Rückschlagventil der Heizung – effizienter Schutz vor rücklaufendem Wasser
Das Rückschlagventil übernimmt in Ihrer Heizungsanlage wichtige Sicherheitsfunktionen. Es sorgt für einen reibungslosen Heizkreislauf und verhindert eine Vermischung von Heiz- und Trinkwasser. Wir zeigen Ihnen, wie das Ventil funktioniert und wo es eingesetzt wird.
Ein Artikel von Sebastian Calließ | Zuletzt aktualisiert am: 17.02.2020
Was ist ein Rückschlagventil und wie funktioniert es?
Das Rückschlagventil, auch Rückflussverhinderer genannt, sorgt dafür, dass Gase oder Flüssigkeiten nur in eine Richtung fließen und nicht zurückströmen können. Rückschlagventile öffnen sich selbständig, sobald eine Flüssigkeit oder Gas fließt. Sobald sich die Strömungsrichtung ändert, schließt das Ventil.
Wie Rückschlagventile funktionieren, hängt von der Art der Rückschlaggarnitur ab:
- Rückschlagklappe (Heizung): Diese Klappe lässt Wasser oder Gas in einer Richtung durchströmen. Sobald der Strom aufhört oder sich dessen Richtung umkehrt, schließt sich die Klappe. Vergleichbar ist die Rückschlagklappe mit der Schwerkraftbremse bei einer Solarthermie-Anlage. Rückschlagklappen kommen z.B. beim Anschluss an den Pufferspeicher zum Einsatz. So wird verhindert, dass das erwärmte Heizwasser zurückströmt und sich mit dem Trinkwasser vermischt.
- Rückschlagventil: Ein Rückschlagventil besitzt einen Teller mit Feder. Sobald das Medium strömt, drückt der Teller gegen die Feder. Das Wasser kann durch den geöffneten Querschnitt durchfließen. Stoppt die Strömung oder ändert sich die Strömungsrichtung, drückt der Teller nicht mehr gegen die Feder, diese schnellt zurück und verschließt den Leitungsquerschnitt.
- Kugelrückschlagventil: Ein Kugelrückschlagventil funktioniert genauso wie ein Feder-Rückschlagventil, nur dass anstelle eines Tellers eine Kugel verwendet wird. Strömt das Wasser in die gewünschte Richtung, öffnet die kleine Kugel die Rohrleitung. Bei einem Wasserstopp oder einer Rückströmung verschließt die Kugel die Öffnung wieder.
Wo werden Rückschlagventile eingesetzt?
Rückschlagventile kommen in der Heiz- und Klimatechnik in unterschiedlichen Geräten vor:
- Solarkollektoren: Hier werden Rückschlagklappen eingesetzt, um das erwärmte Heizwasser am Zurückströmen zum Solarkollektor zu hindern.
- Heizkessel: Hier sorgen Rückschlagventile dafür, dass das erhitzte Heizwasser nicht in den Kessel oder Wärmetauscher zurückfließt.
- Trinkwasserversorgung: In diesem Bereich verhindern Rückschlagventile, dass Trinkwasser am Wasserzähler zurückfließt. So kann sich der Zähler bei umgedrehter Fließrichtung nicht rückwärts drehen.
- Systemtrennung: Beim Einsatz von Kombispeichern verhindern Rückschlagventile, dass sich Trinkwasser mit Heizwasser vermischt.
- Heizung Wasser nachfüllen: Wenn Wasser in der Heizung nachgefüllt werden muss, wird der Füllschlauch an ein Rückschlagventil angeschlossen. So wird verhindert, dass das aufgefüllte Wasser im Schlauch wieder zurückfließt.
- Gasleitung: Bei Gasleitungen werden Rückschlagventile verwendet, damit sich die Gasleitung schließt, sobald ein Gasrohr geöffnet wird.
Defektes Rückschlagventil umgehend tauschen lassen
Sobald ein Defekt an einem Rückschlagventil festgestellt wird, muss es unverzüglich ausgetauscht werden, da sonst die Funktionsfähigkeit der Heizung sowie die Sicherheit des Heiz- und Trinkwassersystems gefährdet sein können.
Die Kosten für den Austausch sind vergleichsweise gering. Der Materialwert der Rückschlagventile beträgt meist weniger als 10 Euro.
Rückschlagventil am besten vom Fachmann tauschen lassen
Auch wenn das Rückschlagventil in der Heizung ein eher unscheinbares Bauteil ist, sollte es bei einem Defekt nur vom Fachmann getauscht werden. So ist sichergestellt, dass Ihre Heizung nach dem Austausch wieder sicher und effizient arbeiten kann. Zudem lassen sich die Arbeitskosten von der Steuer absetzen.

Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.
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