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Ölheizung: Kosten, Preise, Vor- und Nachteile

Die Ölheizung ist gleich nach der Gasheizung das häufigste Heizungssystem in Deutschland. 5,9 Millionen Heizungen in Deutschland werden mit Heizöl betrieben – 5,6 Millionen davon sind veraltet. Bei einer Heizungsmodernisierung setzen inzwischen viele Hausbesitzer auf einen Wechsel des Heizsystems. Allerdings ist ein Heizungswechsel auch immer eine Kostenfrage. Auch wer sich entscheidet seine alte Heizung durch eine Ölheizung mit Brennwerttechnik zu ersetzen, kann bereits Kosten sparen.

Ölheizung, Abbildung: © Remeha

Abbildung: © Remeha (Ölheizung, Modell: Calora TOWER Öl)

Die Kosten einer Ölheizung

Eine alte Ölheizung gegen eine neue Ölbrennwertheizung auszutauschen, ist bei Thermondo im Komplettpaket inklusive Montage, Peripheriegeräten uvm. bereits ab ca. 7.000 € möglich. Durch staatliche Förderungen kann dieser Preis noch um bis zu 10 % sinken. ABER: ein Wechsel von Öl auf Gas ist in der Regel sehr viel günstiger. Hier muss allerdings noch mit den Kosten für die Verlegung eines Gasanschlusses kalkuliert werden (einmalig ca. 2000 €).

Und auch die laufenden Kosten sind zu bedenken: Im Herbst 2014 sind die Heizölpreise erstmals stark gesunken, aber immer noch auf einem vergleichsweise hohem Niveau. Im Durchschnitt zahlt man 80 bis 90 € je 100 Liter. Das Verhältnis zwischen Anschaffungskosten der neuen Heizungsanlage und laufenden Kosten ist ein wichtiger Anhaltspunkt für die Anschaffung einer neuen Heizung.

Auch für die jährliche Wartung entstehen Kosten von 120 – 200 € pro Jahr. Die Wartung von Ölheizungen ist oftmals aufwändiger als die von Gasheizungen, da im Abgas von Heizöl ein höherer Rußanteil vorhanden ist, der regelmäßig entfernt werden sollte.

So funktioniert die Ölheizung

Das System der Ölheizung basiert darauf, durch die Verbrennung von Heizöl Wärme zu erzeugen. Das Heizöl wird in einem Tank gelagert, meist im Keller des jeweiligen Hauses. Auf diesem Weg kann in der Regel ein Vorrat gekauft werden, der über eine Heizperiode hinaus reicht. Dies lohnt sich besonders, wenn sich eine größere Menge Öl zu einem günstigen Preis einkaufen lässt.

Vorteile einer Ölheizung

Versorgungssicherheit 

Ein Vorteil einer Ölheizung ist, dass die Bundesrepublik, anders als beispielsweise beim Erdgas, Öl aus circa 30 Ländern importiert – so bestehen keine Abhängigkeiten von bestimmten Lieferanten. Zudem sind die Lieferwege für das Erdöl flexibel, sodass auch die Unterbrechung eines Lieferweges nicht zu einer Versorgungsunsicherheit führen würde.

 
Flexibilität

Da Heizöl in einem Tank gelagert wird, können Besitzer einer Ölheizung selbst bestimmen, wann und von wem sie den Tank auffüllen lassen und sind nicht an langfristige Lieferverträge gebunden. So können Preisschwankungen genutzt werden.

 
Hohe Wirkungsgrade mit Brennwertkessel

Wer Kosten sparen will, sollte nicht nur den Brennstoff im Auge behalten, sondern auch die Heizung selbst. Mit einer modernen Ölheizung kann im Vergleich zu alten Geräten mitunter 30 Prozent Energie eingespart werden. Während eine alte Ölheizung noch deutlich verbrauchsintensiver ist, erreichen moderne Geräte mit Brennwerttechnik äußerst hohe Wirkungsgrade und können so den Ölverbrauch und damit die Heizkosten massiv senken. Das bedeutet, dass auch Kostensenkungen in diesem Bereich erreicht werden können.

 

 Nachteile einer Ölheizung

Hohe Preise für Heizöl    

Die Preise für fossile Rohstoffe sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Wer Heizöl kaufen möchte, sollte daher den Preis im Jahresverlauf beobachten und bei niedrigen Preisen zuschlagen. Alternativ bietet sich auch Bio-Heizöl an.

 
Hoher Schadstoffausstoß 

Dank Brennwerttechnik wird der Schadstoffausstoß von neuen Ölheizungen zwar erheblich verringert, doch im Vergleich zu Gasheizungen und regenerativen Energien ist die Umweltbilanz sehr viel schlechter. Eine Ölbrennwertheizung stößt immer noch 13 % mehr CO2 aus als eine Gasheizung (gem. statistischem Bundesamt).

 

Achtung: Modernisierungspflicht für alte Ölheizungen

Aufgrund der hohen Energieverluste von Altgeräten hat die Bundesregierung die Heizungsmodernisierung für bestimmte Altgeräte gesetzlich vorgeschrieben. So müssen Gas- und Ölheizungen, deren Installation bereits vor dem 1. Januar 1985 stattgefunden hat, aufgrund der Energieeinsparverordnung (EnEV) bis 2015 ausgetauscht werden. Aufgrund der hohen Einsparpotenziale durch eine moderne Heizanlage entscheiden sich jedoch immer mehr Hausbesitzer dazu, ihre Heizung aufzurüsten, auch wenn sie jünger als 30 Jahre ist, da der Einspareffekt sofort eintritt. Die Modernisierung der alten Ölheizung zahlt sich so bereits innerhalb weniger Heizperioden aus.

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Alternativen: Ölheizung mit regenerativen Energieträgern kombinieren

Eine Ölheizung lässt sich auch flexibel mit erneuerbaren Energien gemeinsam nutzen. So kann beispielsweise eine Solaranlage mit Öl ergänzt werden. Im Sommer kann die Warmwassererzeugung allein über die Solarthermie gedeckt werden. Der Ölverbrauch liegt also bei null. Im Winter werden dann beide Systeme kombiniert, sodass möglichst wenig Öl verbraucht wird, was für erhebliche Kosteneinsparungen sorgt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Ölheizung mittels Bioheizöl zu befeuern. Dieses Heizöl besteht aus nachwachsenden Brennstoffen und schwefelarmen Heizöl.