Zuletzt aktualisiert am: 07.11.2019

Verbot: Ölheizung jetzt austauschen?

Wenn Sie mit Öl heizen, haben Sie die letzten Meldungen aus der Presse sicherlich auch verunsichert. Von einem Verbot der Ölheizung ist die Rede. Doch was ist an einem Ölheizungsverbot dran und was bedeutet das für Sie?

Die Bundesregierung hat im Oktober 2019 das neue Klimapaket beschlossen. Es sieht in besonderem Maße Energieeinsparungen vor, eine Abgabe für CO2 und außerdem ein mögliches Verbot für Ölheizungen. Ziel der Maßnahmen soll es sein, den Ausstoß von klimaschädlichen Abgasen bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent zu reduzieren.

Bei Verbrauchern, die mit Öl heizen oder gerade eine moderne, energiesparende Ölbrennwertheizung in Auftrag gegeben haben, löste die Ankündigung des Klimapakets Unruhe aus. Laut Pressemeldungen sollen bereits viele Aufträge für eine neue Ölheizung storniert worden sein.

Tatsächlich ist im Rahmen des Klimapakets ein Verbot für Ölheizungen geplant, allerdings nur für den Kauf ab 2026, nicht aber für den Betrieb. Wenn Sie bisher mit einer Ölheizung heizen, können Sie das auch weiterhin tun. Sie können auch bis 2026 weiterhin eine Ölheizung kaufen und fachgerecht installieren lassen.

Aber: Ab 2026 dürfen nur noch sogenannte „Hybridsysteme“ in Betrieb genommen werden. Das bedeutet, dass Sie dann eine Ölbrennwertheizung mit einem alternativen Energieerzeuger wie Photovoltaik oder Solarthermie kombinieren müssen.

Doch bis 2026 dürfen Sie weiterhin auf eine Ölbrennwertheizung umrüsten und sparen so bis zu 30 Prozent an Brennstoffen gegenüber einem alten Ölkessel.

Es gibt kein definitives Verbot für Ölheizungen. Das belegen auch die Ausnahmen, welche im Klimapaket definiert wurden.

So sollen Gebäude von einem Ölheizungsverzicht ausgenommen werden, in welchen eine technische Umrüstung der Heiztechnik nicht möglich ist. Das wäre z.B. der Fall:

  • wenn alternativ erzeugte Wärme nicht in ausreichendem Maße genutzt oder erzeugt werden kann.
  • weil keine Anschlussmöglichkeit an Fernwärme besteht.
  • Solarmodule nicht in ausreichender Zahl installiert werden können.
  • keine Möglichkeit für den Bau einer Wärmepumpe vorhanden ist.

Wenn Sie Ihre Ölheizung erst kürzlich gegen eine moderne Ölbrennwertheizung ausgetauscht haben, können Sie erst einmal Ruhe bewahren. Es besteht aktuell und auch in naher Zukunft kein Handlungsbedarf.

Nutzen Sie eine alte Ölheizung, die nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik ist, kann sich der Umstieg auf moderne Ölbrennwerttechnik jetzt noch lohnen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt noch bis zu 15 Prozent Förderung für den Einbau eines Ölbrennwertgeräts.

Damit Sie die Förderung erhalten, müssen Sie Folgendes beachten:

  • Nehmen Sie Kontakt zu einem Energieberater auf und stellen Sie gemeinsam mit ihm den KfW-Förderantrag.
  • Stellen Sie den Förderantrag, bevor Sie Ihren Heizungsfachbetrieb beauftragen.

Unabhängig von den Ergebnissen des aktuellen Klimapakets der Bundesregierung und möglicher Einschränkungen beim Betrieb von neuen Ölheizungen ab 2026 können Sie jetzt noch garantiert KfW-Förderung erhalten.

Möchten Sie jetzt auf umweltfreundliche Brennwerttechnik umsteigen, unterstützen wir Sie gerne dabei.

