Zuletzt aktualisiert am: 11.08.2021

Photovoltaik oder Solarthermie

Energie aus Sonne ist sauber, nachhaltig und erneuerbar. Grundsätzlich haben Sie zwei grundlegende Möglichkeiten, die Kraft der Sonne für Ihr Zuhause zu nutzen: Photovoltaik oder Solarthermie. Wir erklären Ihnen die grundlegenden Unterschiede.

Photovoltaik-Module dienen dazu, über Solarzellen Strom aus Sonnenenergie zu produzieren. Das Prinzip ist schon seit Jahrzehnten von Armbanduhren oder Taschenrechnern bekannt. Im Haushalt jedoch wird der erzeugte Gleichstrom über einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt, sodass dieser dann an jeder Steckdose zur Verfügung steht. 

Zu viel erzeugter Solarstrom wird in der Regel dem allgemeinen Stromnetz zugeführt. Hierfür erhalten Sie als Betreiber eine Einspeisevergütung pro Kilowattstunde, die jedoch nicht mehr staatlich garantiert wird und damit immer weniger attraktiv erscheint. Moderne PV-Anlagen verfügen daher oft über ein integriertes „Power to Heat“-System. Hierbei wird überschüssig erzeugter Strom als zusätzliche Energiequelle für das Heizen oder die Warmwasserbereitung eingesetzt.

Mit einer solarthermischen Anlage nutzen Sie die Sonnenenergie ausschließlich, um Wärme zu erzeugen. Diese dient der Warmwassererzeugung und kann zusätzlich zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden. Solarthermie-Anlagen arbeiten mit Kollektoren, die eine spezielle Trägerflüssigkeit enthalten, die durch die Strahlung der Sonne erwärmt und dann zu einem Wärmespeicher transportiert wird. Solarthermie ist vorrangig für den Eigengebrauch bestimmt. Eine Einspeisevergütung wie bei der Stromerzeugung gibt es nicht, Fördergelder bei der Anschaffung hingegen schon.

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Nach dem Wegfall staatlicher Subventionen werden auch PV-Anlagen verstärkt für den Eigenbedarf ausgelegt. Für Privathaushalte eigenen sie sich somit kaum mehr als „Geschäftsmodell“ zur Aufbesserung der Haushaltkasse. Auf der anderen Seite sind die Preise für Solarstrom-Anlagen in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken. 

Je nach Größe und Auslegung des Systems fallen einschließlich der Installation und Inbetriebnahme Kosten zwischen 5.000 und 15.000 Euro an. Schon ab acht Quadratmeter zur Verfügung stehender Dachfläche macht Photovoltaik bei kleiner Haushaltsgröße Sinn. Eine optimal ausgelegte Anlage garantiert Ihnen eine autarke Stromversorgung und damit den Wegfall Ihrer monatlichen Stromrechnung.

Um die fünf Quadratmeter Fläche reichen bereits aus, um eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung zu betreiben. Für eine Kombianlage, die zusätzlich das Heizsystem unterstützt, sollte Sie mindestens die doppelte Fläche einplanen. Eine Kombianlage kostet aber auch fast das Zweifache,  sodass schnell an die 10.000 Euro fällig werden. 

Allerdings ist die Förderung im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gerade für erneuerbare Energien sehr attraktiv. In Kombination mit einer Gasheizung erhalten Sie bis zu 45 Prozent an Fördermitteln für diese Art der Hybridheizung. Eine Solarthermieanlage allein, wird mit 30 Prozent gefördert.

Unabhängig davon lassen sich mit einer solarthermischen Anlage leicht bis zu 30 Prozent Ihrer Kosten für Heizung und Warmwasser einsparen. 

Während Solarthermie auf die Bereitstellung von Wärme beschränkt ist, lässt sich Photovoltaik sowohl für die Strom- als auch für die Wärmeerzeugung verwenden. Darüber hinaus ist bei ausreichendem Budget und genügend Dachfläche auch eine Doppelnutzung des Daches mit beiden Technologien realisierbar. Technisch ist das zwar komplizierter – also auch teurer – führt im Einzelfall aber zu einem deutlich höheren Einsparpotenzial.

Inwiefern sich bei Ihrer Heizungsmodernisierung Solarthermie lohnt, können Sie ganz unverbindlich in einem Beratungsgespräch herausfinden. Nutzen Sie hierfür einfach unseren Heizungsplaner und wir melden uns zeitnah bei Ihnen.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.