Gasheizung im Test: Die Gewinner Stiftung Warentest
Ein Artikel von Sebastian Calließ | Zuletzt aktualisiert am: 27.09.2026
Welche ist die beste Gasheizung laut Stiftung Warentest?
Im letzten Test von 2010 stufte Stiftung Warentest die Viessmann Gasheizung Vitodens 300-W als beste Gasheizung ein. Das Gerät erhielt im Vergleich der Gasheizungen die Bewertung „gut“ (1,7) und verfehlte damit nur knapp das Testurteil „sehr gut“.
Hinweis: Seit 2010 hat Stiftung Warentest keinen Gasheizungstest mehr durchgeführt. Aller Voraussicht nach wird es auch keinen neuen Test mehr geben. Denn Gasheizungen gehören wie andere fossile Heizungen zu den Auslaufmodellen und werden schrittweise verschwinden.
Quellen:
Quellen: Erschienen in test 07/2010: www.test.de/Gasheizkessel-Mehrwert-dank-Brennwert-4108206-0/
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Warum wird es keinen neuen Gasheizungstest mehr geben?
Stiftung Warentest hat seit 2010 keine neuen Gasheizungen mehr getestet. Der Grund dafür ist unter anderem, dass die Gas-Brennwerttechnik bereits eine ausgereifte, aber in ihren Möglichkeiten weitgehend optimierte Technologie ist. Trotz stetiger Weiterentwicklungen sind große Effizienzverbesserungen nicht mehr zu erwarten.
Heizsysteme, die auf erneuerbaren Energien basieren, haben hingegen eine rasante Entwicklung hinter sich. Besonders die Effizienz von Wärmepumpen ist nicht mehr mit konventionellen Gasheizungen vergleichbar.
Zum Vergleich: Dank des hohen Wirkungsgrades der Wärmepumpe werden aus einer Kilowattstunde Strom 3–5 kWh Wärme erzeugt. Eine Gasheizung hingegen stellt aus 1 kWh Gas lediglich ca. 0,9 kWh Wärme bereit.
Für Hausbesitzer stellt sich daher nicht mehr die Frage nach der besten Gasheizung im Test, sondern nach dem besten Heizsystem. Testorganisationen wie Stiftung Warentest fokussieren sich dementsprechend mehr und mehr auf effizientere und zukunftssichere Technologien wie die Wärmepumpe.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) wider. Mit dem seit Ende Juli 2026 geltenden neuen „Heizungsgesetz“ wurde die sogenannte 65 %-Regel des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) abgeschafft.
Diese besagte, dass neu eingebaute Heizungen ab spätestens 2028 mit mindestens 65 % erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Der Kauf und der Betrieb fossiler Heizungen sind somit weiterhin möglich, wodurch Öl- und Gasheizungen Verbrauchern weiterhin als Option zu fossilfreien Heizsystemen suggeriert werden.
Warum ist selbst die beste Gasheizung ein Risiko?
Auch die beste Gasheizung wird zunehmend zum wirtschaftlichen Risiko, da zukünftig mit drastischen Steigerungen des Gaspreises zu rechnen ist.
Die Gaspreisentwicklung wird u. a. durch folgende Kostentreiber bestimmt:
- Bio-Treppe: Als „Bio-Treppe“ wird die verpflichtende zunehmende Nutzung biogener Brennstoffe wie Biogas oder grünem Wasserstoff bezeichnet. Diese sind allerdings nur knapp verfügbar und kostspielig in ihrer Herstellung. Die wachsende Nachfrage bei gleichzeitig begrenzter Verfügbarkeit kann ihre Kostenintensität noch weiter erhöhen.
- CO₂-Steuer: Gas ist ein fossiler Brennstoff, der bei der Verbrennung CO₂-Emissionen verursacht. Da diese Emissionen mit der sogenannten CO₂‑Steuer bepreist werden, ist der CO₂‑Preis ein Teil des Gaspreises.
