Zuletzt aktualisiert am: 16.09.2019

Warmwasserverbrauch – welchen Einfluss hat das Warmwasser auf meinen Energieverbrauch?

Der Warmwasserverbrauch beeinflusst die Nebenkosten in Wohnungen oder Häusern gleich doppelt. Denn: Weniger Warmwasser bedeutet geringere Wasserkosten und weniger Kosten für Energie. Erfahren Sie hier mehr.

Mit einer Heizungsanlage wird nicht nur warmes Heizungswasser erzeugt, sondern auch Warmwasser zum Duschen, Baden oder Waschen, ganz gleich ob Sie eine Zentralheizung oder eine Gasbrennwert-Etagenheizung nutzen. Doch welchen Anteil hat die Warmwassererzeugung an den Heizkosten?

Um diesen Anteil zu bestimmen, müssen wir zunächst wissen, wie viel Warmwasser pro Person in einem Haushalt durchschnittlich erzeugt wird. Als gängiger Richtwert gelten rund 40 Liter erwärmtes Trinkwasser täglich, mit welchem wir duschen, baden, kochen oder Geschirr abspülen.

Um das Wasser mit einer Heizungsanlage auf durchschnittlich 45°C zu erwärmen, benötigt eine Heizungsanlage ca. 600 bis 800 kWh Energie pro Jahr und pro Person, was einem Energieverbrauch für das Warmwasser von ca. 1,65 bis 2,2 kWh pro Tag pro Person entspricht. Ein vierköpfiger Haushalt benötigt somit allein für die Erzeugung des Warmwassers zwischen 2.400 und 3.200 kWh Energie pro Jahr.

Die Warmwasserkosten lassen sich anhand des täglichen Warmwasserverbrauchs bestimmen. Bei einem Durchschnittswert von 40 Litern Warmwasser pro Tag pro Person benötigt eine vierköpfige Familie pro Jahr 58.400 Liter Warmwasser, also 58,4 Kubikmeter warmes Wasser.

Wir haben bereits zuvor berechnet, dass für diese Menge an Warmwasser mit einer Temperatur von 45°C, zwischen 2.400 und 3.200 kWh Energie benötigt werden.

So viel kostet eine vierköpfige Familie der Warmwasserverbrauch pro Jahr*, abhängig vom verwendeten Energieträger:

Brennstoff Preis pro kWh in Cent Warmwasserkosten für 58,4 Kubikmeter Wasser
Erdgas 6 ct/kWh 144,00 - 192,00 Euro/Jahr
Heizöl 7 ct/kWh 168,00 - 224,00 Euro/Jahr
Scheitholz 4 ct/kWh 96,00 - 128,00 Euro/Jahr
Pellets 5 ct/kWh 120,00 - 160,00 Euro/Jahr

*Die Tabelle zeigt nicht nur, wie viel der Warmwasserverbrauch kostet, sondern wie sich auch mit dem entsprechenden Brennstoff Warmwasserkosten sparen lassen. Die Preise pro kWh sind gerundete Richtwerte und können saisonal sowie regional abweichen.

Warmwasser in Mietwohnungen

Bei einer Zentralheizung in einer Mietwohnung muss der Warmwasserverbrauch vom Heizen getrennt werden. Die Heizkostenverordnung sieht vor, dass Mietwohnungen Warmwasser und Raumwärme bei den Kosten anteilig getrennt werden müssen. Voraussetzung dafür ist, dass eine Heizung Wärme und Warmwasser gleichzeitig erzeugt.

Zur Messung des Warmwasserverbrauchs muss ein Wärmezähler installiert werden.

