Heizungspumpe tauschen: Darauf ist zu achten

Die Heizungs- oder Umwälzpumpe ist ein Kernstück jeder Heizungsanlage, die meist erst dann auffällt, wenn sie defekt ist. Dabei lohnt sich, ihr schon vorher Aufmerksamkeit zu schenken, denn viele sind überaltert und das hat negative Folgen.

Umwälz- bzw. Heizungspumpe sind echte Dauerläufer in jedem Zentralheizungssystem. Denn sie halten den Kreislauf in Gang, der erwärmtes Wasser zu den Heizkörpern transportiert und abgekühltes wieder zum Brenner zurückgeführt. 

Fakt ist, dass in mehr als 80 Prozent der deutschen Heizungsanlagen veraltete oder überdimensionierte Umwälzpumpen im Einsatz sind, die unnötig viel Strom benötigen.

Natürlich erhöht sich mit zunehmendem Betriebsalter – ab 20 Jahren und älter − auch das Risiko eines Defekts der verbauten Heizungspumpe. Spätestens dann ist ein Austausch vonnöten.

Energie- und Heizungsexperten raten generell zu einer modernen Hocheffizienzpumpe. Diese verbraucht ca. nur ein Viertel der Energie eines herkömmlichen Modells, passt sich leistungsmäßig automatisch dem vorhandenen Wärmebedarf an und ist zudem individuell einstellbar. 

Umwälzpumpen sind nicht teuer. Auch Hocheffizienz-Geräte sind bereits ab ca. 120 Euro im Handel erhältlich. Natürlich gilt es zu berücksichtigen, welche Heizungsanlage Sie betreiben und wie groß diese dimensioniert ist. 

Inklusive Montage müssen Sie mit 300 – 350 Euro rechnen. Dank staatlicher Förderung lassen sich die Nettokosten um 30 Prozent senken. Das entsprechende Programm des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) trägt den Namen „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“. 

Es läuft offiziell noch bis zum 31. Dezember 2020. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen können davon Gebrauch machen und müssen den Förderungsantrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einreichen. 

Den Pumpentausch sollten Sie nicht selbst, sondern von einem Fachmann ausführen lassen. Das sichert Sie gerade im Schadensfall ab. Darüber hinaus ist der Anschluss nicht verpolungssicher und so muss der Ausführende eine Elektrofachkraft für festgesetzte Tätigkeiten sein. 

Des Weiteren ist mit dem Pumpentausch auch gleich der hydraulische Abgleich als Optimierungsmaßnahme der Heizungsanlage zu empfehlen. Denn nur so wird sichergestellt, dass alle Komponenten der Heizung optimal aufeinander abgestimmt sind und reibungslos Hand in Hand arbeiten. 

Vereinfacht gesagt, sorgt diese Prozedur dafür, dass an jedem Heizkörper diejenige Menge an Wasser ankommt, die tatsächlich benötigt wird, und außerdem keine störenden Luftblasen im System zirkulieren. Ohne einen hydraulischen Abgleich läuft man jedenfalls Gefahr, dass auch die neue Hocheffizienzpumpe unnötig viel Energie verbraucht. 

Bedenken Sie darüber hinaus: Wenn Ihr Heizkessel (wie Ihre Umwälzpumpe) ebenfalls in die Jahre gekommen ist und nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht, macht der Austausch von Einzelkomponenten energetisch wenig Sinn. In diesem Fall lohnt es sich, über eine Komplettsanierung der Heizungsanlage nachzudenken. Diese ist selbstredend kostspieliger, aber auf lange Sicht ganz sicher lohnend, auch für die Umwelt. 

Nutzen Sie hierfür unseren Heizungsplaner und erhalten Sie Ihr Festpreisangebot, zu dem Sie Ihrem persönlichen Berater anschließend Ihre Fragen stellen können. Wir beraten Sie gerne.

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