Der Stromverbrauch im Haushalt hat großen Einfluss auf die Nebenkosten. Wird der Strom konventionell erzeugt, verursacht er außerdem hohe CO2- Emissionen. Eine Brennstoffzellenheizung kann dabei helfen, sowohl Stromkosten als auch Emissionen zu senken.

In der Bundesrepublik werden jährlich über 500 Milliarden Kilowattstunden Strom von Bürgern, der Industrie und dem Gewerbe verbraucht. Die deutschen Haushalte verbrauchen allein rund ein Viertel dieser Strommenge, also mehr als 125 Kilowattstunden. Zum genauen Stromverbrauch in Deutschland liefert das Umweltbundesamt regelmäßig Statistiken. Demnach liegt der Pro-Kopf-Stromverbrauch jedes einzelnen Bundesbürgers bei ca. 1.400 Kilowattstunden pro Jahr.

Im Durchschnitt verbraucht eine vierköpfige Familie somit rund 5.600 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Als Richtwert für einen Vier-Personen-Haushalt gilt eine Spanne von 3.800 bis 5.600 Kilowattstunden pro Jahr.

Der Stromverbrauch im Einfamilienhaus wird dabei höher ausfallen als in einer Wohnung. Das liegt u.a. daran, dass in Einfamilienhäusern meist mehr elektrische Geräte genutzt werden, z.B. für den Garten oder die Außenbeleuchtung.

Welche Faktoren bestimmen den Stromverbrauch im Einfamilienhaus?

Wie viel Strom im Einfamilienhaus verbraucht wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

  • Anzahl der Personen: Je mehr Personen in einem Haushalt leben, desto mehr Strom wird verbraucht. Allerdings steigt der Verbrauch dabei nicht proportional mit jeder zusätzlichen Person. Das liegt daran, dass Haushaltsgeräte wie Kühlschränke unabhängig von der Personenzahl Strom verbrauchen. Der Pro-Kopf-Stromverbrauch ist deshalb in einem Zwei-Personen-Haushalt in der Regel immer höher als in einem Fünf-Personen-Haushalt.
  • Anzahl der Haushaltsgeräte: Entscheidend für den Stromverbrauch ist die Menge der elektronischen Geräte. Hier sind es vor allem Großgeräte wie Waschmaschinen, Elektroherde, aber auch Unterhaltungselektronik und Computer, die den größten Anteil am jährlichen Strombedarf haben.
  • Nutzungsgewohnheiten: Die Verbraucher im Haushalt tragen maßgeblich zur Höhe des Stromverbrauchs bei. Wird das Licht ausgeschaltet, wenn niemand mehr im Raum ist? Wird die Waschmaschine nur gestartet, wenn sie voll ist? Jeder Bewohner im Einfamilienhaus kann mit seiner Gerätenutzung zum Stromsparen beitragen.
  • Effizienzklasse der Elektrogeräte: Ältere Elektrogroßgeräte sind echte Stromfresser. Sie können den Stromverbrauch deutlich beeinflussen.
  • Art der Warmwasserbereitung: Wird das Warmwasser im Einfamilienhaus mit Strom erzeugt, erhöht sich der Stromverbrauch deutlich. Sind Boiler oder Durchlauferhitzer im Einsatz, kann sich der Pro-Kopf-Stromverbrauch pro Jahr um bis zu 25 Prozent steigern.

Einfache Formel zur Berechnung des Stromverbrauchs im Einfamilienhaus

Um die wichtigsten Einflussfaktoren bei der Berechnung des Stromverbrauchs im Einfamilienhaus mit einzubeziehen, gibt es eine einfache Formel.

Stromverbrauch im Einfamilienhaus pro Jahr = (Anzahl der Personen x 200 kWh) + (Wohnfläche in Quadratmeter x 9 kWh) + (Anzahl der Elektrogeräte x 200 kWh)

Ein Beispiel: Eine vierköpfige Familie lebt in einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche. Sie nutzt eine Waschmaschine, einen Trockner, einen Herd, vier Computer, zwei Fernseher, eine Hi-Fi-Anlage, einen Rasenmäher und eine Spülmaschine, zusammen also 12 Elektrogeräte.

Stromverbrauch = (4 x 200 kWh) + (150 x 9 kWh) + (12 x 200 kWh) = 800 kWh + 1.350 kWh + 2.400 kWh = 4.550 kWh pro Jahr

Die Strommenge, die eine Brennstoffzellenheizung produziert, hängt von der Leistungsfähigkeit der Brennstoffzellen ab. Eine Brennstoffzelle mit 750 Watt kann z.B. bei mehr als 7.000 Vollnutzungsstunden jedes Jahr über 5.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. In der Praxis wird nur ein Teil dieses erzeugten Stroms direkt im Einfamilienhaus verbraucht, weil nicht alle Geräte im Moment der Stromerzeugung die verfügbare Strommenge verbrauchen können.

Eine 750 Watt starke Brennstoffzelle kann 70 bis 90 Prozent des Strombedarfs im Einfamilienhaus abdecken. Mithilfe von Stromspeichern können Hausbesitzer die überschüssig produzierte elektrische Energie speichern.

Wer sich für eine leistungsstarke Brennstoffzellenheizung entscheidet, wie z.B. die Viessmann Vitovalor PT2, kann bis zu 18 kWh Strom pro Tag produzieren und damit nicht nur den Tagesbedarf eines Einfamilienhauses abdecken, sondern auch noch Strom ins Stromnetz einspeisen.

Eine Brennstoffzellenheizung kann also den Strombedarf eines Einfamilienhauses bzw. eines Vier-Personen-Haushalts abdecken. Durch die Einsparung bei den Stromkosten können Besitzer eines Einfamilienhauses mit der Brennstoffzellenheizung bei einem Strompreis von über 31 Cent pro Kilowattstunde rund 24.000 Euro in 20 Betriebsjahren sparen.

Allein durch die gesparten Stromkosten hätte sich eine Brennstoffzellenheizung im Einfamilienhaus inklusive Förderung durch BAFA und KfW somit bereits amortisiert. Grundsätzlich gilt: Je länger die Brennstoffzellenheizung im Jahr in Betrieb ist, desto mehr Strom produziert sie und desto mehr günstigen Strom können Sie im Einfamilienhaus nutzen. Die Brennstoffzelle lohnt sich umso mehr, je teurer der allgemeine Strompreis wird.

Wer noch die CO2-Besteuerung nach 2021 mit einberechnet, wenn er von einer Öl- oder klassischen Gasheizung zur Brennstoffzelle wechselt, kann noch weiteres Sparpotenzial nutzen. Verwenden Verbraucher im Einfamilienhaus zusätzlich energiesparende Geräte der Effizienzklasse A+++ und tauschen alte Kühlschränke, Herde oder Fernseher gegen neue stromsparende Geräte aus, lohnt sich die Brennstoffzellenheizung noch mehr.

Unabhängig vom Stromverbrauch und den damit verbundenen Kosten spielt die Brennstoffzellenheizung noch eine weitere Stärke aus. Denn die Art der Stromerzeugung ist umweltfreundlich und verursacht durch die „kalte Verbrennung“ keine Emissionen.

Es lohnt sich also für Besitzer von Eigenheimen aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht, über die Anschaffung einer Brennstoffzellenheizung nachzudenken.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.