Das Wichtigste zum Thema Stromanbieter wechseln in Kürze:

  • Lohnt sich fast immer: Der Wechsel des Stromanbieters ist oft sinnvoll, da er mehrere hundert Euro pro Jahr sparen kann, besonders wenn Sie sich in der teuren Grundversorgung befinden.
  • Tarifarten: Die gängigsten Arten sind die teure Grundversorgung (kurze Kündigungsfrist), der Festpreis-Tarif (fester Preis pro kWh) und der dynamische Stromtarif (variabler Arbeitspreis, abhängig vom Börsenpreis).
  • Wärmepumpe und Dynamik: Für Haushalte mit einer Wärmepumpe oder einem Elektroauto lohnt sich der Wechsel zu einem dynamischen Stromtarif besonders. Durch die Kombination mit einem Energiemanager lässt sich der Verbrauch in die günstigen Stunden verschieben, was über 600 € Ersparnis pro Jahr bringen kann.
  • Voraussetzung: Um von dynamischen Stromtarifen zu profitieren, ist ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) notwendig, da dieses den Stromverbrauch alle 15 Minuten registriert.
  • Wichtige Kriterien: Beim Anbieterwechsel sollten neben Grund- und Arbeitspreis auch Preisgarantie, Vertragslaufzeit, Kündigungsfristen und die Seriosität (Kundenbewertungen) des Anbieters verglichen werden.

Wann lohnt es sich, den Stromanbieter zu wechseln?

Darum ergibt es Sinn, den Stromanbieter zu wechseln:

  • Sie haben noch nie den Stromanbieter gewechselt oder befinden sich bspw. noch in der Grundversorgung.
  • Beim Preisvergleich finden Sie einen Stromanbieter mit günstigerem Grund- oder Arbeitspreis.
  • Sie möchten bessere Vertragsbedingungen wie eine Preisgarantie oder kürzere Kündigungsfristen.
  • Sie betreiben eine Wärmepumpe oder eine andere steuerbare Verbrauchseinrichtung mit Energiemanager und möchten von einem dynamischen Stromtarif profitieren.

Es gibt viele Gründe, den Stromanbieter zu wechseln. Vor allem, wenn Sie schon lange den gleichen Tarif nutzen, lohnt es sich, die Anbieter miteinander zu vergleichen. Da die Preise auf dem Strommarkt schwanken, kann die Spanne zwischen einem teuren und einem günstigen Tarif groß sein. Haben Sie einen Haushalt mit hohem Stromverbrauch z. B. durch eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto, können wenige Cent pro Kilowattstunde bereits einen großen Unterschied machen und Ihnen viele Kosten sparen.

Stromanbieter wechseln: Welche Tarifarten gibt es?

Wenn Sie Ihren Stromanbieter wechseln möchten, gibt es viele verschiedene Arten von Tarifen:

  • Grundversorgung: Haben Sie noch nie einen Stromvertrag abgeschlossen, nutzen Sie höchstwahrscheinlich die sogenannte Grundversorgung. Das ist ein Tarif, der in der Regel vom größten Stromversorger in Ihrer Region gestellt wird, wenn Sie nicht selbst aktiv einen anderen Tarif auswählen. Diese Tarife sind meist deutlich teurer, haben jedoch nur eine kurze Kündigungsfrist von zwei Wochen. Daher können Sie im Falle einer Grundversorgung jederzeit den Stromanbieter wechseln.
  • Festpreis-Tarife: Die meisten Stromtarife sind Festpreis-Tarife. Dabei zahlen Sie zusätzlich zum monatlichen Grundpreis einen festen Arbeitspreis pro verbrauchter Kilowattstunde. Dieser wird unabhängig vom Einkaufspreis bei Vertragsabschluss festgelegt und ändert sich abhängig von der Preisgarantie nicht. Bei einigen Stromanbietern basieren die Festpreis-Tarife bereits standardmäßig auf Ökostrom, bei anderen müssen Sie beim Stromanbieterwechsel aktiv einen Öko-Tarif auswählen.
  • Dynamische Stromtarife: Im Gegensatz zu Festpreis-Tarifen ist bei einem dynamischen Tarif der Arbeitspreis oder genauer gesagt der Anteil für die Strombeschaffung variabel. Das bedeutet, dass die Strompreise an der Börse – unabhängig davon, ob höher oder niedriger als bei einem Festpreis-Tarif – direkt an den Kunden weiter gegeben werden. Betrachtet man die Strompreis-Zusammensetzung eines Festpreis-Tarifs, macht der Anteil für die Strombeschaffung rund 40 Prozent des Strompreises aus. Dementsprechend ist fast die Hälfte Ihres Strompreises variabel und kann durch niedrige oder negative Börsenpreise entfallen und sogar die anderen Strombestandteile reduzieren. Kunden mit einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung können mit einem dynamischen Tarif zusätzlich von variablen Netzentgelten profitieren. Besonders die Kombination aus Wärmepumpe mit dynamischem Stromtarif bietet ein großes Einsparpotenzial.

