Zuletzt aktualisiert am: 26.02.2020

Solarthermie Förderung 2020: Zuschüsse und Kredite von KfW und BAFA

Auch nach der Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes 2019 hält die Bundesregierung an der Solarthermie-Förderung 2020 fest. Allerdings haben sich einige Veränderungen ergeben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie von KfW- und Bafa-Förderung bei Solarthermie profitieren können.

Wurden bisher die KfW-Programme 152 (Kredit) und 430 (Zuschuss) „Energieeffizient Sanieren“ für die Förderung der Solaranlage genutzt, müssen sich Hausbesitzer seit dem 1.1.2020 umorientieren. Die Förderung wird von nun an vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) übernommen.

Allgemein entfällt die KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen für Öl- oder Gas-Brennwertheizungen sowie für ergänzende Anlagen wie Solarthermie. Obwohl die Kosten für die Sanierung zum KfW-Haus bei neuen Gas- und Öl-Brennwertgeräten nicht mehr förderfähig sind, können die Maßnahmen weiterhin für die energetische Berechnung zur Einstufung als KfW-Effizienzhaus berücksichtigt werden.

Die KfW bietet 2020 außerdem keinen Ergänzungskredit (KfW 167) für kombinierte Heizungsanlagen auf der Basis erneuerbarer Energien und Öl an. Sie erhalten somit keine KfW-Förderung mehr, wenn Sie eine neue Öl-Brennwertheizung z.B. mit Solarthermie kombinieren.

Solarthermie-Anlagen allein werden jedoch als Ergänzung zum BAFA-Zuschuss weiterhin im Rahmen des Programms 167 „Energieeffizient Sanieren“ von der KfW gefördert. Das gilt auch für die Kombination von Gas-Brennwertheizungen mit Solarthermie.

Wir haben Ihnen alle aktuellen Fördermöglichkeiten für Solarthermie übersichtlich zusammengestellt:

  • Planung einer Solaranlage: Förderung durch BAFA und Verbraucherzentralen (durch Energieberatung)
  • Einbau einer Solarthermie-Anlage für die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung: Förderung durch BAFA, KfW oder kommunale bzw. bundeslandspezifische Programme
  • Erweiterung einer bestehenden Solaranlage zur Wärme- oder Warmwassererzeugung: BAFA-Förderung
  • Optimierung einer bestehenden Solarthermie-Anlage: Fördermöglichkeiten durch das BAFA

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Zum Angebot

Hausbesitzer können vor allem vom Marktanreizprogramm des BAFA profitieren, wenn sie Solarthermie einsetzen wollen. Folgende Förderung ist möglich:

  • Installation einer Solarthermie-Anlage: Übernahme von 30 Prozent der förderfähigen Kosten durch das BAFA.
  • Nachrüsten von Solarthermie: Zuschuss von bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten.
  • Einbau einer Gas-Hybridheizung mit Solarthermie: Übernahme von 30 Prozent der förderfähigen Kosten.
  • Einbau einer renewable-ready Gas-Brennwertheizung: Förderung von bis zu 20 Prozent der Kosten. Voraussetzung ist, dass die Erweiterung mit erneuerbaren Energien, z.B. einer Solaranlage innerhalb von zwei Jahren erfolgt.
  • Kombination einer Solaranlage mit weiteren Erneuerbaren Energien: Übernahme von bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten durch das BAFA.
  • Umstieg von einer Ölheizung auf Solarthermie: Zusätzlich zur Förderung bietet das BAFA einen Austauschbonus von 10 Prozent. Die maximale Förderung erhöht sich so auf 45 Prozent der förderfähigen Kosten.

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Allgemeine Voraussetzungen für die BAFA-Förderung von Solarthermie:

  • Sie müssen die Solaranlage für die Warmwasserbereitung und/oder die Wärmeerzeugung zur Raumheizung nutzen. Die Solaranlage ist außerdem förderfähig, wenn sie zur Kälteerzeugung oder zur Einspeisung von Kälte oder Wärme in ein entsprechendes Kälte-/Wärmenetz eingesetzt wird.
  • Ihre Solaranlage muss auf der BAFA-Liste der förderfähigen Solaranlagen stehen. Diese Solarmodule müssen vom BAFA vorgegebene Standards erreichen und die Zertifizierung „Solar Keymark“ tragen.
  • Der Förderantrag muss vor Abschluss des Bauvertrags oder Kaufs der Solaranlage beim BAFA eingegangen sein. Wird der Antrag später gestellt, lehnt das BAFA die Solarthermie-Förderung ab.

Technische Voraussetzungen für eine Solarförderung durch das BAFA

Um eine BAFA-Förderung zu erhalten, können Flachkollektoren, Röhrenkollektoren oder Luftkollektoren eingesetzt werden.

Diese Vorgaben gelten, wenn die Solarthermie-Anlage im Bestand errichtet wird:

  • Einsatz für Warmwasser und Raumheizung: Für Flachkollektoren ist eine Mindestfläche von neun, für Röhrenkollektoren von sieben Quadratmetern vorgeschrieben. Bei Luftkollektoren gibt es keine Mindestfläche. Der Pufferspeicher muss bei Flachkollektoren mindestens 40 Liter pro Quadratmeter Kollektorfläche und bei Röhrenkollektoren mindestens 50 Liter pro Quadratmeter Kollektorfläche bieten. Auch beim Pufferspeicher gibt es keine Vorgaben, wenn Luftkollektoren verwendet werden.
  • Nur Warmwassererzeugung: In diesem Fall müssen die Flach- oder Röhrenkollektoren eine Fläche von mindestens drei Quadratmetern und der Pufferspeicher ein Volumen von mindestens 200 Litern haben.

Diese Vorgaben gelten für den Einbau von Solarthermie in Neubauten:

  • Unabhängig von der Art der Solarthermie-Anlage müssen mindestens 20 Quadratmeter Kollektorfläche installiert werden. Die Vorgaben für den Pufferspeicher entsprechen den Vorgaben für die Installation im Bestand.
  • Die Solarthermie-Anlage muss für ein Wohnhaus mit mindestens drei Wohneinheiten errichtet werden oder es muss ein Solaraktivhaus sein, das mindestens 50 Prozent der Wärmeenergie aus Sonnenkraft bezieht.

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Profilfoto Bianca Bianca ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf dem Gebiet Förderung und Finanzierung. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder zum Thema Heizungsförderung haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.