Das Wichtigste in Kürze:

  • Kein gesetzliches Intervall: Weder das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) noch die Technischen Regeln der Gasinstallation (TRGI) geben Hausbesitzern ein festes Wartungsintervall vor, jedoch besteht eine allgemeine Wartungspflicht nach § 60 Abs. 1 GModG.
  • Empfohlene Wartungshäufigkeit: Fachbetriebe empfehlen, die Gasheizung 1-mal pro Jahr (am besten im Spätsommer) warten zu lassen, um Effizienz, Sicherheit und Garantieansprüche zu sichern.
  • Kosten im Einfamilienhaus: Die Preisspanne für die Wartung einer Gasheizung im Einfamilienhaus liegt zwischen rund 100 und 200 € (bei Mehrfamilienhäusern ab 300 €).
  • Geringerer Reinigungsaufwand: Die Wartungskosten für eine Ölheizung liegen im Schnitt ca. 30 % über denen einer Gasheizung, da bei der Ölverbrennung mehr Ruß und Rückstände entstehen.
  • Effizienzvergleich zur Wärmepumpe: Selbst eine perfekt gewartete Gasheizung erreicht maximal 100 % Wirkungsgrad, wohingegen Wärmepumpen rund 4-mal so effizient arbeiten und bis zu 45 % Heizkosten einsparen.

Gasheizung Wartung alle 2 Jahre? Was ist Pflicht?

Weder das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) noch die Technischen Regeln der Gasinstallation (TRGI) geben für Hausbesitzer ein festes Wartungsintervall vor. Eine Pflicht zur Wartung von Heizungsanlagen besteht allerdings.

So heißt es im GModG: „Komponenten, die einen wesentlichen Einfluss auf den Wirkungsgrad von Anlagen und Einrichtungen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie der Warmwasserversorgung haben, sind vom Betreiber regelmäßig zu warten und instand zu halten.“ (Quelle: § 60 Abs.1 GModG)

Unabhängig von der Pflicht zur regelmäßigen Wartung und Instandhaltung durch den Betreiber ist bei abgaserzeugenden Heizungen wie Gasheizungen jedoch eine sogenannte Feuerstättenschau verpflichtend.

Die Prüfintervalle werden in der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) geregelt und ebenso wie die Messungen gem. der 1. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV) vom Schornsteinfeger durchgeführt.

Die Häufigkeit der Intervalle hängt von der Art und dem Alter der Anlage ab:

  • Gem. KÜO: Die Überprüfung alter Gasheizungen ohne Brennwerttechnik findet jährlich statt. Bei neueren Modellen, z. B. mit selbstkalibrierender Gas-Brennwerttechnik, reicht ein Intervall von 2 bzw. 3 Jahren aus.
  • Gem. BImSchV: Die Messungen wie die Staub- und Kohlenmonoxid-Werte oder die Abgasverlustmessung werden alle 2 bzw. 3 Jahre durchgeführt. Bei modernen Gas-Brennwertgeräten, die jünger als 12 Jahre sind, ist eine Messung nicht immer erforderlich.

Gut zu wissen: Einige Hersteller schreiben bestimmte Wartungsintervalle vor. Lassen Sie diese verstreichen, erlischt die Garantie für Ihre Heizungsanlage. Im Schadensfall muss meistens eine lückenlose Dokumentation der regelmäßigen Wartungsarbeiten vorgelegt werden.

Pflicht zum Heizungscheck gem. EnSimiMaV

Im Zuge der Energiekrise wurde am 1. Oktober 2022 eine Pflicht zum Heizungscheck für Gasheizungen gem. der „Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über mittelfristig wirksame Maßnahmen“ (EnSimiMaV) eingeführt.

Die Überprüfung musste bis zum 15. August 2024 durchgeführt werden und sollte sicherstellen, dass die effiziente Funktion der Gasheizung möglichst erhalten bleibt, um den Gasverbrauch in Deutschland flächendeckend zu reduzieren.

Auch ein hydraulischer Abgleich muss verpflichtend, je nach Gebäude- und Nutzungsart, bis zum 15. bzw. 30. September 2024 durchgeführt werden.

Aus diesen Gründen sollten Sie Ihre Gasheizung regelmäßig warten lassen

Jede Gasheizung ist ein komplexes Heizungssystem, bei dem alle Komponenten reibungslos zusammenarbeiten müssen, damit Verbraucher effizient heizen können. Energieeffizienz bedeutet in diesem Fall, dass die Gasheizung bei maximaler Leistung im Verhältnis nur ein Minimum an Primärenergie benötigt, um die Emissionen zu reduzieren.

