Der große Heizkostenvergleich: Welcher Rohstoff ist am günstigsten?

Wer beim Heizen sparen will, beschäftigt sich zwangsläufig mit dem Brennstoff und stellt sich die Frage: Welcher Rohstoff lohnt sich langfristig am meisten für mich? Wir wollen daher einmal Öl, Gas und Holz (Pellets) gegenüberstellen und vergleichen, welcher Brennstoff die geringsten Kosten verursacht.

Für einen umfassenden Heizkostenvergleich sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Zunächst gehören dazu natürlich die Brennstoffkosten. Im Heizkostenvergleich Öl, Gas, Pellets schneiden hierbei die Pellets am günstigsten ab. Von den fossilen Energieträgern ist Gas dagegen der günstigste. Lange Zeit lag der Ölpreis deutlich unter dem Gaspreis, was sich seit der Liberalisierung des deutschen Energiemarktes und der Abkopplung des Gaspreises vom Ölpreis deutlich verändert hat. Somit ist im fossilen Heizkostenvergleich "Gas vs. Öl" die Gasheizung die günstigere Variante.

Im Heizkostenvergleich dürfen jedoch nicht nur die Kosten für den Rohstoff berücksichtigt werden – auch die Anschaffungs-, Wartungs- und Servicekosten müssen in die Kalkulation einbezogen werden. Hinzu kommen auch etwaige Lagerkapazitäten. So müssen Öl und Pellets angeliefert und in einem speziellen Tank gelagert werden.

Hierfür müssen also Kapazitäten vorhanden sein. In Bezug auf die Anschaffung sind besonders Gasheizungen zu sehr günstigen Preisen erhältlich. Die Anschaffungskosten für eine Ölheizung oder Gasheizung lassen sich bequem mit dem Thermondo Heizungsplaner vergleichen. Durch die Eingabe einiger Daten zu Ihrem Haus erhalten Sie dabei auch nur Angebote, die auf Ihren persönlichen Bedarf zugeschnitten sind. 

Auch die Wartungskosten müssen in den Heizkostenvergleich einbezogen werden. Sie entstehen einerseits durch den regelmäßig notwendigen Besuch des Schornsteinfegers und andererseits durch Wartungsarbeiten am Heizkessel. Moderne Gas- oder Ölbrennwertheizungen sollten circa alle zwei Jahre von einem Schornsteinfeger kontrolliert werden.

Da bei einer Pelletheizung durch die Verbrennung des Holzes wesentlich mehr Ruß entsteht, bilden sich vermehrt entzündliche Ablagerungen, die engmaschiger entfernt werden müssen. Dies macht den Schornsteinfegerbesuch ein- bis zweimal im Jahr notwendig. Im Heizkostenvergleich "Öl – Pellets" entstehen so jedenfalls in Bezug auf die Wartung bei Pelletheizungen deutlich höhere Kosten.

Im Heizkostenvergleich Strom – Gas – Öl stellt Strom mit Abstand die teuerste Art zu heizen dar (siehe Grafik). Auch Nachtspeicherheizungen, die mitunter noch immer als sparsam bezeichnet werden, sorgen im Heizkostenvergleich nicht nur für deutlich höhere laufende Kosten, sondern auch für eine höhere Umweltbelastung.

Betrachtet man die Heizkosten insgesamt, stellt demnach Gas für die meisten Haushalte die günstigste Heizungsart dar, sofern es sich um ein modernes Heizgerät mit Brennwerttechnik handelt. 

Damit können im Vergleich zu alten Heizkesseln bis zu 30 Prozent Energie eingespart werden. Kombiniert mit einer Solaranlage steigen die Investitionskosten zwar, jedoch kann auch der Verbrauch noch einmal deutlich gesenkt werden, sodass sich die Kosten schneller amortisieren. Pellets sind dagegen eher für Vielheizer lohnend, da die Brennstoffkosten etwas geringer, dafür jedoch die Anschaffungs- und Wartungskosten regelmäßig höher sind.

Wenn auch Sie über eine neuen Heizung nachdenken, können Sie modernste Gas- und Ölheizungen mit Brennwerttechnik und auch in Kombination mit einer Solarthermie-Anlage bequem und kostenlos bei Thermondo vergleichen >> und so schnell herausfinden, welches Gerät für Ihren Bedarf besonders günstig ist!


Profilfoto Sebastian

Sebastian ist Autor dieses Artikels und Experte für Heizsysteme. Außerdem beschäftigt er sich mit aktuellen Themen rund um die Wärmewende. Helfen Sie Sebastian, den Artikel zu verbessern und geben Sie Ihre Bewertung ab.

Wie hilfreich fanden Sie diesen Artikel?

Weitere Artikel zum Thema Vergleichen & Entscheiden