- Was ist die CO2-Steuer?
- Was bedeutet die CO2-Steuer für Hausbesitzer?
- Wie erhöhen sich die Heizkosten mit der CO2-Steuer?
- Was kommt mit dem Emissionshandel auf Eigenheimbesitzer zu?
- Fazit: Die Wärmepumpe ist das Heizsystem der Zukunft
- FAQ – Häufig gestellte Fragen
- Luft-Wasser-Wärmepumpe von thermondo
Was ist die CO2-Steuer?
Die CO2-Steuer ist ein politisch festgelegter Preis auf den Ausstoß von Treibhausgasen. Durch die CO2-Steuer werden bspw. fossile Heizsysteme wie Öl- oder Gasheizungen teurer. Jedes Jahr steigen die Kosten, wodurch Verbraucher langfristig mit hohen Mehrkosten konfrontiert werden.
Die schrittweise Erhöhung der CO2-Steuer ist eine Maßnahme, die Unternehmen und Privatpersonen motivieren soll, auf klimafreundliche Alternativen umzusteigen. Sie ist ein Instrument, das dazu dient, die bis 2045 angestrebte Klimaneutralität erreichen zu können.
Ab 2028 soll dann die nationale CO2-Abgabe durch den EU-Emissionshandel abgelöst werden.
Im Bundesklimaschutzgesetz, dem sogenannten Klimapaket, hat die damalige Bundesregierung verschiedene Stufen festgehalten, um die auf der Klimakonferenz in Paris ausgelobten Ziele zu erreichen:
- Die CO2-Emissionen sollen bis 2030 um 65 % gegenüber dem Vergleichsjahr 1990 sinken.
- Der CO2-Ausstoß soll bis 2040 88 % weniger betragen.
- Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral werden. Ab dann soll also nicht mehr CO2 produziert werden, als von der Umwelt resorbiert werden kann.
CO2-Steuer: Was bedeutet das für Hausbesitzer?
Für Hausbesitzer, die eine fossile Heizung betreiben, bedeutet die CO2-Steuer jährlich steigende Heizkosten. Seit 2021 ist die Bepreisung für Heizungsbesitzer zu spüren. Die CO2-Steuer startete bei 25 € pro Tonne und ist bis 2025 auf 55 € pro Tonne CO2 angestiegen.
Seit 2026 bewegt sich der Preis für die Tonne CO2 in einem Preiskorridor von 55 bis 65 €. Die tatsächliche Höhe ist abhängig von Angebot und Nachfrage, begrenzt durch eine politisch festgelegte Obergrenze. Mit Einführung des Emissionshandels für Privatverbraucher ab 2028 orientiert sich der Preis dann komplett am Markt.
Wie erhöhen sich die Heizkosten mit der CO2-Steuer?
Die CO2-Steuer wird anhand des Brennstoffverbrauchs berechnet und wie viel CO2 bei der Verbrennung freigesetzt wird. I
- CO2-Emissionen einer Gasheizung pro kWh: 0,22 kg CO2/kWh
- CO2-Emissionen einer Ölheizung pro kWh: 0,28 kg CO2/kWh
Rechnung: (Wärmebedarf x CO2-Emissionen) x Preis pro Tonne CO2 = Zusatzkosten durch CO2-Abgabe
Im Fallbeispiel zeigen wir die Mehrkosten für einen Zwei-Personen-Haushalt sowie eine vierköpfige Familie, die mit einer Gasheizung oder einer Ölheizung heizen.
- Heizenergiebedarf im Zwei-Personen-Haushalt pro Jahr: ca. 10.000 kWh
- Heizenergiebedarf in einer vierköpfigen Familie pro Jahr: ca. 20.000 kWh
CO2-Steuer-Tabelle: Gas
| Jahr | Preis pro Tonne CO2 | Zusatzkosten bei 10.000 kWh | Zusatzkosten bei 20.000 kWh |
|---|---|---|---|
| 2021 | 25 € | 55 € | 110 € |
| 2022 | 30 € | 66 € | 132 € |
| 2023 (ausgesetzt) | 35 € | 77 € | 144 € |
| 2024 | 45 € | 99 € | 198 € |
| 2025 | 55 € | 121 € | 242 € |
| 2026 | 55-65 € | 121-143 € | 242-286 € |
CO2-Steuer-Tabelle: Öl
| Jahr | Preis pro Tonne CO2 | Zusatzkosten bei 10.000 kWh | Zusatzkosten bei 20.000 kWh |
|---|---|---|---|
| 2021 | 25 € | 70 € | 140 € |
| 2022 | 30 € | 84 € | 168 € |
| 2023 (ausgesetzt) | 35 € | 98 € | 196 € |
| 2024 | 45 € | 126 € | 252 € |
| 2025 | 55 € | 154 € | 308 € |
| 2026 | 55-65 € | 154-182 € | 308-364 € |
Was kommt mit dem Emissionshandel auf Eigenheimbesitzer zu?
Der EU-Emissionshandel galt bisher nur für Industrie und Strom (EU-ETS 1). Ab 2028 soll dieser auf die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr (EU-ETS 2) ausgeweitet werden.
