Zuletzt aktualisiert am: 18.11.2019

Solarwartung – wann und wie werden Solarthermieanlagen gewartet?

Solarthermie ist eine umweltfreundliche Möglichkeit, um mit Sonnenkraft Wärme zu erzeugen. Für einen reibungslosen Betrieb müssen Sie Ihre Solarthermie-Anlage warten lassen. Hier erfahren Sie alles Wichtige rund um Durchführung und Preise einer Solartwartung.

Solarthermie-Anlagen sind allgemein sehr wartungsarm. Doch wie bei allen Wärmeerzeugern gibt es auch bei Solarthermie Verschleißteile, die regelmäßig getauscht werden müssen. So kann der Solarkreislauf durch Bissschäden von Mardern oder durch Vogelpicken gestört sein oder es ist nicht mehr ausreichend Solarflüssigkeit vorhanden. Auch die Pumpe, welche die erwärmte Flüssigkeit zirkulieren lässt, kann verschleißen.

Bei der Wartung Ihrer Solarthermie-Anlage wird deshalb die Funktionsfähigkeit inklusive aller Verschleißteile kontrolliert. Mögliche Schäden werden dabei behoben. Auch wenn es keine gesetzliche Vorschrift zur Wartung gibt ist sie dennoch wichtig, damit Sie sicher und effizient Wärmeenergie mit Sonnenkraft erzeugen können. Außerdem erhöht jede Wartung die Lebensdauer Ihrer Anlage.

Was kostet die Wartung der Solarthermie-Anlage?

Wenn Experten Ihre Solarthermie-Anlage warten, belaufen sich die Kosten dafür auf 100 bis 150 Euro. Müssen Verschleißteile ausgetauscht oder Schäden repariert werden, können die Kosten höher ausfallen. Gleiches gilt, wenn die Anlage gereinigt werden muss.

Empfehlenswert sind Wartungsverträge für Solarthermie. Sie vereinbaren dabei regelmäßige Wartungsintervalle mit dem SHK-Fachbetrieb und erhalten dafür günstigere Konditionen.

In welchen Abständen sollte die Solarwartung erfolgen?

Da Solarthermie-Wärmeerzeuger sehr wartungsarm sind, reicht es aus, die Wartung nur alle zwei Jahre durchzuführen. Ist die Anlage aber extremen Witterungsverhältnissen ausgesetzt, kann auch ein Wartungsintervall von einem Jahr Sinn ergeben.

Wichtig ist: Sobald Sie feststellen, dass Ihr Solarthermie-Modul nicht mehr so effizient arbeitet oder Probleme mit der Zirkulationspumpe bestehen, sollten Sie einen Fachbetrieb rufen. So kann der Fehler schnell und fachgerecht behoben werden.

Die Solaranlagen-Wartung ist das ganze Jahr über möglich. Empfehlenswert ist die Wartung jedoch immer vor dem Winter, um vor allem einen ausreichenden Frostschutz zu gewährleisten.

Tipp: Die Kosten für die Solarwartung können Sie als Privatperson in der selbstgenutzten Immobilie als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend machen. Abzugsfähig sind nur die Lohn-, Anfahrts- und Maschinenkosten. Materialkosten können Sie nicht absetzen. Sind Sie Vermieter und das Mietobjekt nutzt Solarthermie, lässt sich die Wartung im Rahmen der Werbungskosten steuerlich absetzen.

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Wenn eine Solarthermie-Anlage gewartet wird, ist der Ablauf immer ähnlich:

  • Zuerst erfolgt eine Sichtprüfung, bei der Schäden am Kollektor oder am Rohrsystem aufgespürt werden. Tierbisse, Alterung oder Witterungseinflüsse können dem Material auf Dauer Schaden zufügen.
  • Danach wird das Dämmmaterial kontrolliert. Das ist wichtig, weil durch eine unzureichende Dämmung hohe Wärmeverluste entstehen können.
  • In einem weiteren Schritt prüft der Fachbetrieb den Füllstand der Solarflüssigkeit sowie die Dichtigkeit der Anlage. Auch der Betriebsdruck der Solaranlage wird kontrolliert. Hierzu schaut sich der Fachbetrieb u.a. das Membran-Druckauslegungsgefäß (MAG) an. Diese Kontrolle ist wichtig, da die Temperaturen der Solarflüssigkeit im Betrieb über 80°C erreichen können und der Druck durch Ausdehnung der Flüssigkeit deutlich steigt. Ein zu niedriger Druck hingegen könnte die Funktionsfähigkeit der Solaranlage beeinträchtigen.
  • Die Solarflüssigkeit wird geprüft. Hier ist vor allem die richtige Zusammensetzung wichtig. Denn bei der Flüssigkeit handelt es sich um eine Mischung aus Frostschutzmittel (meist Glykol), Wasser und Korrosionsschutz. Die Flüssigkeit wird als Wärmeträger durch die Rohrleitungen gepumpt. Stimmt die Konzentration nicht mehr, kann die Solarflüssigkeit z.B. im Winter einfrieren und Schäden am Rohrsystem verursachen. Ebenso muss der ph-Wert der Flüssigkeit stimmen, um Korrosion an den Leitungen zu vermeiden.
  • Im letzten Schritt werden alle Mängel behoben und die Anlage in einen optimalen Betriebszustand versetzt.

Ist es sinnvoll, die Wartungskosten für die Solaranlage durch Eigenleistung zu reduzieren?

Da es keine gesetzliche Vorschrift zur Wartung gibt, hoffen viele Eigenheimbesitzer durch die eigenständige „Wartung“ der Solarthermieanlage Kosten zu sparen. Allerdings gibt es dabei viele mögliche Gefahrenquellen. Da die Anlagen meist auf dem Dach montiert sind, müssen die Arbeiten gesichert werden.

Wer ohne Sicherung auf das Dach klettert, riskiert als Nicht-Profi ernsthafte Unfälle. Ebenso erfordert es Erfahrung und Knowhow, um alle Leitungen auf Dichtigkeit und Verschleiß zu prüfen. Im schlimmsten Fall riskieren Sie Schäden an der Solaranlage, die durch nicht fachgerecht durchgeführte „Reparaturen“ entstehen.

Empfehlenswert ist es deshalb, dass die Wartungsarbeiten am Solarmodul immer vom Fachbetrieb durchgeführt werden. Neben der hohen handwerklichen Qualität hat das noch einen weiteren Vorteil: Mögliche Garantieansprüche werden durch die Arbeit der Experten gewahrt.

Wer Solarthermie zur Wärmeerzeugung nutzt, spart Energiekosten und schont die Umwelt. Solarthermie-Anlagen sind wartungs- sowie verschleißarme Energieerzeuger, außerdem sind die Wartungskosten gering. Es spricht also nichts gegen eine Wartung alle zwei Jahre. Eine gut gewartete Anlage kann weit über 20 Jahre störungsfrei warmes Wasser oder Heizungswasser erzeugen.

Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.