Das Wichtigste zur Gasheizung mit Solar in Kürze:

  • GEG-Konformität: Die 65 %-Regel für erneuerbare Energien ist mit Solarthermie allein kaum erfüllbar, da die Anlage vor allem im Winter nicht genug Energie liefert.
  • Einsparpotenzial: In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus lassen sich durch Solarthermie etwa 15 bis 20 % des Gasbedarfs einsparen.
  • Anschaffungskosten: Eine neue Hybridheizung aus Gas und Solar kostet durchschnittlich rund 25.000 .
  • Förder-Einschränkung: Für die fossile Gaskomponente gibt es keine Förderung mehr; nur der Solar-Anteil wird mit einer Grundförderung von 30 % unterstützt.
  • CO₂-Preis-Risiko: Trotz Solar-Unterstützung bleiben Nutzer abhängig von Erdgas und der CO₂-Steuer, die bis 2030 auf 200 bis 300 € pro Tonne steigen könnte.

Gasheizung mit Solar: Das sagt das Heizungsgesetz

Das reformierte Gebäudeenergiegesetz (GEG), auch Heizungsgesetz genannt, sieht vor, dass neu eingebaute Heizungen zu 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Seit Inkrafttreten am 1. Januar 2024 gilt dies bereits für Neubauten in Neubaugebieten. In Bestandsgebieten soll die Umsetzung schrittweise erfolgen und spätestens 2028 bundesweit gelten. Dementsprechend muss auch bei neuen Hybridheizungen in Zukunft darauf geachtet werden, dass der Anteil mit erneuerbaren Energien mindestens 65 % abdeckt.

Hybridheizungen aus Gas und Solarthermie galten lange Zeit als gute Lösung, um fossile Brennstoffe zu sparen, die Betriebskosten zu senken und umweltfreundlicher zu heizen. Im besten Fall kann die Warmwasserbereitung vor allem im Sommer durch die Solaranlage klimaneutral erfolgen. Im Winter, wenn der Heizbedarf am höchsten ist, muss die Gas-Solar-Heizung jedoch zum Großteil auf Erdgas zurückgreifen. Damit erreicht die Solarthermieanlage nicht den erforderlichen 65 %-Anteil des GEG in der Praxis, weshalb Verbraucher spätestens ab 2028 nur noch in Ausnahmefällen auf dieses Heizsystem umsteigen können.

Zudem sind Eigenheimbesitzer, die ihre Gas-Solar-Heizung mit Erdgas betreiben, weiterhin von der steigenden CO₂-Steuer betroffen. Aktuell liegt der politisch bestimmte Preis noch bei 45 € pro Tonne CO₂. Bis 2026 soll dieser auf 55 bis 65 € ansteigen. Ab 2027 wird der festgelegte Preis vom europäischen Emissionshandel abgelöst. Danach orientiert er sich komplett am Markt, weshalb Experten mit großen Preissprüngen rechnen. Prognosen zufolge könnten die Kosten für eine Tonne CO₂ bereits 2030 bei 200 bis 300 € liegen.

Gut zu wissen: Um die Wärmewende im Gebäudebestand voranzutreiben und Deutschland seinen selbstgesteckten Klimazielen ein bedeutendes Stück näherzubringen, setzt das GEG auf Heizsysteme, die gänzlich mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Entscheiden Sie sich für ein zukunftssicheres und klimafreundliches Heizsystem wie die Wärmepumpe, erfüllen Sie bereits heute alle aktuellen und zukünftigen Vorgaben des GEG. Zudem sind Sie unabhängig von der steigenden CO₂-Steuer und werden ab 2027 auch nicht von der Einführung des Emissionshandels betroffen sein.

Wie viel Gas spart man mit Solarthermie?

