Die Brennwerttherme ist platzsparend und preiswert. Ob sie auch 2022 noch sinnvoll ist und welche Alternative es gibt, erfahren Sie hier.

Eine​ ​Brennwerttherme​ ​nutzt​ ​die​ ​Energie​ ​des​ ​zugeführten​ ​Brennstoffes​ ​fast​ ​vollständig​ ​aus.​ ​Anstatt den​ ​entstehenden​ ​Wasserdampf​ ​ungenutzt​ ​über​ ​das​ ​Abgassystem​ ​abzuleiten,​ ​wird​ ​dieser​ ​noch einmal​ ​über​ ​das​ ​Kühlwasser​ ​des​ ​Heizkreislaufes​ ​abgekühlt​ ​und​ ​die​ ​freigesetzte​ ​Energie​ ​zur Wärmeerzeugung​ ​genutzt.

Dadurch​ ​können​ ​Sie​ ​mit​ ​einer​ ​Brennwerttherme​ ​bis​ ​zu​ ​30​ ​Prozent​ ​Energie​ und CO2-Emissionen ​einsparen.

Aufgrund von​ ​Hocheffizienzpumpen​ ​arbeiten​ ​die​ ​meisten​ ​Brennwertthermen​ ​heute​ ​sehr stromsparend.​ ​So​ ​sparen​ ​Sie​ ​zusätzlich​ ​bis​ zu​ ​50​ ​Prozent​ ​Strom​ ​gegenüber​ ​herkömmlichen Niedertemperaturheizungen.

Brennwerttechnik ist unbestreitbar eine sehr ausgereifte Heiztechnik, die für hohe Effizienz und Zuverlässigkeit steht. Allerdings zeigt das Frühjahr 2022 mit dem Ukraine-Krieg, wie abhängig die Welt von fossilen Brennstoffen ist und wie schnell die Preise dafür steigen können. Trotz des niedrigen Verbrauchs ist die Brennwerttherme aufgrund der geringeren Versorgungssicherheit und der großen Abhängigkeit vom Weltmarkt nur sehr eingeschränkt empfehlenswert.

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Aufbau Brennwerttherme

Aufgrund von​ ​Hocheffizienzpumpen​ ​arbeiten​ ​die​ ​meisten​ ​Brennwertthermen​ ​heute​ ​sehr stromsparend.​ ​So​ ​sparen​ ​Sie​ ​zusätzlich​ ​bis​ zu​ ​50​ ​Prozent​ ​Strom​ ​gegenüber​ ​herkömmlichen Niedertemperaturheizungen.

Beliebte Brennwertthermen in unserem Sortiment

Brennwertthermen​ ​kosten​ ​im​ ​Vergleich​ ​zu​ ​bodenstehenden​ ​Brennwertkesseln​ ​weniger.​ ​Das​ ​liegt​ ​vor​ ​allem daran,​ ​dass​ ​sie​ ​für​ ​einen ​niedrigeren​ ​Energie-​ ​und​ ​Warmwasserbedarf​ ​ausgelegt​ ​sind.​ ​Im​ ​Durchschnitt können​ ​Sie​ ​mit​ ​Preisen​ ​zwischen​ ​1.600​ ​und​ ​4.000​ ​Euro​ ​rechnen.

Hinzu​ ​kommen​ ​die​ ​Installationskosten.​ ​Auch​ ​diese​ ​halten​ ​sich​ ​aufgrund​ ​der​ ​in​ ​der​ ​Regel​ ​einfachen Installation​ ​im​ ​Rahmen.​ ​Fasst​ ​man​ ​die​ ​zusätzlichen​ ​Kosten​ ​für​ ​Installation,​ ​Material​ ​und Zusatzleistungen​ ​zusammen,​ ​sollten​ ​Sie​ ​im​ ​Durchschnitt​ ​mit​ ​weiteren​ ​2.500​ ​Euro​ ​rechnen.

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Zur​ ​besseren​ ​Veranschaulichung​ ​der Kosten haben​ ​wir​ ​Ihnen​ ​hier​ ​eine Beispielrechnung für den Kauf einer Brennwerttherme zusammengestellt​.

Posten Preis
Brennwerttherme ab 1.600 Euro bis 4.000 Euro (modellabhängig)
Abgassystem ca. 400 Euro
Peripheriegeräte ca. 900 Euro
Montagematerial ca. 350 Euro
Installation und Demontage der Altanlage ca. 1.200 Euro
Summe 4.450 Euro bis 6.850 Euro

Brennwertthermen erzeugen Warmwasser nach dem Durchlaufprinzip. Benötigen Sie warmes Wasser, drehen Sie den Hahn auf und das Wasser wird direkt durch die Verbrennung von Gas erwärmt. Da sie auf einen Speicher verzichten, eignen sich Brennwertthermen besonders für Etagenwohnungen und Einfamilienhäuser mit niedrigem Warmwasserbedarf.