Gut zu wissen: Ursprünglich sollte der Emissionshandel bereits 2027 eingeführt werden. Das EU-Parlament hat im November 2025 den Start jedoch nach hinten – auf 2028 – verschoben.
Unternehmen, die fossile Brennstoffe wie Öl, Erdgas oder Benzin in Verkehr bringen, müssen dann CO2-Zertifikate ersteigern. Die Mehrkosten für die Zertifikate werden auf Privatverbraucher umgelegt, die weiterhin mit fossilen Brennstoffen heizen oder Verbrenner-Autos fahren.
Die Anzahl der Zertifikate ist jedoch begrenzt und wird jedes Jahr reduziert. Steigen Privatverbraucher nicht schnell genug auf klimafreundliche Alternativen um, bleibt der CO2-Ausstoß hoch. Dadurch können die Preise stark ansteigen.
Kurz erklärt: Experten gehen von hohen Preissprüngen aus und rechnen bereits ab 2030 mit hohen Mehrkosten von mehreren hundert Euro pro Jahr. Umso wichtiger ist es für Eigenheimbesitzer, frühzeitig auf erneuerbare Energien umzusteigen.
Wie die Preisgestaltung ab 2028 tatsächlich aussieht, lässt sich schwer voraussagen. Vieles hängt von der Nachfrage und den verfügbaren Zertifikaten ab. Da die Anzahl der Zertifikate begrenzt ist, wird der Preis zwangsläufig steigen.
Fazit: Die Wärmepumpe ist das Heizsystem der Zukunft – nicht nur wegen der entfallenden CO2-Steuer
Wer Preissteigerungen durch die CO2-Steuer vermeiden will, sollte sich auf der Suche nach einem neuen Heizsystem von vornherein mit Alternativen vertraut machen, die auf erneuerbaren Energien basieren. Die beste Alternative bietet dabei die Wärmepumpe.
Das effiziente und zukunftssichere Heizsystem kommt gänzlich ohne fossile Brennstoffe aus. Sie nutzt zu 75 % kostenlose Umweltenergie und zu 25 % Strom. Demnach müssen Sie mit einer Wärmepumpe keine CO2-Steuer für Ihr Heizsystem bezahlen. Zudem erfüllt sie als alleiniges Heizsystem die 65 %-Regelung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), auch Heizungsgesetz genannt.
Aus diesem Grund wird die Anschaffung einer Wärmepumpe mit einer hohen staatlichen Förderung belohnt. Wer von einer Öl- oder Gasheizung auf die Wärmepumpe umsteigt, kann bis zu 70 % der Anschaffungskosten erstattet bekommen.
Wer jetzt noch eine Gas- oder Ölheizung einbaut, muss durch die immer weiter steigende CO2-Steuer mit hohen Mehrkosten rechnen. Zudem wird sowohl der Einbau neuer Ölheizungen, als auch der Einbau neuer Gasheizungen durch das GEG eingeschränkt.
Kurz erklärt: Damit eine Gasheizung als Erfüllungsoption des GEG gilt, muss die Heizung mit Biogas betrieben werden können oder „H2-Ready“ sein. Das bedeutet, dass ein Betrieb auch mit Wasserstoff möglich ist. Aufgrund großer Risiken und Unsicherheiten raten jedoch Verbraucherschützer von diesen Heizungen ab.
Gut zu wissen: Spätestens 2028 müssen alle neu verbauten Heizungsanlagen mit 65 % erneuerbaren Energien betrieben werden. Für fossile Heizungen, die nach 2024 installiert wurden, gilt ab 2029 die sogenannte grüne Brennstoffquote. Das bedeutet, dass Öl- und Gasheizungen mit einem steigenden Anteil erneuerbarer Brennstoffe betrieben werden müssen. 2045 soll dieser 100 % betragen.
Daher ist der Kauf einer neuen Gasheizung seit 2024 nur noch nach einer verpflichtenden Beratung möglich. Diese soll über die Risiken und die potenzielle Unrentabilität wie bspw. durch die steigende CO2-Steuer aufklären.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema CO2-Steuer und Emissionshandel
Mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe von thermondo emissionsfrei heizen
Das Heizen mit Gas und Öl wird durch die steigende CO2-Steuer und den kommenden EU-Emissionshandel zwangsläufig teurer. Um den hohen Mehrkosten zu entgehen, lohnt sich langfristig der Umstieg auf erneuerbare Energien.
Mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe machen Sie sich nicht nur unabhängig von der steigenden CO2-Abgabe und dem kommenden Emissionshandel, sondern erfüllen auch alle Vorgaben des GEG. Entscheiden Sie sich für die Luft-Wasser-Wärmepumpe von thermondo, erhalten Sie im Rahmen unseres Komplettpakets von der Planung bis zur Installation alles aus einer Hand.
Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und wir rufen Sie schnellstmöglich zurück, um gemeinsam einen Beratungstermin per Telefon oder bei Ihnen zu Hause zu vereinbaren.
Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.