Der Warmwasserverbrauch lässt sich sehr einfach durch eine Änderung des Verhaltens reduzieren:

  • Duschen Sie nur so lange wie es notwendig ist. Schalten Sie das Wasser zum Beispiel aus, während Sie sich einseifen.
  • Nehmen Sie, wenn möglich, nur selten Wannenbäder. Duschen Sie stattdessen.
  • Vermeiden Sie Vollbäder. Meist reicht es, die Wanne nur halb zu füllen.
  • Verwenden Sie moderne Spülmaschinen zum Waschen des Geschirrs. Achten Sie dabei auf ein möglichst hohes Effizienzlabel.
  • Drehen Sie den Wasserhahn mit Warmwasser immer nur so lange auf, wie Sie warmes Wasser benötigen.
  • Nutzen Sie Spar-Duschköpfe. Sie reduzieren den Wasserverbrauch deutlich.
  • Schließen Sie den Wasserhahn, wenn Sie die Hände beim Händewaschen einseifen.
  • Reinigen Sie Obst und Gemüse am besten in einer Waschschüssel und vermeiden Sie, z.B. Äpfel oder Möhren unter fließendem warmem Wasser zu reinigen.

Wird bedacht, dass die Warmwassererzeugung mehr als zehn Prozent an Heizenergie erfordert, sind diese Einspartipps im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert.

Neue Heizung planen

Heizungsplaner ausfüllen

Wie hoch die Kosten für Warmwasser ausfallen, hängt nicht nur von Ihrem individuellen Verbrauchsverhalten, sondern auch von der eingesetzten Technik ab.

  • Einsatz moderner Brennwerttechnik: Durch moderne Brennwertthermen oder -kessel lässt sich der Energieverbrauch einer Gas- oder Ölheizung um bis zu 30 Prozent senken. Entsprechend können Sie auch Ihren Verbrauch und somit die Kosten für Warmwasser mit neuer Heiztechnik senken.
  • Warmwasser nicht zu heiß einstellen: Um Legionellenbefall in Leitungsrohren und Pufferspeichern zu vermeiden, sollte das Wasser eine entsprechend hohe Temperatur haben bzw. immer wieder auf mindestens 55°C aufgeheizt werden. Bedenken Sie beim Einstellen der Warmwassertemperatur jedoch, dass pro fünf Grad höherer Temperatur der Energieverbrauch um den Faktor 1,15 steigen kann. Auf die Kosten gerechnet bezahlen Sie bei höheren Temperaturen bis zu 33 Euro mehr pro Jahr für das Warmwasser.
  • Solarthermie: Wenn Sie Hausbesitzer sind, können Sie die Warmwasserbereitung mit einer Solarthermie-Anlage unterstützen. Auf diese Weise ist die Warmwassererzeugung vor allem in den sonnenintensiven Sommermonaten fast kostenlos. Durch die Einsparung an Energiekosten haben sich Solarkollektoren in der Regel nach rund 15 Jahren amortisiert. Wenn Sie ohnehin eine neue Heizung kaufen wollen, lohnt sich eine Solarthermie-Anlage, die nicht nur Warmwasser erzeugt, sondern auch die Heizungsanlage unterstützt. Durch die Förderung durch das Bafa sparen Sie zudem an Investitionskosten.

Mit ein paar einfachen Regeln lässt sich der Warmwasserverbrauch in einem Haushalt deutlich senken. Dadurch sparen Sie Heizkosten und Wasserkosten. Es kann sich darüber hinaus lohnen, auf alternative Energieerzeuger wie Solarthermie zu setzen, um die Kosten für das Warmwasser auf ein Minimum zu senken.

Modernisieren Sie jetzt Ihre alte Heizung und sparen Sie nicht nur Heiz-, sondern auch Warmwasserkosten ein. Gemeinsam mit uns finden Sie die passende Heiz- und Warmwasserlösung für Ihr Zuhause und sparen Energiekosten ein. Außerdem unterstützen wir Sie bei der Beantragung der entsprechenden Fördermittel, sodass Sie das Maximum an Förderung erhalten.

Nach der Installation durch unsere Heizungstechniker sind wir auch im Servicefall für Sie da. Zudem haben Sie die Möglichkeit, mit den Thermondo-Wartungspaketen die notwendige Wartung Ihrer neuen Heizung durch uns durchführen zu lassen. Nutzen Sie jetzt unseren Heizungsplaner für Ihr persönliches Angebot.

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Quellen:

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