Ab 2028 wird der EU-Emissionshandel auf die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr ausgeweitet, wodurch sich der CO₂-Preis frei am Markt bilden wird. Experten rechnen hier mit Mehrkosten von bis zu 1.000 € jährlich für Verbraucher.
- Netzentgelte: Da immer mehr Menschen auf fossilfreie Heizsysteme wie die Wärmepumpe umsteigen, verteilen sich die Fixkosten des Gasnetzes – die sogenannten Netzentgelte – auf immer weniger Haushalte. In der Konsequenz erhöhen sich die Netzentgelte für die verbleibenden Haushalte erheblich.
Wirtschaftlich betrachtet bleiben fossilfreie Heizsysteme wie die Wärmepumpe klar im Vorteil. Mit einer Wärmepumpe sind Sie nicht betroffen von steigenden Brennstoffpreisen durch die Bio-Treppe, den CO₂‑Preis und steigende Netzentgelte.
Darüber hinaus erfüllen Sie mit einem fossilfreien Heizsystem jetzt und in Zukunft die gesetzlichen Vorgaben des GModG sowie die Klimaziele im Gebäudesektor. Ab 2045 will Deutschland klimaneutral sein. Spätestens dann können Sie Ihre Heizung nicht mehr mit fossilen Brennstoffen betreiben.
Welche Gasheizungen wurden im Test bewertet?
Im Gasheizungstest der Stiftung Warentest wurden verschiedene Gas-Heizkessel mit Brennwerttechnik der Hersteller Viessmann, Wolf, Buderus, Junkers, Vaillant, Brötje, Oertli, Remeha und Weishaupt getestet.
Mittlerweile weisen die Nachfolgemodelle einiger getesteter Modelle Verbesserungen in Verarbeitung und elektrischer Sicherheit auf. Zudem sind die Geräte der neuen Generation effizienter im Verbrauch und noch intuitiver in der Handhabung.
Wichtig: Der Gasthermen-Test ist von 2010 und die Heizungen sowie ihre Nachfolgemodelle erfüllen nicht mehr die Kriterien einer energieeffizienten und umweltverträglichen Heizung. Wärmepumpen stoßen z. B. kein CO₂ aus und haben einen 3- bis 5-mal höheren Wirkungsgrad. Damit schonen Sie nicht nur merklich Ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.
In welchen Kategorien wurden die Gasheizungen getestet?
Die verschiedenen Gasheizungen wurden in folgenden Bereichen getestet:
- Energieeffizienz unter Betrachtung des Normnutzungsgrades, der Warmwasserbereitung und des Stromverbrauchs pro Jahr.
- Die Umweltverträglichkeit der Modelle wurde anhand der Kohlenmonoxide sowie der Stickoxide im Abgas gemessen. Zusätzlich wurde der Geräuschpegel gemessen.
- Im Bereich Handhabung prüfte Stiftung Warentest die Verständlichkeit der Bedienungs-, Montage- und Wartungsanleitungen.
- Die Verarbeitung der einzelnen Gaskessel wurde im Hinblick auf deren Beanspruchung und Verletzungsgefahr durch Material beurteilt.
- Im Vergleich wurden die Gasheizungen auch auf ihre elektrische Sicherheit getestet.
