Wer noch mit Öl heizt, sollte sich jetzt schon nach Alternativen zur Ölheizung umsehen. Denn 2026 droht nicht nur ein teilweises Verbot, sondern auch die CO2-Steuer sowie unsichere Ölpreise lassen die Betriebskosten steigen. Wir zeigen Ihnen Ihre Möglichkeiten.

Ab dem Jahr 2026 soll der Einbau von Ölheizungen teilweise verboten werden. Durch diese Maßnahme soll der CO2-Ausstoß verringert werden, um die Klimaziele des Pariser Klimaschutzabkommens einzuhalten.

Ist Ihre Ölheizung bis dann noch jünger als 30 Jahre, darf sie weiterbetrieben werden. Auch die Neuanschaffung einer Ölheizung ist theoretisch noch möglich, wenn Alternativen wie eine Gasheizung oder Heizsysteme mit erneuerbaren Energien technisch nicht realisierbar sind.

Im Falle einer „unbilligen Härte“ sollen Hausbesitzer ebenfalls von der Austauschpflicht ausgenommen werden. Doch unabhängig davon, ob Sie von der Einschränkung des Verkaufs von Ölheizungen betroffen sind oder ob Ihre Ölheizung bald drei Jahrzehnte lang in Betrieb war. Sie sollten schon jetzt die Alternativen zur ölbetriebenen Heizung wahrnehmen. So können Sie durch den Umstieg auf die Wärmepumpe bis zu 50 Prozent staatliche Förderung erhalten. Gleichzeitig machen Sie sich unabhängig von fossiler Energie und den damit verbundenen hohen Kosten für Ihren Geldbeutel und die Umwelt.

Warum ein Heizungswechsel jetzt sinnvoll ist

Der Umstieg auf ein alternatives Heizsystem ist aus verschiedenen Gründen sinnvoll:

  • Öl ist ein fossiler Brennstoff. Dieser ist somit endlich. Das hat zur Folge, dass die Ölpreise langfristig steigen. Darüber hinaus erzeugt die Förderung von fossilen Brennstoffen selbst hohe CO2-Werte. Auch bei der Verbrennung setzt Heizöl CO2 frei.
  • Aufgrund der steigenden CO2-Bepreisung, auch CO2-Steuer genannt, werden die Kosten für die Ölheizung in den nächsten Jahren sukzessive ansteigen. Seit 2021 müssen Hausbesitzer mit einer Ölheizung mit deutlichen Mehrkosten rechnen.
  • Krisen wie der Ukraine-Krieg zeigen, wie abhängig wir von den Ölpreisen auf dem Weltmarkt sind. Innerhalb kürzester Zeit haben sich 2022 die Heizölpreise gegenüber dem Vorjahr teilweise verdreifacht. Durch den Ausstieg aus dem Heizen mit fossilen Brennstoffen machen Sie sich unabhängig von starken Preisschwankungen.
  • Wer noch mit einem Ölheizkessel heizt, der vor 1990 in Betrieb genommen wurde, muss diesen ohnehin bald ausbauen. Der Umstieg auf ein nachhaltigeres Heizsystem und die damit verbundene hohe staatliche Förderung beim Heizungswechsel auf erneuerbare Energien ist dann naheliegend.

Es gibt noch einen ganz praktischen Grund, der für den Wechsel von der Ölheizung zur Erneuerbaren-Energien-Heizung spricht: Sie sparen viel Platz in Ihrem Zuhause. Der Öltank fällt weg und Sie können den Aufstellraum nach dem Heizungstausch viel sinnvoller nutzen, z.B. als Vorratsraum für Lebensmittel.

Was kann ich anstelle eines Ölheizungstauschs machen?

Wer erst vor wenigen Jahren eine Ölheizung in Betrieb genommen hat, profitiert bereits von moderner Brennwerttechnik. In diesem Fall ist es meist sinnvoll, die Heizung noch so lange zu betreiben, wie sie wirtschaftlich und effizient bleibt. Allerdings ist vor allem der Faktor Wirtschaftlichkeit angesichts unkalkulierbarer Kostenrisiken durch Krisen auf dem Weltmarkt kein wirklich überzeugendes Argument mehr.

Wer noch keinen kompletten Heizungstausch mit Wechsel des Energieträgers angehen möchte, kann seine bestehende Heizung optimieren, z.B. durch einen Kesseltausch. Schon die Umstellung auf Brennwerttechnik kann Kosten und Verbrauch senken. Optimierungsmaßnahmen wie ein hydraulischer Abgleich oder der Einbau einer leistungsstarken Heizungspumpe können für Hausbesitzer ebenso in die engere Wahl kommen.

Allerdings sollten Sie hier vor allem die Gesamtkosten der Investition im Blick behalten. Denn dank hoher staatlicher Förderung der Heizung über die BEG kann ein Heizungswechsel und ein Umstieg auf erneuerbare Energien langfristig günstiger sein als eine Nachrüstung der Ölheizung. Zudem gilt: Auch wenn Sie auf eine moderne Brennwertheizung umsteigen und diese möglicherweise mit Erneuerbaren Energien kombinieren, bleibt die Abhängigkeit vom Öl bestehen und Sie verschlechtern weiterhin Ihren CO2-Fußabdruck.

Jetzt Ölheizung austauschen und bis zu 50 % Förderung erhalten
Zum Festpreisangebot

Es gibt für Hausbesitzer viele verschiedene Möglichkeiten, nicht mit Öl zu heizen. Wichtig ist dabei die Frage, ob es sich um sinnvolle Alternativen zur Ölheizung handelt oder eher nicht.

Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • Wärmepumpe:

Wärmepumpen können auf unterschiedliche Weise realisiert werden. Die gängigste Wärmepumpen-Art im Privatbereich sind die effizienten Luft-Wasser-Wärmepumpen. Sie benötigen nur so viel Aufstellfläche wie ein größerer Kühlschrank, sind wartungsarm und stoßen kein CO2 aus. Moderne Wärmepumpenheizungen können problemlos eine Ölheizung ersetzen. Noch ein Plus: Sie können beim Austausch Ihrer Ölheizung gegen eine Wärmepumpe bis zu 50 Prozent an staatlicher Förderung bekommen. Da Sie mit einer Wärmepumpe kein Geld mehr für Heizöl ausgeben müssen, hat sich das System schon nach wenigen Jahren amortisiert.

Für wen geeignet? Aufgrund der niedrigen Vorlauftemperaturen eignen sich Wärmepumpen ideal für gut isolierte Gebäude und Flächenheizungen. Große Heizkörper können aber ebenfalls ausreichen. Dank der kompakten Abmessungen und dem geringen Installationsaufwand sind Wärmepumpen nicht nur für den Neubau, sondern auch für die Heizungssanierung im Bestand und Altbau geeignet.

  • Brennstoffzellenheizung:

Mit diesem Heizsystem produzieren Sie Wärme und Strom zugleich. So nutzen Sie Gas bzw. Wasserstoff optimal und können den Raum, der bisher vom Öltank belegt wurde, sinnvoller nutzen.

Für wen geeignet? Die Brennstoffzellenheizung ergibt Sinn für Haushalte, die viel Strom und Wärme benötigen. Dadurch lässt sich die Kraft-Wärme-Kopplung sehr effizient nutzen.

  • Gasbrennwertheizung:

In diesem Fall tauschen Sie eine Heizung mit fossilen Brennstoffen gegen eine andere Heizung, die ebenfalls mit fossilem Brennstoff heizt. Allerdings könnten Sie sich für eine Gasheizung entscheiden, die sich auch mit Bio-Gas betreiben lässt. Dann wäre es ein erster sinnvoller Schritt, um von der Ölheizung Abschied zu nehmen. Dennoch sollte die Gasheizung immer erst nach einer Wärmepumpe in Betracht gezogen werden, und wenn, dann nur in Kombination mit Solarthermie.

Für wen geeignet? Wenn Sie nicht auf Flüssiggas umsteigen wollen, bietet sich diese Variante vor allem für Häuser an, wo ein Gasanschluss am Grundstück möglich oder schon vorhanden ist und wenn der Einbau einer Wärmepumpe z.B. aus bautechnischen Gründen nicht möglich sein sollte.

  • Pelletheizung:

Wer mit Pellets heizt, setzt auf ein nahezu CO2-neutrales Heizsystem, denn durch das Verbrennen von Holzpellets wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie das Holz durch natürliche Verrottung ohnehin freisetzen würde. Allerdings erzeugen Pelletheizungen auch Feinstaub, der mit einer Wärmepumpe nicht entsteht.

Für wen geeignet? Pelletsysteme eignen sich dann, wenn Sie ausreichend Platz für einen trockenen Pelletspeicher haben, Pellets aus der Region beziehen können und bereit sind, für das Heizen einen höheren Wartungs- und Bedienungsaufwand in Kauf zu nehmen.

Mit der Brennstoffzellenheizung entsteht aus Erdgas oder Biogas durch die sogenannte „kalte Verbrennung“ in der Brennstoffzelle Wärme und Strom. Diese Kombination ermöglicht eine Einsparung von bis zu 40 Prozent bei den Energiekosten. Durch die Einspeisung des Stroms in das Stromnetz ist eine Einspeisevergütung möglich. Ebenso könnten Sie als Hausbesitzer den selbst erzeugten, sehr günstigen Strom für Ihr Elektroauto verwenden.

Die Lebensdauer von Brennstoffzellenheizungen entspricht der Laufzeit von Gas- oder Ölheizungen.

Die Vorteile der Brennstoffzellenheizung im Überblick:

  • hohe staatliche Förderung
  • sehr hohe Energieeffizienz
  • sehr geringer Platzbedarf
  • leises Betriebsgeräusch
  • Unabhängigkeit vom Stromversorger
  • Ladestrom für E-Autos möglich

Bis dato werden Brennstoffzellenheizungen überwiegend mit Erdgas betrieben. Da es sich auch hier um einen fossilen Energieträger handelt, hat die Wärmepumpe auch gegenüber der Brennstoffzellenheizung entscheidende Vorteile.

Wer heute noch eine Ölheizung betreibt, die in die Jahre gekommen ist, sollte jetzt über eine Alternative nachdenken. Mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe gibt es nicht nur einen hinsichtlich der Wärmeleistung adäquaten Ersatz, sondern Sie verbessern zugleich Ihre CO2-Bilanz und reduzieren Ihre Betriebskosten. Die hohe staatliche Förderung von bis zu 50 Prozent beim Wechsel von Öl zur Wärmepumpe sorgt für eine schnelle Amortisation Ihrer Heizung.

Jetzt Heizungswechsel mit thermondo

Mit thermondo wird der Wechsel auf eine Alternative zur Ölheizung für Sie ganz einfach, mit großer Planungs- und Kostensicherheit. Entscheiden Sie sich für das Festpreisangebot von thermondo, kümmern wir uns um die weitere Planung und Koordination aller erforderlichen Schritte Ihrer Heizungssanierung, inklusive Förderservice.

Nutzen Sie jetzt unseren Heizungsplaner und erhalten Sie zeitnah eine kompetente Beratung zu Ihrer Heizungssanierung.

Die beste Alternative zur Ölheizung inkl. Installation & Förderung
Zum Festpreisangebot
Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.