Zuletzt aktualisiert am: 10.11.2020

Heizungstausch – Kosten, Nutzen, Fördermöglichkeiten

Trotz einer hohen Lebensdauer von mehr als 15 Jahren kommt jede Heizungsanlage einmal an ihr Ende. Wir zeigen Ihnen, welche Vorteile ein Heizungstausch mit sich bringt, welche Möglichkeiten es gibt und mit welchen Kosten Sie rechnen können.

Ein Heizungstausch muss nicht immer erst dann erfolgen, wenn die Heizung kaputt und irreparabel ist. So kann es schon vorher von Vorteil sein, die alte Heizungsanlage gegen ein modernes Heizsystem zu tauschen.

Nach ca. 15 Jahren kann eine Gas- oder Ölheizung den Brennstoff trotz gründlicher und regelmäßiger Wartung nicht mehr effizient verbrennen. In diesem Fall steigt der CO2-Ausstoß deutlich an. Mit einer neuen Heizungsanlage verursachen Sie weniger klimaschädliche Emissionen.

Ein neues Heizsystem benötigt deutlich weniger Brennstoff. Sie sparen damit Heizkosten.

Wenn Ihre Heizung 30 Jahre oder älter ist, muss sie ohnehin ausgetauscht werden. Mit dem Heizungstausch haben Sie die Möglichkeit, sich in Ruhe für das beste Nachfolgesystem zu entscheiden, bevor die Heizung komplett defekt ist.

Steigen Sie von einer alten Ölheizung auf eine moderne Hybridheizung mit Gas oder komplett auf alternative Energieerzeuger um, können Sie bis zu 45 Prozent Förderzuschuss erhalten. Auch ohne Austauschprämie für Ölheizungen können Sie beim Umstieg auf eine Gasheizung mit Solar 30 Prozent BAFA-Förderung bekommen.

Mit einem neuen Heizsystem machen Sie sich weniger abhängig von schwankenden Ölpreisen.

Tauschen Sie Ihre alte Ölheizung aus, brauchen Sie keinen Öltank mehr. Der frei gewordene Platz lässt sich dann anderweitig nutzen.

Wichtig ist, dass Sie mit dem Heizungstausch nicht so lange warten, bis die Heizung endgültig defekt ist. So bleibt Ihnen genügend Zeit, die neue Heizungsanlage mit einem Fachbetrieb zu planen und die optimale Förderung zu bekommen.

Wenn Sie Ihre alte Heizungsanlage austauschen, können Sie verschiedene Förderprogramme der Bundesregierung nutzen. Der Staat belohnt die Hausbesitzer, die auf umweltfreundliche und energieeffiziente Heizsysteme umsteigen.

BAFA-Förderung

Mit dem Marktanreizprogramm (MAP) der Bundesregierung fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) den Heizungswechsel. Gefördert werden im Gebäudebestand Biomasseanlagen oder Wärmepumpenanlagen mit bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten.

Solarkollektoren allein werden mit bis zu 30 Prozent gefördert. Steigen Sie auf eine Eneuerbare Energien Hybridheizung um (EE-Hybride), erhalten Sie bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss zurück. Für den Wechsel zu einer Gas-Hybridheizung erhalten Sie bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Wollen Sie den alternativen Energieträger erst später nutzen, können Sie bis zu 20 Prozent BAFA -Förderung für eine Renewable-Ready-Gasbrennwertheizung erhalten.

Wer seine alte Ölheizung tauschen möchte, kann den Fördersatz auf bis zu 45 Prozent erhöhen.

Die maximale Höhe des Förderzuschusses beträgt 50.000 Euro pro Wohneinheit. Wichtig ist, dass der Antrag beim BAFA vor der Auftragsvergabe eingeht.

KfW-Förderung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert den Umstieg auf klimafreundlichere Heizsysteme mit zinsgünstigen Krediten, die mit Tilgungszuschüssen noch attraktiver werden. Tauschen Sie Ihre alte Heizung aus und sanieren Ihr Wohngebäude energetisch, können Sie z.B. das KfW-Programm 151 „Energieeffizient Sanieren“ in Anspruch nehmen. Für den Heizungstausch allein bietet sich der KfW-Kredit 167 an. Der Ergänzungskredit ist für den Umstieg auf erneuerbare Energien gedacht.

Wichtig ist sowohl für die KfW-Förderung als auch für die BAFA-Förderung, dass Hausbesitzer die damit verbundenen Bedingungen beachten. So muss der Antrag in beiden Fällen vor Beginn der Baumaßnahme bei der KfW bzw. dem BAFA eingehen.

Nutzen Sie am besten die Beratung durch einen Fachbetrieb. Die Experten helfen Ihnen bei der Antragstellung und der Auswahl des geeigneten Heizsystems.

Wie teuer der Heizungstausch wird, lässt sich nicht pauschal bestimmen. Steigen Sie z.B. auf Pellettechnik in Kombination mit Solarthermie um, müssen Sie zusätzliche Kosten für die Anpassung der Abgasanlage einberechnen. Deutlich günstiger wird es hingegen, wenn Sie auf Gasbrennwert mit Solar umsteigen. Hier können Sie mit Kosten ab ca. 15.000 Euro rechnen.

