Zuletzt aktualisiert am: 18.06.2020

Brennstoffzellenheizung: Förderung nutzen

Der Einsatz der Brennstoffzelle für Strom erzeugende Heizungsanlagen wird in Deutschland staatlich und auf kommunaler Ebene sowie auf Länderebene gefördert. Hierzu gehören Neuinstallationen ebenso wie Modernisierungen. Alle Infos über die Brennstoffzellenheizung-Förderung.

Die Brennstoffzellenheizung bietet Hausbesitzern die Chance, mit ihrer Heizung Strom und Wärme zu erzeugen. Hierfür wird wie in einem kleinen Kraftwerk Erdgas in Wasserstoff umgewandelt. Durch eine chemische Reaktion in der Brennstoffzelle erzeugt Wasserstoff Wärme und Strom. Die Wirkungsgrade der Brennstoffzellenheizung sind noch höher als bei Brennwerttechnik. Zudem sinken die Emissionen auf ein Minimum, da bei der Umwandlung von Erdgas über die Brennstoffzelle überwiegend Wasserdampf entsteht.

Die Förderung der Brennstoffzellenheizung ist im Zuge der Energiewende und des neuen Klimaschutzgesetzes nur ein logischer Schritt hin zu emissionsarmer, CO2-reduzierter Gewinnung von Wärme und Strom.

Auf Bundesebene haben Verbraucher die Möglichkeit, sich die Brennstoffzellenheizung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördern zu lassen. Das Förderprogramm „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle (433)“ existiert bereits seit 2016. Mittlerweile haben viele Hersteller diese hocheffizienten, stromerzeugenden Heizsysteme auf den Markt gebracht, sodass sich ein staatlich geförderter Umstieg auf die Brennstoffzelle für viele Haushalte noch mehr lohnt.

Im Rahmen des KfW-Programms 433 werden Privatpersonen sowie kleine und mittelständische Betriebe gefördert. Zu den förderfähigen Brennstoffzellenheizungen gehören Anlagen mit maximal 20 Kilowatt Leistung.

Ein großer Vorteil der KfW-Brennstoffzellenförderung besteht darin, dass der Zuschuss mit einer Einspeisevergütung aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) kombiniert werden kann. Auf diese Weise amortisiert sich der Umstieg auf die Brennstoffzelle noch schneller.

Die staatliche Förderung der Brennstoffzellenheizung über die KfW ist für Hausbesitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern sowie für Wohnungseigentümergemeinschaften oder Besitzer von Eigentumswohnungen geeignet. Auch Brennstoffzellenheizungen in einem Nichtwohngebäude können über das KfW433-Programm gefördert werden.

Für die Förderung ist es unerheblich, ob die Brennstoffzellenheizung in einem Bestandsgebäude oder einem Neubau installiert wird. Wichtig ist dabei, dass die elektrische Leistung eines Moduls zwischen 0,25 und maximal 5 Kilowatt liegt.

Um die staatliche Förderung der Brennstoffzellenheizung über die KfW zu erhalten, muss ein qualifizierter Energieeffizienz-Experte hinzugezogen werden. Der Energieberater unterstützt Hausbesitzer bei der Auswahl der passenden und wirtschaftlichsten Heizungsgröße. Darüber hinaus stellt der Energieberater den Förderantrag bei der KfW und kontrolliert nach dem Einbau, ob die Umsetzung mit der ursprünglichen Konzeption übereinstimmt.

Zu den weiteren Anforderungen gehören:

  • Der Antrag muss vor dem Einbau der Brennstoffzellenheizung bei der KfW eingehen.
  • Es muss ein Vollwartungsvertrag für mindestens zehn Jahre abgeschlossen werden.
  • Der Einbau muss von einem Fachbetrieb erfolgen, der vom Hersteller der Anlage geschult wurde.
  • Es muss ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage durchgeführt werden.
  • Der Gesamtwirkungsgrad muss mindestens 82 Prozent und der elektrische Wirkungsgrad mindestens 32 Prozent betragen.

Wer sich jedoch mit der Anschaffung einer Brennstoffzellenheizung beschäftigt hat, wird diese Anforderungen in der Regel ohnehin erfüllen. Sie stellen somit keine zusätzliche Hürde dar.

Die Förderung der Brennstoffzellenheizung über die KfW ist zweistufig. Sie besteht aus einem Grundbetrag von 5.700 Euro sowie einem Zuschuss von 450 Euro pro angefangene 100 Watt elektrischer Leistung.

Der Zuschuss wird auf maximal 40 Prozent der förderfähigen Kosten begrenzt. Zu diesen Kosten zählen die Anschaffungskosten für die Brennstoffzellenheizung sowie die Kosten für Energieberater und den verpflichtenden 10-jährigen Wartungsvertrag. Ausgezahlt wird der Zuschuss, nachdem die Heizung in Betrieb genommen wurde und ein qualifizierter Energieberater den Nachweis für die erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens eingereicht hat.