Welcher davon am besten geeignet ist, kommt auf Ihre Bedürfnisse und Ihr Nutzerverhalten an.

Gut zu wissen: Wärmepumpen-Kunden von thermondo, die bereits über unseren intelligenten Energiemanager verfügen, können über die App zum dynamischen Stromtarif thermondo dynamic wechseln. Mit der Kombination aus smarter Wärmepumpenoptimierung und dynamischen Preisen sind mehr als 600 Euro Ersparnis im Jahr möglich.

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Worauf müssen Sie beim Stromanbieterwechsel achten?

Bevor Sie einfach zum nächst günstigen Stromanbieter wechseln, vergleichen Sie am besten weitere Vertragsbedingungen wie Preisgarantie, Rabatte und Boni, Vertragslaufzeit und Kündigung, sowie Kundenbewertungen und Servicequalität.

  • Preisgarantie: Vor allem bei einer unsicheren Marktsituation kann bei einem Festpreis-Tarif eine Preisgarantie Stromkunden vor unerwarteten Preiserhöhungen schützen. Die Preisgarantie sollte demnach mindestens für den gesamten Zeitraum der Vertragslaufzeit gelten. Erhöht der Stromanbieter dennoch die Kosten, können Sie in der Regel von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und Ihren Stromanbieter vorzeitig wechseln.
  • Boni und Rabatte: Beim Stromanbieterwechsel stoßen Verbraucher häufig auf verschiedene Boni und Rabatte. Doch nicht immer sind die Angebote seriös. Bevor Sie einen Stromtarif mit hohem Rabatt oder Neukunden-Bonus abschließen, sollten Sie die Vertragsbedingungen genau überprüfen. Denn nachdem die Vergünstigungen auslaufen, sind die Verträge oft gar nicht mehr so preiswert. Langfristig können Tarife ohne Rabatte häufig sogar günstiger sein. Möchten Sie regelmäßig Ihren Stromanbieter wechseln, können Sie jedoch häufig von den Neukunden-Boni profitieren.
  • Vertragslaufzeit & Kündigungsfristen: Neben den Preisen und der Preisgarantie sind auch Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen ein wichtiger Bestandteil des Stromvertrages. Möchten Sie regelmäßig Ihren Stromanbieter wechseln, sollten Sie auf eine kurze Vertragslaufzeit von z. B. zwölf Monaten achten. Viele Stromanbieter haben auch Verträge mit 24 Monaten Laufzeit im Portfolio. Die Kündigungsfristen unterscheiden sich je nach Anbieter und Vertragsdauer. Manche Tarife sind sogar monatlich kündbar.
  • Kundenbewertungen und Servicequalität: Sind Sie z. B. über ein Vergleichsportal auf einen Stromanbieter gestoßen, den Sie nicht kennen, sollten Sie nicht nur auf die Vertragsbedingungen achten. Kundenbewertungen geben meist einen schnellen Aufschluss darüber, ob es sich um einen seriösen Anbieter mit guter Servicequalität handelt.

