit. Dadurch passt sie auch auf engstem Raum und ist in der Regel recht einfach zu installieren. Gasthermen, die nach dem Durchlaufprinzip funktionieren, müssen jedoch in der Nähe des Wasserhahns angebracht werden, da nur bei kurzem Wasserlauf effizientes Arbeiten garantiert werden kann.

Wie hoch ist mein Warmwasserbedarf?

Welche Heizleistung für Sie und Ihre Immobilie infrage kommt, hängt unter anderem von Ihrem individuellen Wärme- und Warmwasserbedarf sowie vom Zustand Ihrer Immobilie ab. Wohnen Sie zum Beispiel in einem bereits gut gedämmten Altbau, benötigen Sie eine geringere Heizleistung als in einem ungedämmten Altbau.

Fazit

Wenn Sie eine Gasbrennwerttherme kaufen, entscheiden Sie sich für ein Heizgerät, das erst einmal günstig in der Anschaffung ist. Allerdings schneiden die Betriebskosten im Vergleich zur Wärmepumpe schlechter ab.

Zudem entwickelt sich die Abhängigkeit von Gas durch den steigenden CO₂‑Preis und immer höhere Netzentgelte zunehmend zu einer Kostenfalle für Verbraucher.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Gasbrennwerttherme

Was ist eine Gasbrennwerttherme?

Eine Gasbrennwerttherme ist ein wandhängendes Heizgerät zur reinen Warmwasserbereitung oder zur kombinierten Warmwasser- und Wärmeerzeugung. Manche Hersteller führen darunter auch reine Heizthermen ohne Warmwasserbereitung, an die in der Regel ein Warmwasserspeicher angeschlossen werden kann. Durch ihre kompakte Bauform passt sie auch auf engstem Raum.

Was ist der Unterschied zwischen Brennwerttechnik und Heizwerttechnik?

Brennwerttechnik nutzt den eingesetzten Brennstoff effizienter, indem sie zusätzlich die Wärme der Verbrennungsabgase über einen zweiten Wärmetauscher dem Heizkreislauf zuführt. Während die ältere Heizwerttechnik diese Abgase ungenutzt über den Schornstein abgibt, ermöglicht die Brennwerttechnik Energieeinsparungen von bis zu 20 %.

Was kostet eine Gasbrennwerttherme inklusive Installation?

Eine Gasbrennwerttherme kostet inklusive Installation, Material, Schrottentsorgung und eventuellen Zusatzgeräten ab 11.000 €. Der reine Preis für das Gerät liegt im Durchschnitt zwischen 3.000 und 7.000 €. Staatliche Förderungen gibt es für Gasbrennwertthermen nicht.

Lohnt sich der Kauf einer Gasbrennwerttherme im Vergleich zur Wärmepumpe?

Nein, die Anschaffung einer Gasbrennwerttherme lohnt sich aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht nicht mehr. Steigende CO₂‑Preise ab dem Jahr 2028 und höhere Netzentgelte machen das Heizen mit Gas zu einem Kostenrisiko. Zudem ist die Wärmepumpe mit einem Wirkungsgrad von 300–500 % deutlich effizienter als eine Gasbrennwerttherme mit 90 % und spart durchschnittlich 730 € an jährlichen Betriebskosten.

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Die Wärmepumpe ist deutlich effizienter als eine Gasheizung und senkt Ihre Heizkosten nachhaltig. Dank hoher Förderung von bis zu 80 % gibt es die Wärmepumpe schon ab 8.700 €. Damit sind eventuelle Mehrkosten in der Anschaffung schon nach wenigen Jahren amortisiert. Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und steigen Sie jetzt um auf die Wärmepumpe.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.