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Bund stellt Förderung für Umstieg in Aussicht

Derzeit sind viele Fragen noch ungeklärt. So steht z.B. nicht fest, in welchem Umfang Hausbesitzer ab 2026 erneuerbare Energien in ihr Hybrid-Heizsystem einbinden müssen. Außerdem stehen Ausnahmeregelungen zur Diskussion, die aber ebenfalls noch nicht final beschlossen sind. Doch unabhängig von einem drohenden Verbot von Ölheizungen oder möglichen Einschränkungen im Betrieb von Ölheizungen lohnt es sich für Hausbesitzer, sich nach Alternativen umzuschauen.

Um viele Hausbesitzer zum Umstieg auf alternative Heiztechnik zu animieren, sind Förderungen von bis zu 40 Prozent der Kosten im Gespräch. Ein offizieller Beschluss wurde hier jedoch nicht gefasst. Insofern ist es ein Aufschub einer geplanten Modernisierung nicht zu empfehlen.

Einerseits werden bereits jetzt attraktive Fördersummen vergeben, anderseits sind die Heizkosten bei Ölheizungen auf einem sehr hohen Niveau, dass auch in der aktuellen Heizperiode nicht sinken wird. Es sei denn, Sie nutzen eine moderne und effiziente Heizungsanlage. Diese reduziert die Heizkosten um bis zu 30 Prozent gegenüber einer alten Ölheizung. Der Umstieg auf eine Gasheizung mit Brennwerttechnik lohnt sich noch mehr, da auch der Brennstoff günstiger ist.

Mögliche Alternativen zur Ölheizung

Wenn Sie ohnehin schon mit dem Gedanken spielen, Ihre alte Ölheizung zu ersetzen, bieten sich neben dem mit bis zu 15 Prozent von der KfW geförderten Umstieg auf Öl-Brennwerttechnik folgende Alternativen an:

  • Umstieg auf eine Gas-Brennwertheizung: In diesem Fall müssten Sie zuvor prüfen, ob ein Gas-Hausanschluss vorhanden ist. Der Vorteil: Das Heizen mit Gas erzeugt weniger Emissionen und Sie sparen langfristig mehr Geld dank noch effizienterer Brennwerttechnik.
  • strombasierte Wärmepumpen: Diese alternative Technik zur Erzeugung von Wärme ist vor allem für Besitzer von neugebauten Einfamilienhäusern interessant. Der Vorteil: Sie erzeugen sehr klimafreundlich Wärme und müssen nur für den Strom bezahlen, den die Pumpe benötigt.
  • Pelletkessel, Hackschnitzelheizungen: Das Heizen mit Holz kann eine sinnvolle Alternative sein, da durch die Verbrennung nicht mehr CO2 freigesetzt wird als ohnehin durch die Verrottung des Holzes freigesetzt würde. In der Anschaffung sind Pelletkessel zwar teurer, es existieren jedoch mehr Fördermöglichkeiten. Außerdem sind Holzpellets beim Heizen immer noch günstiger als Gas oder Öl.

Einem möglichen Ölheizung-Verbot sollten Sie erst einmal mit Ruhe begegnen. Haben Sie eine alte Ölheizung in Betrieb, lohnt sich der Umstieg auf moderne Brennwerttechnik nicht nur aufgrund der Förderung. Diese Anlage lässt sich dann immer noch länger als 20 Jahre effizient betreiben.

Mehr Heizkosten lassen sich langfristig mit einem Umstieg auf Gasheizung sparen. Gerade in Kombination mit Solarthermie kommen Sie auf Einsparungen von bis zu 56 Prozent. Wir beraten Sie gerne, welche Variante für Ihre Immobilie, Ihre Anforderungen und die Anforderungen an Ökologie und Effizienz empfehlenswert sind.

Haben Sie sich für eine neue Heizung entschieden, übernehmen wir im Anschluss alle notwendigen Schritte. Zudem helfen wir Ihnen, mit unserem Fördermittelservice das Maximum an Förderung zu erhalten. Die Installation übernehmen unsere festangestellten Heizungstechniker und auch im Servicefall sind wir für Sie da.

Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und erhalten Sie ein für Sie unverbindliches Festpreisangebot.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.