Damit sind mehr Kriterien als nur der Grund- und Arbeitspreis beim Stromanbieterwechsel relevant.

Stromanbieter wechseln mit Wärmepumpe: Gibt es Besonderheiten für Haushalte?

Für Wärmepumpenbetreiber lohnt sich häufig der Wechsel zu einem dynamischen Stromtarif. Mithilfe eines intelligenten Home Energy Management Systems (HEMS) können Sie den Stromverbrauch der Wärmepumpe flexibel in die günstigen Stunden des Tages verschieben und das volle Potenzial dynamischer Strompreise und variabler Netzentgelte ausschöpfen.

Gut zu wissen: Nutzen Sie einen separaten Stromzähler für die Wärmepumpe, kann ein spezieller Heizstromtarif eine Alternative sein. Diese Wärmepumpen-Stromtarife sind Festpreis-Tarife, die oft einige Cent günstiger sind als reguläre Stromtarife.

So lässt sich der Stromverbrauch einer Wärmepumpe steuern:

Der intelligente Energiemanager analysiert zunächst das Bedarfsverhalten der Bewohner im Haus. So weiß er genau, wann Heizung und warmes Wasser benötigt werden. Anhand von Wetterprognosen und den dynamischen Strompreisen lässt sich nun der Betrieb so verschieben, dass Sie möglichst günstig Strom beziehen. Nutzen Sie zum Beispiel jeden Abend warmes Wasser, aktiviert der Energiemanager bereits mittags die Wärmepumpe, um den Warmwasserspeicher aufzuheizen. So beziehen Sie mittags günstigen Strom und nutzen warme Umgebungsluft, die den Wirkungsgrad der Wärmepumpe erhöht.

Gut zu wissen: Mit dem intelligenten Energiemanager thermondo smart können Sie nicht nur Ihren Wärmepumpenbetrieb optimieren, sondern auch Ihren Stromverbrauch in die günstigen Stunden des Tages verschieben.

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Stromanbieter wechseln: Voraussetzungen für einen dynamischen Stromtarif

Die Voraussetzung, um von den Vorteilen eines dynamischen Stromtarifs zu profitieren, ist ein intelligentes Messsystem (iMSys), auch Smart Meter genannt, notwendig. Dies besteht aus einer modernen Messeinrichtung, also einem digitalen Stromzähler und einem Kommunikationsmodul (Smart Meter Gateway). Mit dem Smart Meter wird der Stromverbrauch alle 15 Minuten registriert und über das Smart Meter Gateway an den Stromlieferanten oder den Netzbetreiber übermittelt.

Stromverbrauch 2 Personen: Warum ein Festpreis oft die bessere Wahl ist

Rund ein Drittel aller Haushalte bestehen aus zwei Personen, die zu einem großen Teil in Miet- oder Eigentumswohnungen leben. Das größte Sparpotenzial ergibt sich jedoch, wie bereits erwähnt, mit einem dynamischen Stromtarif und einem Stromverbrauch, der sich wie z. B. mit einer Wärmepumpe in die günstigen Stunden des Tages verlegen lässt.

Der Stromverbrauch von zwei Personen, die in einer Wohnung leben, beträgt rund 3.000 Kilowattstunden und ist häufig wenig flexibel. Daher profitieren Zwei-Personen-Haushalte meist von einem Festpreis-Tarif mit Preisgarantie. Wenn Sie regelmäßig Ihren Stromanbieter wechseln, können Sie dennoch mehrere hundert Euro im Jahr sparen. Leben Sie in einem Einfamilienhaus mit Wärmepumpe, können Sie auch als Zwei-Personen-Haushalt von einem dynamischen Stromtarif profitieren.

