Das Wichtigste zum Gastank in Kürze:

  • Anschaffungskosten: Ein eigener Gastank kostet ab 1.500 €, während Mietmodelle bereits bei unter 10 € pro Monat starten und die hohe Anfangsinvestition ersparen.
  • Wartungsverpflichtung: Käufer tragen Nebenkosten von 800 € bis 1.550 € innerhalb von 10 Jahren; bei Mietverträgen ist dieser Service oft im „All-Inclusive“-Paket enthalten.
  • Anbieterwahl: Nur als Eigentümer sind Sie bei der Wahl des Gaslieferanten völlig frei und können durch Preisvergleiche sparen, während Mieter meist an den Vermieter des Tanks gebunden sind.
  • Aufstellort-Aufpreis: Die unterirdische Installation sorgt für eine ungestörte Optik im Garten, verursacht jedoch mindestens 500 € Mehrkosten im Vergleich zur oberirdischen Variante.
  • Amortisation: Finanziell lohnt sich der Kauf eines Gastanks gegenüber der Miete meist erst nach einer Laufzeit von mehr als 20 Jahren.

Was für den Einsatz von Flüssiggas spricht

Viele moderne Gasheizungen lassen sich mit Erdgas oder Flüssiggas betreiben. Wenn in Ihrem Haus oder in Ihrer Gewerbeimmobilie kein Gasanschluss über den Versorger möglich ist, kann Flüssiggas eine sinnvolle Alternative sein. Dies gilt umso mehr, wenn die Gasheizung mit alternativen Energieerzeugern wie Wärmepumpen oder Solarthermie kombiniert wird.

Was die aktuellen Gaspreise angeht, liegen die Kosten für Flüssiggas auf einem ähnlichen Niveau wie Erdgas. Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit, Bio-Flüssiggas zu kaufen. Es wird z.B. über Biogasanlagen aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen gewonnen.

Kombinieren Sie also Ihre Flüssiggas-Heizung mit erneuerbaren Energien, können Sie sich nahezu autark von einem dezentralen Energienetz mit Wärme versorgen.

Ein Gastank ist nicht vergleichbar mit einem Öltank

Um mit Öl zu heizen, benötigen Sie einen Öltank. Um diesen zu installieren, benötigen Sie einen besonders ausgestatteten Lagerraum, denn Öl ist gewässerschädigend. Wohnen Sie zudem in einem Wasserschutzgebiet, ist ein Öltank nicht ohne zusätzliche Auflagen zu realisieren.

Anders sieht es bei einem Flüssiggastank aus. Der Brennstoff gilt als nicht gefährlich für Gewässer. Somit gibt es aus Umweltschutzgründen keine speziellen Anforderungen an den Lagerort und den Gastank.

Gastank – welche Größe sollte ich wählen?

Einfluss auf die Kosten eines Flüssiggastanks hat dessen Größe, unabhängig davon, ob Sie den Tank mieten oder kaufen. Welche Tankgröße Sie wählen sollten, hängt von Ihrem Heizbedarf ab. Dieser wiederum ist abhängig von der Personenzahl, die in dem Gebäude lebt bzw. arbeitet, und dem energetischen Zustand des Gebäudes. Je höher die Wärmedämmung, desto weniger Brennstoff benötigen Sie und desto kleiner kann der Tank dimensioniert werden.

Als Richtwerte gelten:

  • Ein Zwei-Personen-Haushalt in einem Haus mit einer Wohnfläche von ca. 100 m² benötigt einen 2.500 bis 3.000 L fassenden Flüssiggastank.
  • Eine vierköpfige Familie benötigt zum Heizen einen etwa 5.000 L großen Tank.

Allerdings sollten Sie bei der Wahl der richtigen Tankgröße auch berücksichtigen, ob Sie größere Reserven anlegen wollen. So können Sie z.B. bei günstigen Preisen für Flüssiggas schnell reagieren und Ihren Tank füllen.

Gut zu wissen: Flüssiggas können Sie im Haushalt auch zur Versorgung eines Gasherds oder mobiler Heizgeräte verwenden. Mithilfe einer Gassteckdose lassen sich z.B. auch Grills auf der Terrasse anschließen.

Wo kann ein Flüssiggastank aufgestellt werden?

Ein Flüssiggastank kann oberirdisch auf Ihrem Grundstück, unterirdisch oder in einem eigenen Tankraum installiert werden. Jede Variante hat Vor- und Nachteile.