Unabhängig davon, für welches Heizsystem Sie sich letztlich entscheiden, sollten Sie die staatliche Förderung nutzen. So lassen sich die Gesamtkosten in der Regel immer um mehrere tausend Euro senken. Durch die Einsparungen beim Brennstoffverbrauch haben sich die Investitionskosten in Kombination mit der staatlichen Förderung meist schon nach zehn Jahren amortisiert.

Es gibt verschiedene Anhaltspunkte, die für einen Heizungstausch sprechen. Wenn Sie eine der folgenden Fragen mit einem Ja beantworten, sollten Sie über einen Heizungstausch nachdenken, denn dann ist eine neue Heizung in der Regel immer wirtschaftlicher als das bestehende System.

  • Ist Ihre Heizung länger als 15 Jahre in Betrieb?
  • Wird der Aufstellraum der Heizung immer sehr warm?
  • Sind größere Reparaturen an der Heizung geplant?
  • Werden regelmäßig zu hohe Emissionswerte gemessen?

Welche Heizung für den Heizungstausch?

Für welches neue Heizsystem Sie sich bei einem Heizungstausch entscheiden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Auch Ihre persönlichen Anforderungen haben Einfluss auf die Wahl der Heiztechnik. Wollen Sie eine Wärmepumpe in Betrieb nehmen, sollten Sie z.B. prüfen, ob Ihr Haus oder Grundstück für Umweltwärme überhaupt geeignet ist. Möchten Sie auf Biomasse umsteigen, sollte ausreichend Lagerplatz für Brennstoffe vorhanden sein. Oftmals kann es auch empfehlenswert sein, den Heizungstausch mit einer energetischen Sanierung zu kombinieren.

Nutzen Sie auf jeden Fall die Beratungskompetenz eines Fachbetriebs. So finden Sie die beste Lösung für Ihre Immobilie.

Tipp: Führen Sie nach dem Heizungstausch einen hydraulischen Abgleich durch

Mit einem hydraulischen Abgleich wird das neue Heizsystem von Beginn an optimal eingestellt, die Wärme verteilt sich in Heizkörpern oder Flächenheizungen perfekt und Sie können den Energieverbrauch der Heizung nochmals deutlich senken.

Für einen Heizungstausch sollten Hausbesitzer rund zwei bis drei Tage einplanen. In dieser Zeit wird die alte Heizungsanlage fachgerecht demontiert und entsorgt. Anschließend erfolgt der Einbau des neuen Heizsystems. Die Dauer der Montage hängt u.a. davon ab, ob z.B. ein alter Öltank ausgebaut und entsorgt werden muss, ob die Installation von Solarmodulen auf dem Dach oder die Modifikation des Abgassystems erforderlich ist.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Heizungstausch?

Selbstverständlich sollte die Heizung bei einem irreparablen Defekt sofort getauscht werden. Haben Sie jedoch Zeit zum Planen, bietet sich für den Heizungstausch die Zeit außerhalb der Heizperiode an, z.B. in den Sommermonaten. Wenn während des Heizungswechsels für kurze Zeit kein warmes Wasser verfügbar ist, ist das im Sommer einfacher zu handhaben als in der kühleren Jahreszeit.

Heizungstausch mit Thermondo

Bei Thermondo erhalten Sie vor dem Heizungstausch eine umfassende Beratung per Telefon oder direkt vor Ort. Dabei helfen Ihnen die Experten, das beste Heizsystem für Ihre Anforderungen, Ihr Budget und Ihr Gebäude zu finden.

Entscheiden Sie sich für unser Angebot zu Ihrem Heizungstausch, können Sie sich praktisch zurücklegen, wir übernehmen alle anfallenden Arbeiten im Rahmen des Heizungswechsels. Das beinhaltet auch die Kommunikation mit dem Energieversorger, wenn nötig, und dem Schornsteinfeger. Darüber hinaus bieten wir Ihnen ein Förderservice, mit dem Sie das Maximum der Ihnen zustehende Förderung erhalten.

Haben wir gemeinsam mit Ihnen einen Termin gefunden und wurde Ihr Bauvorhaben durch unsere technische Qualitätsprüfung freigegeben, führt eines unserer Teams aus Ihrer Region den Heizungstausch durch. Unsere Handwerker sind bestens ausgebildet und durch regelmäßige Weiterbildung immer auf dem aktuellen Stand der Technik.

So stellen wir insgesamt sicher, dass Ihr Heizungstausch reibungslos abläuft und Sie danach mit dem neuen Heizsystem heizen und sparen können.

Der gesamte Heizungstausch ist bei Thermondo zu einem Festpreis möglich.

Ein Heizungstausch ist die beste Möglichkeit, um langfristig Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen. Wer dabei von hoher staatlicher Förderung von bis zu 45 Prozent profitieren möchte, sollte sich am besten noch 2020 ein Angebot einholen. Nutzen Sie hierfür unseren Heizungsplaner und wir melden uns zeitnah bei Ihnen.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.