Wie bereits erwähnt, dient die Kombination aus einer Gasheizung mit Solar vor allem dazu, fossile Brennstoffe und Heizkosten zu sparen. Bei einer idealen Auslegung kann die Solarthermieanlage in der Regel mindestens den Warmwasserbedarf abdecken und zusätzlich zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden. In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus können damit ca. 15 bis 20 % des Gasbedarfs eingespart werden. In Niedrigenergiehäusern mit wenig Heizbedarf ist das Sparpotenzial etwas höher.

Dabei muss jedoch bedacht werden, dass die Sonne ihre natürlichen Grenzen hat und nicht ständig verfügbar ist. Das macht den Ertrag der Solaranlage stark von den Sonnenstunden pro Tag abhängig. Dementsprechend wird die Gasheizung vor allem in den Wintermonaten den Wärmebedarf decken müssen.

Je nach Sonneneinstrahlung und Wärmeertrag kann die Solarthermieanlage zusätzlich zur Warmwasserbereitung auch zur Heizungsunterstützung genutzt werden. Damit überschüssige Wärme auch an sehr sonnenreichen Tagen optimal vom Heizsystem genutzt werden kann, ist zusätzlich ein Speicher notwendig. Damit kann die Solarwärme gespeichert werden, wenn die Sonne scheint, und bei Bedarf vom Heizsystem verwendet werden.

Welcher Speicher passt zur Gasheizung mit Solar?

Mit einem Pufferspeicher lässt sich die Wärme aus Gasheizung und Solaranlage zusammenführen. Ideal ist der Schichtladespeicher, eine besondere Form des Pufferspeichers. Auch hier gilt: Die richtige Größe entscheidet über die Wirtschaftlichkeit und sollte daher an den persönlichen Wärmebedarf angepasst sein. Ist der Speicher zu klein, geht Wärme verloren, ist er zu groß, springt die Gasheizung früher als notwendig an.

Was kostet eine neue Gasheizung mit Solarthermie?

Die Preisspanne für eine neue Gasheizung mit Solar ist recht breit und richtet sich vor allem nach der Größe der Solarthermieanlage. In der Regel können Sie mit Kosten in Höhe von ca. 25.000 € rechnen. Eine genaue Preisangabe lässt sich jedoch erst tätigen, wenn der genaue Wärmebedarf der Immobilie bekannt ist. Damit ist eine Gas-Solar-Heizung in der Anschaffung nicht viel günstiger als z. B. eine Luft-Wasser-Wärmepumpe vor Förderung.

Wird eine Gasheizung mit Solar gefördert?

Mit der Reformierung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die am 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist, haben sich auch die Förderbedingungen für Hybridheizungen geändert. Gasheizungen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, erhalten schon seit einigen Jahren keine Förderung mehr. Im Rahmen der reformierten BEG wird nur noch die erneuerbare Komponente gefördert.

Für eine Solarthermieanlage erhalten Sie eine Grundförderung in Höhe von 30 %. Liegt das zu versteuernde Jahreseinkommen Ihres Haushalts unter 40.000 €, wird Ihnen zusätzlich ein Einkommens-Bonus von 30 % gewährt. Vom Maximalfördersatz für Heizsysteme mit erneuerbaren Energien, der bei einer Obergrenze von 70 % liegt, können Sie bei der Anschaffung eines Hybridsystems jedoch nicht profitieren. Der sogenannte Klimageschwindigkeits-Bonus in Höhe von 20 % ist an die Bedingung geknüpft, dass die fossile Heizung im Ganzen ausgetauscht wird.

Zum Vergleich: Tauschen Sie Ihre Gasheizung gegen eine Wärmepumpe als alleiniges Heizsystem, können Sie bis zu 70 % Förderung erhalten. Bei thermondo bekommen Sie z. B. eine Wärmepumpe mit 12 kW bereits ab 32.000 €. Mit einer Maximalförderung von 70 % bei 30.000 € förderfähigen Kosten zahlen Sie am Ende nur noch rund 11.000 €.