Der gesamte Gasheizungstest im Überblick
| Modell | Energieeffizienz | Umwelt | Handhabung | Elektrische Sicherheit | Verarbeitung |
|---|---|---|---|---|---|
| Viessmann Vitodens 300-W | gut (1,8) | sehr gut (1,5) | sehr gut (1,5) | gut (2,0) | gut (2,3) |
| Wolf Comfortline CGB-20 | gut (2,2) | gut (2,0) | gut (1,7) | gut (2,0) | sehr gut (1,3) |
| Buderus Logamax plus GB152 16kW | gut (2,4) | gut (1,6) | gut (1,6) | befriedigend (3,0) | befriedigend (2,8) |
| Junkers Cerapur-Eco ZSB 14-3 E23 | gut (1,9) | gut (1,6) | gut (1,8) | befriedigend (3,0) | gut (2,5) |
| Vaillant ecotec exclusiv VC 146/4-7 | gut (2,3) | gut (1,8) | gut (1,7) | gut (2,0) | gut (2,0) |
| Brötje Ecotherm Plus WBG-S 17/20E | gut (2,1) | sehr gut (1,2) | sehr gut (1,3) | gut (2,0) | sehr gut (1,0) |
| Oertli Optimat GMR 3015 Condens | gut (1,7) | gut (1,7) | sehr gut (1,8) | gut (2,0) | befriedigend (2,8) |
| Remeha Calenta 15DS | gut (1,7) | gut (1,7) | sehr gut (1,8) | gut (2,0) | befriedigend (2,8) |
| Weishaupt thermo Condens WTC-15 AW-PEA | gut (2,0) | sehr gut (1,5) | gut (2,1) | befriedigend (3,0) | sehr gut (1,3) |
Im Gasheizung-Test verbrauchte die Vaillant ecotec exclusiv VC den meisten Strom für Pumpe, Ventilator und Regelung unter allen Testgeräten.
Der aktuelle Stand der Technik ermöglicht heute den Einsatz von Hocheffizienzpumpen, was eine Einsparung des Stromverbrauchs mit sich bringt. So sparen Sie bis zu 50 % Strom gegenüber herkömmlichen Niedertemperaturheizungen. Insgesamt sind Wärmepumpen aber deutlich effizienter.
Gasheizung Test: Wer war der Gewinner von Stiftung Warentest?
Der Gewinner des Gasheizungstests war die Viessmann Gasheizung Vitodens 300-W mit dem Urteil „gut“ (1,7). Mit einem Normnutzungsgrad von 96 % und einer effizienten Brennstoffausnutzung zur Warmwasserbereitung war die Viessmann Vitodens 300-W damals vor allem im Hinblick auf Energieeffizienz den anderen getesteten Gasheizungen überlegen.
Auch die Gastherme Junkers Cerapur-Eco ZSB schnitt im Test von 2010 gut ab. Sie erreichte im Gesamturteil die Note „gut“ (2,0). Stiftung Warentest stellte vor allem die Bedienungsfreundlichkeit der Gastherme heraus.
Gut zu wissen: Die Marke Junkers gehört bereits seit 2008 zur Bosch Thermotechnik GmbH. Im Jahr 2019 stellte Bosch die Gasheizungen unter der Firmierung Junkers ein. Die weiterentwickelte Cerapur-Reihe wird seitdem offiziell unter der Marke Bosch geführt.
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Sollte man jetzt noch eine Gasheizung kaufen?
Nein, der Kauf einer Gasheizung ist nicht mehr sinnvoll. Denn selbst die beste Gasheizung kann trotz moderner Brennwerttechnik nicht mit einer Wärmepumpe mithalten. In puncto Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit ist das Heizsystem mit erneuerbaren Energien deutlich überlegen.
Da die Wärmepumpe im laufenden Betrieb auch kein CO₂ ausstößt, macht sie das zur zukunftssicheren Alternative im Vergleich zur Gasheizung.
Vorteile einer Wärmepumpe im Vergleich zur Gasheizung im Überblick:
- Besserer Wirkungsgrad: Selbst die beste Gasheizung im Test erreicht nur einen Wirkungsgrad von 96 %. Eine Wärmepumpe hingegen heizt aufgrund ihrer effizienten Betriebsweise mit einem Wirkungsgrad von 300–500 %.
Damit ist sie rund viermal effizienter als eine Gasheizung. Das macht sich auch bei den Betriebskosten bemerkbar. Beim Umstieg von einer Gasheizung auf die Wärmepumpe können Sie bis zu 45 % Heizkosten sparen. - Hohe Förderung: Die hohe Heizungsförderung von bis zu 80 % für zukunftssichere und umweltfreundliche Heizsysteme soll Verbrauchern den Umstieg auf erneuerbare Energien erleichtern.