  • Gastank oberirdisch: Die Installation und Wartung dieser Tanks sind sehr einfach, da alle wichtigen Teile direkt zugänglich sind. Um Rohrleitungen zu sparen, sollte der Tank am besten in der Nähe des Heizgeräts montiert werden. Dadurch entsteht der Nachteil des oberirdischen Tanks: Er könnte die Optik Ihres Hauses stören.
  • Gastank unterirdisch: Ein Flüssiggastank kann im Garten eingegraben werden. Dadurch stört der Tank das optische Gesamtbild Ihres Gartens und Hauses nicht. Allerdings sind Wartungen und die Installation kostenintensiver. Sie müssen mit Mehrkosten von mindestens 500 € im Vergleich zum oberirdischen Aufbau rechnen.
  • Gastank im Haus: Die mit Abstand teuerste Variante ist es, den Flüssiggastank im Haus zu montieren. Zwar sparen Sie Rohrleitungen, doch muss der Aufstellraum wichtige Voraussetzungen an den Brandschutz erfüllen und der Tank darf dort nicht tiefer als einen Meter stehen (Erdgleiche). Außerdem nimmt der Gastank im Keller viel Platz weg, den Sie sonst für andere Zwecke nutzen könnten. Allerdings kann der im Haus installierte Gastank Sinn ergeben, wenn Sie von einer Ölheizung auf eine Flüssiggasheizung umsteigen und den ohnehin schon vorhandenen Tankraum einfach für den Gastank nutzen.

Letztlich ist die Wahl des Aufstellorts für den Gastank keine Frage der Sicherheit, sondern eine Frage des Budgets und des persönlichen Geschmacks.

Gastank kaufen: Kosten sowie Vor- und Nachteile

Beim Kauf eines Flüssiggastanks müssen Sie mit Kosten ab 1.500 € rechnen. Wenn Sie z.B. ein Mehrfamilienhaus mit Gas versorgen wollen, benötigen Sie einen größeren Tank, der auch über 3.000 € kosten kann. Wenn Sie einen Gastank kaufen, sind Sie danach auch für dessen Wartung und mögliche Reparaturen verantwortlich.

So ist zum Beispiel alle zwei Jahre eine Kontrolle von außen erforderlich, die zwischen 40 und 70 € kostet. Darüber hinaus müssen alle 10 Jahre die Rohrleitungen und der Tank von innen überprüft werden. Die Kontrolle des Tanks durch den TÜV oder andere zertifizierte Prüfstellen kostet rund 300 € für oberirdische Tanks und bis zu 900 € für unterirdische. Die Kontrolle der Rohrleitungen können Sie mit rund 300 € veranschlagen.

Innerhalb von zehn Jahren kommen also zwischen 800 und 1.550 € an Nebenkosten hinzu.

Dafür sind Sie bei der Wahl des Gaslieferanten frei, wenn Sie einen Gastank kaufen. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, Kosten mit einem Anbieter- und Preisvergleich zu sparen.

Darauf sollten Sie achten, wenn Sie einen Flüssiggastank kaufen:

  • Der Tank sollte neu sein, nicht gebraucht.
  • Empfehlenswert sind Gastanks von deutschen Herstellern.
  • Der Gastank darf nur von einer Fachfirma installiert und an Ihre Gasheizung angeschlossen werden.
  • Für den Anschluss sollten nur zugelassene Bauteile verwendet werden.

Gastank mieten: Kosten sowie Vor- und Nachteile

Wenn Sie mit Flüssiggas heizen wollen, können Sie einen Gastank auch mieten. In der Regel werden die Tanks von den Flüssiggaslieferanten bzw. -versorgern vermietet. Durch die Miete sparen Sie sich zunächst die hohen Anschaffungskosten für den Tank. Darüber hinaus bieten die meisten Versorger einen sogenannten „All-Inclusive“-Service an. Während der Mietzeit sind alle Kosten für Wartung, Pflege oder mögliche Reparaturen im Mietpreis enthalten. Günstige Mietmodelle beginnen bereits bei weniger als 10 € pro Monat.

Nachteil am Mietmodell ist jedoch, dass Sie meistens nur das Flüssiggas des Anbieters beziehen können. Sie haben somit keine Chance, Gas bei einem günstigeren Lieferanten zu kaufen. Ein weiterer Nachteil: Wollen Sie vorzeitig aus dem Mietvertrag aussteigen, wird meist auch der Tank demontiert. Sie müssen dann für die Kosten der Demontage aufkommen.