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Erfahren Sie Wissenswertes zur Förderung einer neuen Heizung

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Die meisten neu installierten Gasbrennwertkessel beziehungsweise neu installierten Gasbrennwertthermen sind mit Solar kombinierbar. Doch die Wirtschaftlichkeit dieser hybriden Heizung ist vor allem an die Auslastung der Solarthermieanlage geknüpft. Denn je mehr kostenlose Sonnenenergie in Wärme umgewandelt und im Haushalt genutzt wird, umso größer sind die Einsparungen.

Diese baulichen Anforderungen an das Dach sind für den optimalen Einsatz einer Solarthermieanlage elementar:

  • Größe: Je mehr Dachfläche zur Verfügung steht, desto größer kann die Solaranlage geplant werden. Mit einer größeren Kollektorfläche kann entsprechend auch ein höherer Wärmebedarf gedeckt werden.
  • Ausrichtung: Für einen maximalen Ertrag ist eine Südausrichtung optimal. Jedoch kann auch mit einer Ost-West-Ausrichtung noch bis zu 80 % des Höchstertrags erwirtschaftet werden.
  • Neigungswinkel: Ein Neigungswinkel der Dachfläche zwischen 30 und 50 ° ist am besten geeignet. Leichte Abweichungen können durch eine Aufständerung ausgeglichen werden. Beträgt der Neigungswinkel unter 15 oder mehr als 70 °, ist das Dach nicht geeignet.
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Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Der Vorteil einer Gas-Solar-Heizung liegt darin, dass sie weniger CO₂-Emissionen ausstößt, als eine konventionelle Gasheizung. Mit Inkrafttreten des GEG und den neuen Förderbedingungen für Hybridheizungen überwiegen jedoch bei der Kombination aus fossilen mit erneuerbaren Energien die Nachteile:

  • doppelte Anschaffungs-, Wartungs- und Reparaturkosten
  • staatliche Förderung wird nur noch dann gewährt, wenn der 65 %-Anteil erfüllt ist (mit Solarthermie in der Praxis kaum umsetzbar)
  • weiterhin abhängig von Gas – vor allem im Winter, wenn der Heizbedarf am größten ist
  • Gasanschluss notwendig
  • bauliche Voraussetzungen an das Dach, weshalb eine Solarthermieanlage nicht überall einsetzbar ist

Gasheizung mit Solar: Darum ist die Wärmepumpe die bessere Wahl

Die Kombination aus einer Gasheizung mit Solarthermie bietet nicht mehr die gleichen Vorteile wie noch vor einigen Jahren. Das liegt vor allem daran, dass das reformierte GEG die Gasheizung zum Auslaufmodell gemacht hat. Zudem bleibt man auch mit einer Gasheizung mit Solar nach wie vor abhängig von Erdgas und der immer weiter steigenden CO₂-Steuer. Wenn Sie über eine Heizungssanierung nachdenken, sollten Sie daher gleich auf ein Heizsystem wie die Wärmepumpe setzen, das komplett auf erneuerbaren Energien basiert.

Die Wärmepumpe gilt als das Heizsystem der Zukunft und soll erheblich zur Umsetzung der Klimaziele im Gebäudesektor beitragen. Mit bis zu 70 % Förderung zählt sie nach Anpassung der Förderrichtlinien zu den Heizsystemen mit den besten Förderbedingungen. Auch in puncto Betriebskosten schneidet die Wärmepumpe deutlich besser ab. Mit ihr lassen sich bis zu 30 % der Heizkosten gegenüber konventionellen Heizsystemen einsparen.

Wenn Sie sich für eine Wärmepumpe interessieren, spielt es keine Rolle, ob Sie im Neu- oder Altbau wohnen. Durch den technischen Fortschritt sind Wärmepumpen mittlerweile in allen Gebäudearten gut einsetzbar. Tatsächlich könnten 40 % aller Bestandsbauten bereits jetzt mit einer Wärmepumpe ausgerüstet werden, ohne dass weitere Sanierungsmaßnahmen nötig wären.

