Verbrauch der Ölheizung richtig berechnen
Ein zu hoher Verbrauch von Heizöl ist vor allem für jene Verbraucher ein Problem, die mit den stetig steigenden Energiepreisen zu kämpfen haben. Eine regelmäßige Prüfung der Ölheizung kann hier Geld sparen.
Ein Artikel von Sebastian Calließ | Zuletzt aktualisiert am: 01.10.2023
Verbrauch der Ölheizung regelmäßig messen
Im Gegensatz zur Verbrennung von Gas, entstehen bei der Heizölverbrennung ruß- und schwefelhaltige Abgase, die sich auf Wärmetauscher, Brenner und Filter ablagern und somit die Langlebigkeit der Heizung gefährden.
Darüber hinaus müssen alle veralteten Heizungsanlagen laut gültigem Gebäudeenergiegesetz (GEG) nach 30 Jahren Betriebslaufzeit gegen moderne Anlagen ausgetauscht werden. Hier empfiehlt sich der Umstieg auf eine Wärmepumpe, da Öl- und Gasheizungen aufgrund der Verwendung fossiler Brennstoffe keinen Beitrag zum Erreichen der deutschen Klimaziele leisten.
Gerade im Zuge des Krieges in der Ukraine wird zudem deutlich, wie unberechenbar die Preise für Öl und Gas sind. Mit einer Wärmepumpe werden Sie unabhängig von Öl und Gas und helfen mit, die CO2-Emissionen im Gebäudesektor bis 2030 zu halbieren.
Was können Sie aber tun, um die eigene Ölheizung bis zur Sanierung der Heizungsanlage optimal zu nutzen? Wir empfehlen Ihnen in diesem Fall, Ihren Heizölverbrauch künftig genau im Auge zu behalten. So können Sie spontan auf Preisschwankungen reagieren, Ihren Verbrauch minimieren und Geld sparen.
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Ölheizung: Verbrauch berechnen leicht gemacht
Anders als bei einem Auto lässt sich der Verbrauch einer Ölheizung nicht ohne weiteres berechnen. Während im Auto die Messstabmethode auch bei halbvollem Tank möglich ist, funktioniert das bei einem Öltank nur, wenn dieser ganz voll ist.
Dies ist vor allem auf die Form des Tanks zurückzuführen, die sehr unterschiedlich sein kann, was oftmals komplexe mathematische Berechnungsmodelle erfordert.
Des Weiteren ist der zeitliche Abstand zwischen zwei Öllieferungen oftmals zu groß, um Schwankungen wahrnehmen zu können. Interessierte sollten daher auf folgende Hilfsmittel zurückgreifen, um den Verbrauch ihrer Ölheizung pro Jahr exakt zu berechnen:
- Füllstandsanzeige
- Brennerstunden
- Ölzähler
1. Mit der Füllstandsanzeige den Heizölverbrauch berechnen
Manche Öltanks verfügen über eine Füllstandsanzeige. Diese gibt die im Tank befindliche Restmenge an Öl auf einer analogen Anzeigeuhr entweder in Prozent oder Liter an. Alternativ dazu lässt sich der Tankinhalt an einem Rohr ablesen.
Zwar eignen sich diese Kontrollmöglichkeiten vor allem dazu, einen zur Neige gehenden Ölstand anzuzeigen. So lässt sich eine fällig werdende Lieferung erkennen, nicht unbedingt jedoch die genaue im Tank befindliche Menge Öl.
Ein monatliches Ablesen des Füllstands sollte trotzdem als grobe Verbrauchskontrolle genutzt werden. Im Allgemeinen gilt: Ein Zentimeter Füllhöhe entspricht circa 50 Liter Heizöl beziehungsweise 500 Kilowattstunden. Der zum Einsatz kommende Umrechnungsfaktor hängt vor allem von der Tankgeometrie ab.
2. Die Brennerstunden helfen bei der Verbrauchsberechnung
Der eigene Heizölverbrauch lässt sich durch die Beobachtung der Brennerlaufzeit recht genau abschätzen. Dies trifft insbesondere auf neuere Kessel inklusive verschiedener Bedienelektroniken zu.
Sie zählen die genaue Brennerlaufzeit meist automatisch. Ein Blick in die Bedienungsanleitung der Anlage hilft bei der Lokalisierung des Wertes innerhalb der erhobenen Daten. Alternativ hilft auch ein Anruf beim betreuenden Monteur.
Außerdem: Sollte Ihr Kessel über keine entsprechende Technik verfügen, so ist diese äußerst preiswert im Fachhandel zu kaufen. Diese analogen Betriebsstundenzähler kosten etwa 15 Euro.
Die Kontrolle des Verbrauchs selbst kann anhand der gemessenen Stunden vorgenommen werden. Dabei entspricht jede Stunde Brennerlaufzeit einer bestimmten Menge an verbranntem Öl.
3. Der Ölzähler kennt den Verbrauch Ihrer Ölheizung
Ein nachträglich eingebauter Ölzähler kann den eigenen Ölverbrauch besonders exakt bestimmen. Der Zähler wird zunächst innerhalb der Leitung zwischen Tank und Brenner verbaut. Seine Messungen sind auf 0,01 Liter genau und zeigen sogar stündliche Veränderungen im Verbrauch an.
Damit ist die Messung mittels eines Ölzählers fehlerarm und einfach zu handhaben.
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Zwar kann der genaue Blick auf den eigenen Heizölkonsum mittelfristig für einen verminderten Verbrauch sorgen – langfristig sollten sich Heizungsbesitzer jedoch um einen Austausch ihrer veralteten Anlage kümmern. Um komplett unabhängig von fossilen Brennstoffen zu sein, ist der Umstieg auf eine Wärmepumpe sinnvoll, da sie ihre Heizenergie bei Verwendung von Ökostrom aus natürlichen Ressourcen gewinnt.
Die Wärmepumpe ist die Lösung, um das deutsche Klimaziel einer Halbierung der CO2-Emissionen bis 2030 im Gebäudesektor zu erreichen. Mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe von thermondo, die schon jetzt in sechs Millionen Bestandbauten verbaut werden kann, können Sie nicht nur Ihren Beitrag zum Klimaschutz beitragen, sondern werden auch unabhängig von fossilen Energieträgern und deren unberechenbaren Preissteigerungen. Gerne prüfen wir, ob auch bei Ihnen die hocheffiziente Wärmepumpe zum Einsatz kommen kann.
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Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.
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