Darauf sollten Sie achten, wenn Sie einen Gastank mieten:

  • Der Anbieter sollte nur neue Gastanks einbauen.
  • Im Mietvertrag muss klar geregelt sein, wer für die Wartungs- oder Reparaturkosten aufkommt.
  • Der Preis für das Flüssiggas sollte dem aktuellen Marktpreis entsprechen.
  • Die Kosten für eine Abholung des Gastanks zum Ende der Mietzeit sollten im Vertrag klar angegeben werden.

Einen gebrauchten Gastank kaufen – ist das sinnvoll?

Unabhängig davon, ob Sie einen Gastank mieten oder kaufen, sollten Sie immer auf einen neuen Tank bestehen. So ist sichergestellt, dass der Behälter in einwandfreiem Zustand ist und Sie bei möglichen Schäden von einer Garantie profitieren können.

Fazit: Wann sollte ich einen Gastank kaufen oder mieten?

Im Gegensatz zur Gastank-Miete lohnt sich der Kauf finanziell erst nach mehr als 20 Jahren. Dann erst übersteigen die Mietkosten je nach Mietmodell durchschnittlich die Kosten für die Anschaffung. Allerdings spielt es dabei auch eine wichtige Rolle, wie günstig Sie das Gas beziehen können. Zudem müssen Sie die Kosten und den Aufwand für Wartung und Pflege übernehmen.

Wem die Anfangsinvestition zu hoch ist, der profitiert bei einem Mietmodell neben den überschaubaren monatlichen Zahlungen von einem umfassenden Wartungs- und Pflegekomfort. Dafür muss der Verbraucher über eine Laufzeit von mehreren Jahrzehnten mit höheren Gesamtkosten rechnen.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Was kostet es, einen Flüssiggastank zu kaufen?

Ein Flüssiggastank kostet in der Anschaffung ab 1.500 €, bei größeren Modellen kann der Preis auch über 3.000 € betragen. Zusätzlich müssen folgende Wartungskosten eingeplant werden:

  • Äußere Kontrolle (alle zwei Jahre): 40 bis 70 €.
  • Innere Prüfung und Rohrleitungskontrolle (alle 10 Jahre): 600 bis 1.200 €.
  • Insgesamt fallen innerhalb von zehn Jahren etwa 800 bis 1.550 € an Nebenkosten an.
Ist es besser, einen Gastank zu kaufen oder zu mieten?

Finanziell lohnt sich der Kauf eines Gastanks meist erst nach einer Laufzeit von mehr als 20 Jahren. Die Entscheidung hängt primär von Ihrem Budget und Ihrer gewünschten Flexibilität ab:

  • Kauf: Hohe Anfangskosten, aber volle Freiheit bei der Wahl des günstigen Gaslieferanten.
  • Miete: Geringe monatliche Kosten (ab unter 10 €) inklusive Wartungsservice, aber Bindung an den Gaslieferanten des Vermieters.
Welche Größe muss ein Flüssiggastank für ein Einfamilienhaus haben?

Für eine vierköpfige Familie ist in der Regel ein Gastank mit einem Fassungsvermögen von etwa 5.000 L erforderlich. Kleinere Haushalte oder Häuser mit sehr guter Dämmung benötigen weniger Kapazität:

  • Ein Zwei-Personen-Haushalt (ca. 100 m²) kommt mit 2.500 bis 3.000 L aus.
  • Ein größerer Tank kann sinnvoll sein, um bei günstigen Marktpreisen größere Reserven auf Vorrat zu kaufen.
Wo darf ein Flüssiggastank auf dem Grundstück aufgestellt werden?

Ein Gastank kann oberirdisch, unterirdisch im Garten eingegraben oder in einem speziellen Tankraum im Haus installiert werden. Jede Variante hat spezifische Vor- und Nachteile:

  • Oberirdisch: Günstig und leicht zu warten, stört aber eventuell die Optik.
  • Unterirdisch: Unsichtbar im Garten, verursacht jedoch mindestens 500 € Mehrkosten bei Installation und Wartung.
  • Im Haus: Die teuerste Variante, die zudem strenge Brandschutzauflagen erfüllen muss.
Kann man einen Gastank auch in Wasserschutzgebieten aufstellen?

Ja, im Gegensatz zu Öltanks unterliegt ein Flüssiggastank keinen speziellen Auflagen in Wasserschutzgebieten, da der Brennstoff nicht gewässerschädigend ist. Das bietet Vorteile für Hausbesitzer:

  • Es ist kein speziell ausgestatteter Lagerraum erforderlich.
  • Es müssen keine zusätzlichen Umweltauflagen für den Boden oder den Tankort erfüllt werden.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.