Fazit: Stromanbieter wechseln und mit dynamischem Stromtarif und Wärmepumpe Heizkosten sparen

Ein Stromanbieterwechsel kann sich für viele Haushalte finanziell lohnen. Für Besitzer einer Wärmepumpe mit Energiemanager ist das Einsparpotenzial besonders hoch. Denn wer seine Heizung intelligent steuert, kann gezielt von dynamischen Strompreisen profitieren. Die dynamischen Tarife ermöglichen es, Strom dann zu nutzen, wenn er am günstigsten ist. Mit einem Energiemanager geht das automatisch und ohne Komfortverlust.

Auch Hausbesitzer ohne Wärmepumpe können von dynamischen Stromtarifen profitieren, wenn sie ihren Stromverbrauch intelligent steuern. Bei Haushalten mit einem hohen Stromverbrauch, der flexibel verschiebbar ist, eröffnen dynamische Preismodelle jedoch völlig neue Einsparmöglichkeiten: Anstatt rund um die Uhr konstant zu heizen, wird die Wärmepumpe so gesteuert, dass der Strom wenig kostet. Das kann mehr als 600 Euro pro Jahr an Heizkosten sparen. Vor allem Wärmepumpenbetreiber sollten im Zuge eines Stromanbieterwechsels also mehr tun als nur Preise vergleichen.

FAQ zu Stromanbieterwechsel mit Wärmepumpe

Wann sollte ich den Stromanbieter wechseln?

Ein Wechsel des Stromanbieters ist sinnvoll, wenn Sie sich in der teuren Grundversorgung befinden, beim Preisvergleich einen Anbieter mit günstigerem Grund- oder Arbeitspreis finden, oder wenn Sie bessere Vertragsbedingungen (z. B. Preisgarantie, kürzere Kündigungsfristen) wünschen. Besonders lohnt sich ein Wechsel bei einem hohen Stromverbrauch (z. B. durch eine Wärmepumpe), da hier bereits wenige Cent pro Kilowattstunde einen großen Unterschied machen.

Welche Stromtarife gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Es gibt drei Hauptarten von Tarifen:

  • Grundversorgung: Der Tarif des größten regionalen Versorgers, oft teuer, aber mit nur zwei Wochen Kündigungsfrist.
  • Festpreis-Tarife: Der Arbeitspreis pro Kilowattstunde ist fest und ändert sich nur, wenn die Preisgarantie ausläuft.
  • Dynamische Stromtarife: Der Anteil für die Strombeschaffung ist variabel und wird direkt an die Börsenpreise weitergegeben.
Warum lohnt sich ein dynamischer Stromtarif besonders in Kombination mit einer Wärmepumpe?

Für Wärmepumpenbetreiber bietet der dynamische Stromtarif ein großes Einsparpotenzial. Mithilfe eines intelligenten Home Energy Management Systems (HEMS) kann der hohe Stromverbrauch der Wärmepumpe flexibel in die günstigen Stunden des Tages verschoben werden. Dies maximiert die Nutzung niedriger Börsenpreise und variabler Netzentgelte, was Einsparungen von über 600 € im Jahr ermöglichen kann.

Welche technischen Voraussetzungen benötige ich für einen dynamischen Stromtarif?

Die Voraussetzung für die Nutzung eines dynamischen Stromtarifs ist ein intelligentes Messsystem (iMSys), auch Smart Meter genannt. Dieses besteht aus einem digitalen Stromzähler und einem Kommunikationsmodul (Smart Meter Gateway) und registriert den Stromverbrauch alle 15 Minuten.

Was ist beim Vergleich von Stromtarifen neben dem Preis noch wichtig?

Neben dem reinen Grund- und Arbeitspreis sollten Sie auf folgende Vertragsbedingungen achten: die Gültigkeit der Preisgarantie (sollte mindestens die Vertragslaufzeit abdecken), die Vertragslaufzeit (oft 12 oder 24 Monate) und die Kündigungsfristen. Auch Kundenbewertungen und die Seriosität des Anbieters sind relevant, um unseriöse Boni-Angebote zu vermeiden.

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Luisa: thermondo-Fachredakteurin für Wärmepumpe, Strom & Energiemanagement Luisa ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Photovoltaik, Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.