Der KfW-Zuschuss ist nicht kombinierbar mit Förderprogrammen von Ländern und Kommunen. Gibt es in Ihrer Region spezielle Zuschüsse, können Sie auch die Förderung für Mini-Kraft-Wärmekopplungsanlagen über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragen. Dieser Zuschuss lässt sich mit weiteren Programmen kombinieren und gilt bis zu einer elektrischen Leistung von 20 Kilowatt. Je höher die elektrische Leistung ist, desto höher fällt der Zuschuss aus. Für eine Brennstoffzellenheizung mit einer elektrischen Leistung von bis zu einem Kilowatt erhalten Sie 1.900 Euro. Zusätzlich sind ein Wärmeeffizienzbonus sowie ein Stromeffizienzbonus möglich.

Interessant kann das BAFA-Programm vor allem für Hausbesitzer in Bayern oder Baden-Württemberg sein, wo eine landeseigene Förderung der Brennstoffzellenheizung möglich ist. Manche Energieversorger oder Stadtwerke bieten außerdem Förderungen an.

Wichtig zu wissen: Die BAFA-Förderung für Brennstoffzellenheizungen ist bis Ende 2020 begrenzt.

Empfehlenswert ist es, mit einem Fachbetrieb oder einem Energieberater alle Fördermöglichkeiten für die Brennstoffzellenheizung auszuloten, um die höchstmögliche Förderung zu erhalten. Doch auch hier gilt: Bereits mit der KfW-Förderung für Brennstoffzellenheizungen profitieren Sie bei den aktuellen Gerätepreisen und Leistungsstufen sehr gut.

Neben Förderung auch Vergütung für erzeugten Strom erhalten

Da eine Brennstoffzellenheizung neben Wärme auch Strom erzeugt, können Sie über das KWK-Gesetz zusätzlich Geld erhalten, und zwar:

  • 0,08 Euro für jede von Ihnen ins Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde Strom.
  • 0,04 Euro für jede Kilowattstunde Strom, die Sie mit der Brennstoffzelle produziert haben und selbst verbrauchen.

Besonders dann, wenn Ihre Brennstoffzellenheizung eine hohe elektrische Leistung aufweist, lassen sich die Anschaffungskosten auch an dieser Stelle gut refinanzieren. Zumal Sie sich die Vergütung für 60.000 Betriebsstunden im Voraus bezahlen lassen können. Wichtige Voraussetzungen:

  • Die Brennstoffzellenheizung hat eine maximale elektrische Leistung von zwei Kilowatt.
  • Die Brennstoffzellenheizung ist förderfähig gemäß der Förderliste des BAFA.

Wenn Sie eine Brennstoffzellenheizung mit zwei Kilowatt elektrischer Leistung betreiben, können Sie so im Voraus bis zu 4.800 Euro zusätzlich zur KfW-Förderung oder der Förderung von Kommunen und Ländern vom BAFA als Zuschuss bekommen.

Um den Anspruch auf eine Förderung der Brennstoffzellenheizung nicht zu verlieren, muss der Förderantrag immer gemeinsam mit einem zugelassenen Energieberater gestellt werden. Seine Aufgabe besteht neben der Beratung darin, die Einhaltung aller technischen Vorgaben zu prüfen und zu bestätigen.

Die Schritte sind folgende:

  • Bestätigung zum Antrag durch den Energieberater.
  • Beantragung der Förderung über das KfW-Online-Portal.
  • Bau der Brennstoffzellenheizung nach Bestätigung des Antrags durch die KfW.
  • Bestätigung nach Durchführung durch den Energieberater.
  • Einreichen der Bestätigung mit Protokoll der Inbetriebnahme bei der KfW.

Nachdem alle Schritte erfolgreich durchlaufen wurden, leistet die KfW den berechneten Zuschuss.

Mit der Brennstoffzellenheizung machen Sie sich selbst zum Energieerzeuger und werden hierfür mit einer attraktiven Förderung vom Staat belohnt. Thermondo ist Ihr Ansprechpartner, wenn Sie die Energieerzeugung mit diesem kleinen und modernen Kraftwerk selbst übernehmen wollen. Wir beraten Sie, ob die Brennstoffzellenheizung zu Ihrem Zuhause passt und wie hoch die Förderung ist.

Entscheiden Sie sich für den Einbau einer Brennstoffzellenheizung durch Thermondo, helfen wir Ihnen, das Maximum an Förderung zu erhalten. Nutzen Sie hierfür unseren Heizungsplaner und erfahren Sie mehr zur Brennstoffzellenheizung und der entsprechenden Förderung.

Profilfoto Bianca Bianca ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf dem Gebiet Förderung und Finanzierung. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder zum Thema Heizungsförderung haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.