Zuletzt aktualisiert am: 06.10.2021

Zweirichtungszähler – wichtig zum Berechnen der Strompreise von PV-Anlagen

Photovoltaik-Anlagen versorgen Hausbesitzer mit Strom aus Sonnenkraft. Um den erzeugten und ins Stromnetz eingespeisten Strom zu messen, benötigen sie dafür spezielle Geräte. Hier erhalten Sie alle wichtigen Informationen rund um den Zweirichtungszähler.

Wer mit Photovoltaik Strom erzeugt, muss bei 30 kWp Leistung anteilig EEG-Umlage bezahlen. Deshalb muss ab dieser Anlagengröße ein Strommengenzähler installiert werden, um die korrekte Höhe der Abgabe zu ermitteln.

Gleiches gilt für Hausbesitzer, die ihren überschüssigen mit Photovoltaik erzeugten Strom in das öffentliche Stromnetz einspeisen wollen. Nur mithilfe eines exakten Messgeräts lässt sich die Einspeisevergütung berechnen und abrufen. In diesem Fall wird ein sogenannter „Einspeisezähler“ montiert.

Unabhängig davon ist jeder Haushalt über einen „Bezugszähler“ an das Stromnetz angeschlossen. Dieses System misst, wie viel Strom Hausbesitzer beim Netzbetreiber einkaufen. Letztlich verfügt jede Solaranlage über einen Ertragszähler, der die gesamte Stromleistung des Systems misst.

Dieser Zähler ist wichtig, weil damit der Eigenverbrauch der PV-Anlage ermittelt werden kann. Wer seinen Strom in das öffentliche Stromnetz einspeist und dafür eine Vergütung erhält, muss in bestimmten Fällen dann auch Steuern auf seinen selbst produzierten Strom bezahlen.

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Der Zweirichtungszähler übernimmt gleich zwei Funktionen bei der Messung der Strommenge. Zum einen arbeitet er als Einspeisezähler und zum anderen als Bezugszähler. Zweirichtungszähler werden somit verwendet, um den Eigenverbrauch bei PV-Anlagen zu ermitteln und diesen mit dem vom Netzbetreiber bezogenen und dem in das Stromnetz eingespeisten Strom zu verrechnen. Der Eigenverbrauch ist die Differenz aus insgesamt erzeugtem Strom und ins Stromnetz eingespeistem Strom.

Manche Länder setzen auf das sogenannte „Net Metering“. Der Strommengenzähler kann dabei sowohl „vorwärts“ als auch „rückwärts“ laufen. Speist die Anlage Strom ins Netz, zählt der Zähler rückwärts, kommt Strom vom Netzbetreiber, läuft das Messgerät vorwärts. Auf diese Weise ermittelt der Zähler bereits die Differenz zwischen gekauftem und selbst produziertem Strom selbst. In Deutschland werden entsprechende Messgeräte noch nicht eingesetzt.

In Zukunft soll der Zweirichtungszähler vom sogenannten „Smart Meter“ abgelöst werden. Diese digitalen Messgeräte kommen in intelligenten Stromnetzen zum Einsatz und messen die durchlaufenden Strommengen in Echtzeit und senden die Daten an die jeweiligen Netzbetreiber.

Was kostet ein Zweirichtungszähler?

Zweirichtungszähler werden von Netzbetreibern an die Betreiber von PV-Anlagen vermietet. Jährlich erheben die Stromnetzbetreiber dafür Gebühren in Höhe von ca. 40 Euro. Hausbesitzer, die ihren PV-Strom ins Stromnetz einspeisen wollen, sind auf diese Geräte angewiesen und müssen diese auch mieten. Dafür übernimmt der Netzbetreiber die Wartung und regelmäßige Eichung der Zweirichtungszähler.

Wer einen Zweiwegezähler einsetzt, benötigt weniger Platz im Zählerschrank, da ein Gerät zwei ersetzt. Außerdem muss der Zweirichtungszähler ohnehin nicht im Zählerschrank montiert werden, wodurch Eigenheimbesitzer flexibler bei der Installation sind.

Ein weiterer Vorteil für Hausbesitzer: Es entstehen keine hohen Investitionskosten, wenn sie einen Zweirichtungszähler einbauen lassen, denn über die Jahresgebühr sind alle Kosten, inklusive Wartung und Eichung durch den Netzbetreiber abgedeckt. Das Ablesen der Zählerstände erfolgt in der Regel per Fernabfrage. Somit bietet die Miete des Geräts auch einen höheren Nutzungskomfort.

Nachteilig sind Zweirichtungszähler, weil diese beim Wechsel des Stromanbieters ebenfalls getauscht werden müssen. Somit haben Hausbesitzer keine freie Wahl, welchen Zähler sie verwenden und ob sie selbst ein solches Messgerät kaufen und installieren lassen.

Auch wenn die Einspeisevergütung in den letzten Jahren immer stärker gesunken ist, lohnt sie sich für viele Hausbesitzer immer noch, wenn die PV-Anlage sehr viel überschüssigen Strom erzeugt und sie keine angemessenen Stromspeicher installiert haben.

Zweirichtungszähler sind dann notwendig, denn nur mit diesen Geräten kann der Netzbetreiber eindeutig ermitteln, wie viel Strom aus der PV-Anlage ins Netz eingespeist wurde. Davon hängt dann u.a. die Höhe der Einspeisevergütung, aber auch die Höhe der EEG-Umlage ab.

Wer auf die niedrige Vergütung des selbst erzeugten Stroms verzichten möchte, kann diesen z.B. für eine Wärmepumpe, für ein Gewächshaus oder einen beheizten Gartenpool verwenden. Der selbst erzeugte Strom ist dann trotz EEG-Umlage immer noch deutlich günstiger als der vom Netzbetreiber bereitgestellte. Doch damit auch diese Kosten korrekt ermittelt werden können, ist auch hier der Zweirichtungszähler erforderlich.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.