Folgende Gründe sprechen für eine regelmäßige Wartung der Gasheizung:

  • Kosteneinsparung: Moderne Gasbrennwertgeräte sorgen im Vergleich zu alten Heizwertgeräten für hohe Wirkungsgrade, weshalb diese Anlagen weniger Gas benötigen, um Ihr Haus ausreichend zu erwärmen und für Warmwasser zu sorgen.

    Allerdings ist das nur möglich, wenn die Anlage technisch einwandfrei funktioniert. Um das zu prüfen, ist eine regelmäßige Wartung sinnvoll. Empfehlenswert ist es, die Gasheizung pro Jahr einmal vom Fachbetrieb warten zu lassen.

  • Lebensdauer der Gasheizung: Durch die kontinuierliche Überprüfung, die Pflege und Wartung sowie durch den Austausch von Verschleißteilen erhöht sich die Lebensdauer der Gasheizung.

  • Sicherheit: Immer wieder kommt es zu gefährlichen Unfällen durch nicht gewartete Gasthermen. So kann zum Beispiel bei fehlender Wartung unbemerkt geruchloses und hochgiftiges Kohlenmonoxid austreten.

    Oder es besteht aufgrund von Problemen am Brenner oder Gassensor Explosionsgefahr, weil Gas unbemerkt aus der Heizung austritt und sich entzündet. Mit einer Wartung erhöhen Sie die Betriebssicherheit Ihrer Gasheizung.

  • Garantieansprüche: Nur wenn eine neue Gastherme regelmäßig gewartet wird, bleibt der Anspruch auf die Herstellergarantie bestehen. Daher sollten Sie auch eine neue Gasheizung regelmäßig warten lassen.

  • Erhaltung des Wirkungsgrads: Mit der kontinuierlichen Wartung stellen Sie sicher, dass Ihre Gasheizung nicht an Effizienz verliert.

Gut zu wissen: Auch mit regelmäßiger Wartung kommt eine Gasheizung nicht an die Energieeffizienz einer Wärmepumpe heran. Während eine Gasheizung einen Wirkungsgrad von bis zu 100 % aufweist, heizen Wärmepumpen rund 4-mal so effizient.

Mit dem effizienten und umweltfreundlichen Heizsystem können Sie im Betrieb daher bis zu 45 % Ihrer Heizkosten im Vergleich zu einer Gas-Brennwertheizung einsparen.

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Wann ist der beste Zeitpunkt für die Wartung der Gasheizung?

Es gibt keinen speziellen, optimalen Zeitpunkt für die Wartung einer Gasheizung. Zunächst gilt jedoch: Spätestens, wenn Sie feststellen, dass die Heizung nicht mehr einwandfrei funktioniert und/oder es Probleme mit dem Brenner gibt, ist eine Wartung empfehlenswert.

Zu empfehlen ist die turnusmäßige Wartung außerdem kurz vor der anstehenden Heizperiode, also im Spätsommer. Dadurch ist sichergestellt, dass Sie in den Wintermonaten energieeffizient und sicher heizen können.

Noch ein Tipp: Legen Sie die Wartung der Gasheizung oder Gasbrennwerttherme vor die jährliche Abgasmessung des Schornsteinfegers. Denn mit der gewarteten Gasheizung ist sichergestellt, dass Ihr Brenner die Abgasgrenzwerte nicht überschreitet. So sparen Sie sich einen möglichen zweiten Schornsteinfegertermin.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Wartung der Gasheizung?

Es gibt keinen speziellen, optimalen Zeitpunkt für die Wartung einer Gasheizung. Zunächst gilt jedoch: Spätestens, wenn Sie feststellen, dass die Heizung nicht mehr einwandfrei funktioniert und/oder es Probleme mit dem Brenner gibt, ist eine Wartung empfehlenswert.

Zu empfehlen ist die turnusmäßige Wartung außerdem kurz vor der anstehenden Heizperiode, also im Spätsommer. Dadurch ist sichergestellt, dass Sie in den Wintermonaten heizen können.

Noch ein Tipp: Legen Sie die Wartung der Gasheizung oder Gasbrennwerttherme vor die jährliche Abgasmessung des Schornsteinfegers. Denn mit der gewarteten Gasheizung ist sichergestellt, dass Ihr Brenner die Abgasgrenzwerte nicht überschreitet. So sparen Sie sich einen möglichen zweiten Schornsteinfegertermin.