Mit der Förderung können Sie die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe deutlich reduzieren. In den meisten Fällen sind Wärmepumpen nicht mehr teurer als die Kosten für eine neue Gasheizung, einige Modelle sind mit der Maximalförderung von 80 % sogar bereits ab 8.700 € erhältlich. - Abgesichert für die Zukunft: Mit der Wärmepumpe heizen Sie unabhängig von fossilen Brennstoffen und erfüllen jetzt und auch in Zukunft die gesetzlichen Vorgaben.
Setzen Sie jetzt noch auf eine Gasheizung, müssen Sie früher oder später auf klimaneutrale Brennstoffe wie z. B. Wasserstoff umsteigen. Diese sind bis dato jedoch kaum verfügbar oder sehr teuer.
Sowohl Experten als auch Verbraucherschützer raten davon ab, da die Risiken und Unsicherheiten bislang überwiegen. Auch kann bisher noch keine gesicherte Versorgung gewährleistet werden.
Fazit: Ist der Gasheizungstest von 2010 noch aussagekräftig?
Der letzte Gasheizungstest von Stiftung Warentest ist aus dem Jahr 2010 und im Rahmen der aktuellen Marktlage nicht mehr aussagekräftig. Die Technik hat sich seitdem enorm weiterentwickelt und Heizsysteme mit erneuerbaren Energien wie die Wärmepumpe sind inzwischen deutlich effizienter und umweltfreundlicher als Gasheizungen.
Da Gasheizungen und auch andere fossile Heizungen langfristig vor dem Aus stehen, wird es wahrscheinlich auch keinen neuen Test geben. Der direkte Vergleich einer Wärmepumpe mit Öl- und Gasheizungen zeigt, dass die Gasheizung sowie andere fossile Systeme viele Nachteile haben und nicht mit dem effizienten Heizsystem mithalten können.
Fragen Sie sich als Hausbesitzer, welches System die beste Heizung ist, sollten Sie nicht mehr Gasheizungen untereinander vergleichen. In vielen Alt- und Bestandsbauten können Wärmepumpen auch ohne aufwendige Sanierungs- oder Modernisierungsarbeiten als alleiniges Heizsystem eingesetzt werden.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Gasheizung Test
Die Viessmann Vitodens 300-W war im letzten Test im Jahr 2010 eines der besten Modelle am Markt aufgrund ihrer hohen Modulation und smarten Steuerung.
Damals galt:
- Sie passt ihre Leistung stufenlos an den tatsächlichen Bedarf an (Modulation bis zu 1:17).
- Die integrierte Verbrennungsregelung Lambda Pro Plus sorgt für dauerhaft niedrige Emissionswerte.
- Dank integriertem WLAN ist die Steuerung per App besonders nutzerfreundlich.
Für ein Modell eines Markenherstellers müssen Sie mit Gesamtkosten zwischen 9.000 € und 14.000 € rechnen.
- Das Gerät selbst kostet je nach Leistungsklasse zwischen 3.500 € und 6.000 €.
- Hinzu kommen Kosten für den hydraulischen Abgleich und die fachgerechte Montage.
- Wärmepumpen kosten nach Förderung meist genauso viel und sind deutlich effizienter und günstiger im Betrieb.
Neben dem Preis sind vor allem der Modulationsbereich, die H2-Ready-Zertifizierung und die Ersatzteilverfügbarkeit entscheidend.
- Ein breiter Modulationsbereich verhindert häufiges "Takten" (An- und Ausschalten) und schont das Material.
- H2-Ready garantiert, dass die Heizung mit beigemischtetm Wasserstoff betrieben werden kann. Jedoch ist die notwendige Infrastruktur nicht gesichert und die Preise für Wasserstoff werden hoch sein.
Wandhängende Geräte sind heute der Standard für Einfamilienhäuser, da sie platzsparend sind und die gleiche Leistung wie bodenstehende Modelle erbringen.
- Sie können flexibel in Nischen, im Bad oder im Dachgeschoss installiert werden.
- Bodenstehende Kessel sind meist nur noch bei sehr großen Wasserspeichern oder in Mehrfamilienhäusern mit extrem hohem Leistungsbedarf notwendig.
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Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.
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