Aufgrund ihrer kompakten Bauart finden sie auch in kleinen Räumen Platz. Einen steigenden Warmwasserbedarf können Brennwertthermen mit kleiner Leistung jedoch nicht abdecken. Dafür sind dann Thermen mit größeren Leistungsstufen erforderlich. Mit unserem Heizungsplaner erfahren Sie, welche Brennwerttherme für Sie und Ihre Familie am besten geeignet ist.

Es gibt heutzutage viele verschiedene Brennwertthermen von unterschiedlichen Herstellern. Die Brennwertthermen von Deutschlands führenden Herstellern unterscheiden sich in Qualität und Ausführung nicht grundlegend.

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Um die richtige Wahl für Ihr Zuhause zu treffen, sollten Sie schon vor dem Kauf folgende Grunddaten wissen:

  1. die zu beheizende Gebäudefläche
  2. Sanierungsstand
  3. Baujahr der Immobilie
  4. aktuelle Abgasführung

» Weitere Informationen finden Sie hier: Heizung online kaufen und planen - Ihre Checkliste

Aus diesem Blickwinkel betrachtet ergeben sich auch herstellerseitig große Unterschiede. Die Vitodens 200-W von Viessmann ist zum Beispiel eher auf Vielheizer und große Gebäude zugeschnitten. Die CGB-2K mit einer Leistung von 20 Kilowatt eignet sich auch für kleine bis mittelgroße Haushalte mit durchschnittlichem Wasserverbrauch.

Deshalb ist es wichtig, beim Kauf einer Brennwerttherme immer auch die eigenen Bedürfnisse einzubeziehen. Die beste Brennwerttherme ist am Ende nämlich die, die optimal auf:

  • Ihre Heizgewohnheiten,
  • Ihren Warmwasserbedarf und
  • Ihre Geldbörse zugeschnitten ist.

Austauschpflicht für alte Heizungen

Mit der Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV 2014) wurden Hausbesitzer verpflichtet, Heizungen, die 30 Jahre und älter sind, auszutauschen. Der Grund liegt in der ineffizienten und veralteten Heizwerttechnik, die die Wärme der entstehenden Abgase nicht nutzen, da sie diese einfach entweichen lassen.

Mit der modernen Brennwerttechnik nutzen Sie den Brennstoff optimal und schonen so Geldbeutel und Umwelt. Daher sollten Sie nicht warten, bis Ihre Heizung ein Alter von 30 Jahren erreicht hat und Sie zum Austausch gezwungen sind - bis auf wenige Ausnahmen. Bleiben die zu alten Anlagen in Betrieb, kann ein Bußgeld bis zu 50.000 Euro fällig werden.

Steigen Sie daher jetzt auf die effiziente Brennwerttechnik um und vermeiden Sie große Kosten- und Sicherheitsrisiken.

Brennwerttherme mit Solarthermie kombinieren?

Möchten Sie das Einsparpotenzial erhöhen, lohnt sich die Erweiterung Ihrer Brennwerttherme mit Solarthermie. So nutzen Sie kostenlose Sonnenenergie und sparen weitere 60 Prozent an Energie bei der Warmwasserbereitung und 25 Prozent bei Heizungsunterstützung ein. Prüfen Sie, ob sie die Anforderungen für Solarthermie erfüllen und machen Sie Ihre Brennwerttherme zukunftsfest.

Brennwerttechnik ist sehr effizient, wenn es um die Wärmegewinnung mit fossilen Brennstoffen geht. Allerdings sind Gas und Öl zum Heizen nicht mehr zeitgemäß. Zum einen sind fossile Brennstoffe endlich und somit werden auch die Preise dafür sukzessive ansteigen. Zum anderen können die Preise für Gas und Öl starken Schwankungen unterlegen sein. 2022 hat sich der Gaspreis als Folge der Ukraine-Krise für manche Kunden im Vergleich zum Vorjahr vervielfacht. Wie und ob sich die Preise erholen, weiß bis dato niemand. Es bleibt große Unsicherheit, auch was die gesamte Versorgung mit Gas betrifft.

Es gibt aber eine aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht sinnvolle Alternative: die Wärmepumpe. Als Hausbesitzer können Sie mit der Wärmepumpe auf nachhaltige Heiztechnik umsteigen und zugleich von hohen Förderzuschüssen von bis zu 40 Prozent profitieren. Wärmepumpen lassen sich mittlerweile in mindestens 40 Prozent der deutschen Bestandsbauten nachrüsten, ohne dass dafür eine Fußbodenheizung notwendig wäre. Ab einer Jahresarbeitszahl von mindestens 3 arbeiten Wärmepumpen effizient. Dann erzeugen sie mit einer kWh Strom drei kWh Wärme.

Gerne helfen wir Ihnen dabei, auf umweltfreundliche Heiztechnik umzusteigen. Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner oder nehmen Sie direkt Kontakt zu unseren Heizungsexperten auf.

Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.