Achtung, Korrosionsgefahr!

Neben der Steinbildung werden Installateure und Anlagenbetreiber häufig mit Korrosion der Heizungsanlage konfrontiert. Das ist ein Problem, denn die Folge der Korrosion ist zersetztes Metall. Wie kommt es dazu und wie lässt es sich vermeiden? Erfahren Sie mehr.

Zum allgemeinen Verständnis: Korrosion bezeichnet eine chemische Reaktion metallischer (und nichtmetallischer) Werkstoffe mit ihrer Umgebung und bewirkt die Zersetzung von Metallen.

Bei der Korrosion von Heizungsanlagen wird unterschieden zwischen wasserseitiger Korrosion, abgasseitiger Korrosion und Außenkorrosion. Für die wasserseitige Korrosion ist die Qualität des Heizungswassers hauptsächlich ausschlaggebend. Einflussfaktoren, welche die wasserseitige Korrosion beschleunigen, sind ein zu niedriger oder zu hoher pH-Wert, ein zu hoher Sauerstoff-Gehalt sowie säurehaltiges und mineralienreiches Wasser. 

Aus Letztgenanntem lässt sich ableiten, dass Wasser mit zu hohem Härtegrad nicht nur verantwortlich ist für Steinbildung, sondern auch Korrosionsprozesse fördert. Denn wie in unserem letzten Blogbericht „Worüber Besitzer einer Heizungsanlage Bescheid wissen müssen“ geschrieben, wird der Härtegrad des Wassers durch die in ihm enthaltenen Mineralien (hautpsächlich: Calcium und Magnesium) bestimmt.

Der pH-Wert dient als Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung und sollte bei Heizwasser im basischen Bereich (>8,2 bis ca. 10,5) liegen. Zu saures Wasser greift die Deckschichten der Metallbauteile an und fördert somit Korrosionsvorgänge. Besonders Aluminium ist stark anfällig für Korrosion. Aluminiumbauteile wie zum Beispiel Wärmetauscher und Heizkörper können bereits ab einem pH-Wert von 8,5 geschädigt werden. Bei Aluminium muss daher besonders Acht darauf gegeben werden welchen ph-Wert das Füllwasser der Heizungsanlage hat. Und hier sei erwähnt, dass die Wärmeübertrager (Wärmetauscher) heutiger Heizthermen überwiegend aus Aluminium hergestellt sind.

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Sauerstoff ist maßgeblich an Korrosionsvorgängen beteiligt und sein Anteil sollte in geschlossenen Rohrsystemen unter 0,1 mg/l liegen. Aufgrund von Sauerstoffüberschuss im Heizungswasser entsteht ein lockerer Schlamm, welcher sich als Rost ablagert - die Folge ist Lochfraß. Wichtig ist es, unnötige Füllvorgänge zu verhindern und undichte Bauteile auszutauschen, damit ein stabiler Wert von 0,1 mg/l gehalten werden kann.

Durch eine immer modernere Bauweise von Heizgeräten reagieren Heizanlagen heute sensibler auf hartes und korrosives Heizungsfüllwasser. So kommt es durch höhere Wärmebelastungen und kompaktere Wärmetauscher zu steigenden Oberflächentemperaturen und dadurch zur Bildung von Kalkablagerungen – welche eine einwandfreie Wärmeübertragung verhindern. Zusätzlich reagieren verwendete Werkstoffe wie Aluminium und Edelstahl empfindlicher auf „unreines“ Wasser.

Moderne Brennwertgeräte (heutiger Stand der Technik) sind ein Segen für jeden Hausbesitzer, der seine vier Wände mit Gas oder Öl beheizt, da sie um ein Vielfaches effizienter arbeiten. Dadurch kann eine Menge gespart und gleichzeitig der Geldbeutel und die Umwelt schont werden. Wird die Installation der Anlage ordentlich durchgeführt und entspricht das Füllwasser den aktuellen Vorschriften (VDI 2035), dann ist auch einer langen, korrosionsfreien Lebensdauer und einwandfreien Betriebsweise nichts entgegenzusetzen.

Thermondo beschäftigt ausschließlich die besten Meisterinstallateure, welche alle Installationen nach Vorschrift und aktuellstem Kenntnisstand durchführen. Somit sind wir Ihr verlässlicher Partner, wenn es um den Heizungswechsel geht.


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