Ein Großteil der Eigenheimbesitzer entscheidet sich für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Im Vergleich zu anderen Wärmepumpen-Arten sind die Anschaffungs- bzw. Installationskosten weitaus niedriger und die Installation sehr unkompliziert. Am Ende profitiert man von einem effizienten und zukunftssicheren Heizsystem, das Sie komplett unabhängig von Gas macht.

FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Gasheizung mit Solar

Gibt es 2026 noch eine staatliche Förderung für Gasheizungen mit Solar?

Nein, für die Gasheizung selbst gibt es keine staatliche Förderung mehr, nur die Solarthermie-Komponente wird bezuschusst. Die aktuelle Förderstruktur sieht wie folgt aus:

  • Eine Grundförderung von 30 % für die Solarthermieanlage.
  • Ein zusätzlicher Einkommens-Bonus von 30 % bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen unter 40.000 €.
  • Der Klimageschwindigkeits-Bonus entfällt bei Hybridsystemen, da dieser den kompletten Austausch der fossilen Heizung voraussetzt.
Kann eine Gas-Solar-Heizung die 65 %-Regel des Heizungsgesetzes erfüllen?

In der Praxis ist es fast unmöglich, die gesetzliche Forderung von 65 % erneuerbaren Energien rein durch Solarthermie abzudecken. Dies liegt an der natürlichen Verfügbarkeit der Sonnenenergie:

  • Während die Warmwasserbereitung im Sommer oft zu 100 % solar erfolgt, reicht der Ertrag im Winter nicht aus.
  • Da der Heizbedarf in der kalten Jahreszeit am höchsten ist, bleibt der Gasanteil zu hoch.
  • Ab 2028 können solche Systeme daher nur noch in absoluten Ausnahmefällen neu installiert werden.
Wie viel lässt sich durch die Kombination von Gas und Solar sparen?

In einem typischen Einfamilienhaus können Sie durch eine Solarthermieanlage circa 15 bis 20 % Ihres Gasbedarfs einsparen. Dieser Wert hängt jedoch stark von den baulichen Gegebenheiten ab:

  • Eine optimale Dachausrichtung nach Süden mit einem Neigungswinkel zwischen 30 und 50 ° ist ideal.
  • In Niedrigenergiehäusern mit geringem Basis-Heizbedarf kann das Sparpotenzial prozentual etwas höher ausfallen.
  • Ein Pufferspeicher oder Schichtladespeicher ist notwendig, um die gewonnene Wärme auch an bewölkten Tagen nutzen zu können.
Was kostet die Installation einer neuen Gasheizung inklusive Solarthermie?

Für die komplette Neuanschaffung eines Gas-Solar-Hybridsystems müssen Hausbesitzer mit Kosten von durchschnittlich 25.000 € rechnen. Der Preis variiert je nach Dimensionierung der Anlage:

  • Die Größe der Kollektorfläche auf dem Dach bestimmt maßgeblich den Endpreis.
  • Da diese Summe vor Abzug von Förderungen bereits im Bereich einer Luft-Wasser-Wärmepumpe liegt, ist die Wirtschaftlichkeit genau zu prüfen.
  • Zudem fallen doppelte Kosten für die Wartung und Reparatur beider Teilsysteme an.
Warum gilt die Wärmepumpe als bessere Alternative zur Gas-Solar-Hybridheizung?

Die Wärmepumpe ist zukunftssicherer, da sie zu 100 % auf erneuerbaren Energien basiert und damit alle Anforderungen des GEG sofort erfüllt. Im direkten Vergleich ergeben sich signifikante Vorteile:

  • Eine Wärmepumpe ist unabhängig von der steigenden CO₂-Steuer und dem ab 2027 startenden Emissionshandel.
  • Die staatliche Förderung für Wärmepumpen ist mit bis zu 70 % deutlich attraktiver als bei Hybridsystemen.
  • Nach Abzug aller Zuschüsse ist eine Wärmepumpe bei thermondo oft schon ab 9.000 € erhältlich und amortisiert sich schneller.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.