Zuletzt aktualisiert am: 05.05.2020

Verbot: Ölheizung jetzt austauschen?

Wenn Sie mit Öl heizen, haben Sie die letzten Meldungen aus der Presse sicherlich auch verunsichert. Von einem Verbot der Ölheizung ist die Rede. Doch was ist an einem Ölheizungsverbot dran und was bedeutet das für Sie?

Die Bundesregierung hat im Oktober 2019 das neue Klimapaket beschlossen. Es sieht in besonderem Maße Energieeinsparungen vor, eine Abgabe für CO2 und außerdem ein mögliches Verbot für Ölheizungen. Ziel der Maßnahmen soll es sein, den Ausstoß von klimaschädlichen Abgasen bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent zu reduzieren.

Bei Verbrauchern, die mit Öl heizen oder gerade eine moderne, energiesparende Ölbrennwertheizung in Auftrag gegeben haben, löste die Ankündigung des Klimapakets Unruhe aus. Laut Pressemeldungen sollen bereits viele Aufträge für eine neue Ölheizung storniert worden sein.

Modernisieren Sie Ihre Ölheizung und sparen Sie Heizkosten und CO2 ein

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Tatsächlich gibt es im Rahmen des Klimapakets ein Verbot für Ölheizungen, allerdings nur für den Kauf ab 2026, nicht aber für den Betrieb. Wenn Sie bisher mit einer Ölheizung heizen, können Sie das auch weiterhin tun. Sie können auch bis 2026 weiterhin eine Ölheizung kaufen und fachgerecht installieren lassen.

Aber: Ab 2026 dürfen nur noch sogenannte „Hybridsysteme“ in Betrieb genommen werden. Das bedeutet, dass Sie dann eine Ölbrennwertheizung mit einem alternativen Energieerzeuger wie Photovoltaik oder Solarthermie kombinieren müssen.

Doch bis 2026 dürfen Sie weiterhin auf eine Ölbrennwertheizung umrüsten und sparen so bis zu 30 Prozent an Brennstoffen gegenüber einem alten Ölkessel.

Es gibt kein definitives Verbot für Ölheizungen. Das belegen auch die Ausnahmen, welche im Klimapaket definiert wurden.

So sollen Gebäude von einem Ölheizungsverzicht ausgenommen werden, in welchen eine technische Umrüstung der Heiztechnik nicht möglich ist. Das wäre z.B. der Fall:

  • wenn alternativ erzeugte Wärme nicht in ausreichendem Maße genutzt oder erzeugt werden kann.
  • weil keine Anschlussmöglichkeit an Fernwärme besteht.
  • Solarmodule nicht in ausreichender Zahl installiert werden können.
  • keine Möglichkeit für den Bau einer Wärmepumpe vorhanden ist.

Wenn Sie Ihre Ölheizung erst kürzlich gegen eine moderne Ölbrennwertheizung ausgetauscht haben, können Sie erst einmal Ruhe bewahren. Es besteht aktuell und auch in naher Zukunft kein Handlungsbedarf.

Ist Ihre Ölheizung schon älter, kann sich der Umstieg auf moderne Brennwerttechnik lohnen. Die Ersparnisse mit einer neuen Ölbrennwertheizung können, je nachdem, wie alt Ihre alte Heizung war, bis zu 30 Prozent betragen.

Möchten Sie jetzt auf umweltfreundliche Brennwerttechnik umsteigen, unterstützen wir Sie gerne dabei.

Bis Ende 2019 zahlte die Kreditanstalt für Wiederaufbau attraktive Förderung für eine neue Ölbrennwertheizung. Im Rahmen des Klimapakets ist diese Förderung nun weggefallen. Seit Anfang 2020 ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) größtenteils für die Förderung für Heizungen zuständig.

Für Ölheizungen gibt es keine Förderung mehr. Auch Gasheizungen werden allein nicht mehr bezuschusst. Ausschließlich in Kombination mit erneuerbaren Energien können Sie Förderung beantragen.

Die aktuellen Förderrichtlinien machen Ihnen einen Wechsel von Öl so attraktiv wie nie zuvor. So erhalten Sie einen Zuschuss von 40 Prozent, wenn Sie auf eine Gas-Hybridheizung, bspw. mit Solarthermie, umsteigen. Ein Wechsel auf eine Hybridheizung mit zwei erneuerbaren Wärmequellen bringt Ihnen sogar 40 Prozent Förderung.

Gerade die Kombination aus Gasheizung und Solarthermie ist so sehr lukrativ und kostet Dank der Förderung kaum mehr als eine neue Ölheizung. Nutzen Sie die Option, wenn ein Gasanschluss bei Ihnen möglich ist.

Wechseln Sie jetzt und erhalten Sie 40 Prozent Förderung

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Mögliche Alternativen zur Ölheizung

Wenn Sie ohnehin schon mit dem Gedanken spielen, Ihre alte Ölheizung zu ersetzen, bieten sich folgende Alternativen an:

  • Umstieg auf eine Gas-Brennwertheizung mit Solarthermie: In diesem Fall müssten Sie zuvor prüfen, ob ein Gas-Hausanschluss vorhanden ist. Der Vorteil: Das Heizen mit Gas erzeugt weniger Emissionen und Sie sparen langfristig mehr Geld dank noch effizienterer Brennwerttechnik. In Kombination mit Solarthermie reduzieren Sie den Gasverbrauch erheblich und sparen mehr als 50 Prozent Heizkosten ein. Dachneigung und -ausrichtung müssen jedoch Voraussetzungen erfüllen, damit Solarthermie Sinn ergibt.
  • strombasierte Wärmepumpen: Diese alternative Technik zur Erzeugung von Wärme ist vor allem für Besitzer von neugebauten Einfamilienhäusern interessant. Der Vorteil: Sie erzeugen sehr klimafreundlich Wärme und müssen nur für den Strom bezahlen, den die Pumpe benötigt.
  • Pelletkessel, Hackschnitzelheizungen: Das Heizen mit Holz kann eine sinnvolle Alternative sein, da durch die Verbrennung nicht mehr CO2 freigesetzt wird als ohnehin durch die Verrottung des Holzes freigesetzt würde. In der Anschaffung sind Pelletkessel zwar teurer, es existieren jedoch mehr Fördermöglichkeiten. Außerdem sind Holzpellets beim Heizen immer noch günstiger als Gas oder Öl.

Einem möglichen Ölheizung-Verbot sollten Sie erst einmal mit Ruhe begegnen. Haben Sie eine alte Ölheizung in Betrieb, lohnt sich der Umstieg auf moderne Brennwerttechnik. Diese Anlage lässt sich dann immer noch gut 15 bis 20 Jahre effizient betreiben.

Mehr Heizkosten lassen sich langfristig mit einem Umstieg auf Gasheizung sparen. Gerade in Kombination mit Solarthermie kommen Sie auf Einsparungen von bis zu 56 Prozent. Besonders attraktiv wird diese Hybridheizung durch die hohe Förderung von 40 Prozent, wenn Sie von einer Ölheizung wechseln. Wir beraten Sie gerne, welche Variante für Ihre Immobilie, Ihre Anforderungen und die Anforderungen an Ökologie und Effizienz empfehlenswert sind.

Haben Sie sich für eine neue Heizung entschieden, übernehmen wir im Anschluss alle notwendigen Schritte. Zudem helfen wir Ihnen, mit unserem Fördermittelservice das Maximum an Förderung zu erhalten. Die Installation übernehmen unsere festangestellten Heizungstechniker und auch im Servicefall sind wir für Sie da.

Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und erhalten Sie ein für Sie unverbindliches Festpreisangebot.

Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.