Das gehört zur Wartung der Gasheizung

Eine feste Vorgabe für den Ablauf einer Gasheizungswartung gibt es nicht. Allerdings sind die Wartungsschritte immer ähnlich und enthalten folgende Bestandteile:

  • Dichtigkeitsprüfung: Hierfür prüft der SHK-Monteur Abgasleitungen und Gasleitungen mit entsprechenden Geräten und führt eine Sichtprüfung durch.
  • Suche nach Alterserscheinungen: Der SHK-Fachmann kontrolliert Rohre, Leitungen oder Kabel auf Korrosion.
  • Sicherheitsprüfung: Im Rahmen der Wartung wird geprüft, ob das Abgasrohr die Abgase sicher abführt. Ebenso kontrolliert der Fachmann, ob der Brenner ausreichend Verbrennungsluft erhält. Darüber hinaus werden Sicherheitsventile auf Dichtigkeit und Funktionstüchtigkeit geprüft.
  • Kontrolle des Brenners: Es wird kontrolliert, wie stark Brennraum und Brenner verschmutzt sind und ob eine Reinigung erforderlich ist.
  • Druckkontrolle: Im Betrieb wird geprüft, ob der Betriebsdruck ausreichend ist.
  • Abgasmessung: Vor und nach der Wartung wird eine Abgasmessung durchgeführt. Hierbei wird analysiert, ob die Anlage die gesetzlich vorgeschriebenen Emissionsgrenzwerte einhält.

Auf der Basis der Kontrollen und Prüfungen entscheidet der Fachbetrieb, ob Verschleißteile ausgetauscht werden müssen oder ob Reparaturen notwendig sind. Alle Maßnahmen dienen der Sicherheit, der Wirtschaftlichkeit sowie der Langlebigkeit der Gasheizung.

Worin besteht der Unterschied zwischen der Wartung einer Gasheizung und der Wartung einer Ölheizung?

Bei der Verbrennung von Öl entstehen deutlich mehr Ruß und Rückstände als bei einer Gasheizung. Demnach ist der Reinigungsaufwand bei der Wartung der Ölheizung auch höher. So muss zum Beispiel der Ruß in Abgasrohren abgetragen und der Brenner sowie andere Bauteile aufwendiger gereinigt werden.

Dieser höhere Aufwand schlägt sich dann auch in den Wartungskosten für die Ölheizung nieder, die durchschnittlich ca. 30 % über den Wartungskosten für die Gasheizung liegen.

Gasheizung Wartung: Kosten & Einsparpotenzial

Wie teuer es wird, eine Wartung bei der Gastherme durchzuführen, lässt sich nicht pauschal angeben. Denn zum einen hängen die Kosten vom Aufwand und zum anderen von weiteren Faktoren wie dem möglichen Austausch von Verschleißteilen, dem Grad der Verschmutzung von Brenner oder Wärmetauscher sowie den Anfahrtskosten ab.

In einem Einfamilienhaus liegt die Preisspanne für die Wartung der Gasheizung zwischen rund 100 und 200 €. Die Wartung großer Gasbrenner für Mehrfamilienhäuser kostet entsprechend mehr. Hier können auch 300 € und mehr für die jährliche Wartung fällig werden.

Ein Wartungsvertrag, der eine Pauschale für turnusmäßige Heizungswartung und Reinigung vorsieht, ist hier eine gute Lösung. Je nach Wartungsvertrag sind mit der Pauschale verschiedene Leistungen auch über die Wartung hinaus abgedeckt.

>> Hier finden Sie unsere Wartungspakete

Grundsätzlich profitieren Heizungseigentümer immer von einer regelmäßigen und gründlichen Heizungswartung. Zum einen heizt die Gasheizung effizienter und es wird deshalb zum Heizen weniger Brennstoff benötigt, was wiederum zu niedrigeren Heizkosten führt. Zum anderen wird durch die Wartung der Gasheizung die Lebensdauer der Heizungsanlage erhöht.

In der Regel amortisieren sich die Kosten für die Gasheizungswartung durch die Kosteneinsparung aufgrund des geringeren Energieverbrauchs.

Gasheizung Wartung: Kosten können auf Mieter umgelegt werden

Auch als Mieter können Sie von den Kosten für die Gasheizungswartung betroffen sein. Denn Vermieter können die Kosten für die regelmäßige Wartung in die jährliche Nebenkostenabrechnung übernehmen.

Ebenso haben Vermieter die Möglichkeit, Kosten für Verschleißteile oder Reparaturen über die Nebenkosten auf den Mieter umzulegen. Voraussetzung dafür ist, dass der Mietvertrag keine anderweitige Regelung vorsieht, zum Beispiel eine Nebenkostenpauschale.

Gasheizung Wartung Fazit: Regelmäßige Überprüfung der Heizanlage lohnt sich

Auch wenn es keine gesetzliche Vorschrift für Betreiber gibt, wie häufig eine Wartung bei der Gasheizung vorgenommen werden muss, sollte die Heizungsanlage in jährlichen Intervallen vom Fachbetrieb gewartet werden.

Denn auch wenn das Warten der Gasheizung mit Kosten verbunden ist, amortisieren sich diese in der Regel. Zum einen können Sie nach der Wartung dank eines effizienteren Betriebs Heizkosten sparen und zum anderen erhöht sich die Lebensdauer Ihrer Gasheizung durch eine regelmäßige Wartung.

Wird bei der Heizungswartung ein Schaden an der Gasheizung festgestellt, kann dieser nicht immer repariert werden. Je nach Alter lohnen sich die Kosten für eine Reparatur nicht mehr, sondern der Austausch der Heizungsanlage steht an.

In diesem Fall sollten Sie über den Wechsel auf die Wärmepumpe nachdenken. Denn auch eine regelmäßig gewartete Gasheizung kann in puncto Energieeffizienz und Kosteneinsparung nicht mit einer Wärmepumpe mithalten.

Wärmepumpen sind wartungsarm und heizen emissionslos

Mit der modernen und effizienten Technologie einer Wärmepumpe können Sie nicht nur bis zu 45 % Ihrer Heizkosten im Vergleich zu einer Gasheizung sparen. Die Wärmepumpe ist auch deutlich wartungsärmer und benötigt keine Brennerkontrolle, Abgasmessung oder weitere emissionsbedingte Überprüfungen.

Dadurch entfällt auch der regelmäßige Besuch des Schornsteinfegers. Denn mit einer Wärmepumpe heizen Sie komplett emissionslos. Nutzen Sie Ökostrom oder PV-Strom für den Betrieb, heizen Sie sogar klimaneutral.

Gut zu wissen: Die regelmäßige Wartung einer Wärmepumpe kann sich trotzdem lohnen, um eine lange Lebensdauer und einen effizienten Betrieb zu gewährleisten. Dazu muss jedoch nicht immer direkt ein Techniker vorbeischauen.

Mit dem Wartungspaket von thermondo können Sie alle 2 Jahre von einer bequemen Fernwartung profitieren. Anhand der Leistungsdaten sowie der Fehlerhistorie können wir aus der Ferne analysieren, ob Ihre Wärmepumpe effizient läuft. Im Wechseljahr schauen sich unsere erfahrenen Fachhandwerker Ihre Wärmepumpe vor Ort an.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Gasheizung Wartung

Wie oft ist die Wartung einer Gasheizung Pflicht?

Es gibt kein gesetzlich vorgeschriebenes, festes Wartungsintervall für Hausbesitzer im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) oder den TRGI. Betreiber sind jedoch nach § 60 Absatz 1 GModG verpflichtet, wesentliche Komponenten regelmäßig zu warten. Empfohlen wird eine jährliche Durchführung durch einen Fachbetrieb.

Was kostet die Wartung einer Gasheizung?

In einem Einfamilienhaus liegt die Wartung einer Gasheizung zwischen rund 100 und 200 €. Bei großen Gasbrennern in Mehrfamilienhäusern können die Kosten 300 € und mehr betragen. Die genauen Preise hängen vom Aufwand, eventuellen Verschleißteilen und den Anfahrtskosten ab.

Warum unterscheidet sich die Wartung einer Gasheizung von der einer Ölheizung?

Die Wartung einer Gasheizung erfordert weniger Reinigungsaufwand als bei einer Ölheizung, da bei der Gasverbrennung deutlich weniger Ruß entsteht. Dadurch liegen die Wartungskosten einer Ölheizung im Durchschnitt rund 30 % höher als die einer Gasheizung.

Können Vermieter die Kosten für die Wartung der Gasheizung auf den Mieter umlegen?

Ja, Vermieter dürfen die Kosten für die regelmäßige Wartung der Gasheizung in die jährliche Nebenkostenabrechnung übernehmen. Sofern im Mietvertrag keine Nebenkostenpauschale vereinbart ist, können unter bestimmten Bedingungen auch Ausgaben für Verschleißteile oder Reparaturen umgelegt werden.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.