Brauche ich eine neue Heizung? – Übersicht zur EnEV 2014

Brauche ich eine neue Heizung – ja oder nein? Diese Frage beschäftigt viele Hausbesitzer seit Inkrafttreten der vom Bundesrat verabschiedeten Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014. Während sich ihre Ziele leicht zusammenfassen lassen – weniger CO2-Ausstoß durch effizientere Heizungen und Gebäudetechnik –, sieht es bei den vorgeschriebenen Maßnahmen, um diese zu erreichen, schon etwas anders aus.

Kesselaustausch Enev 2014Heizkesseltausch nach 30 Jahren

Ein wesentlicher Punkt der Verordnung: Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen ausgetauscht werden. Doch leider ist es nicht so einfach wie es klingt. Zahlreiche Ausnahmen und Sonderregelungen pflastern den Weg dessen, der sich die Mühe macht, den ganzen Verordnungstext zu lesen und zu verstehen. Schlussendlich bleibt immer die Frage: Betrifft mich das jetzt eigentlich? Brauche ich eine neue Heizung? Unsere Infografik zum Kesselaustausch soll allen Hausbesitzern Aufschluss darüber geben, ob der alte Kessel raus muss oder nicht.

Hohe Bußgelder drohen

Insbesondere wer gerade ein Haus gekauft hat, kann nicht immer sicher sein, ob ein Kesselaustausch gemäß Energieeinsparverordnung notwendig ist. Entscheidend ist nicht nur das Alter des Kessels sondern auch die Art des Heizkessels, das Datum des Hauserwerbs, die Anzahl der Wohnungen und vieles mehr. Letztendlich drohen dem, der von der EnEV 2014 betroffen ist, Bußgelder von bis zu 50.000 €, wenn der Kesselaustausch nicht rechtzeitig vorgenommen wird.

Auch Pelletheizungen müssen nachgerüstet werden

Wer eine Pelletheizung oder einen Scheitholzofen hat, ist zwar nicht von der EnEV betroffen. Dafür von der 1. BImSchV (Bundesimmissionsschutzverordnung)! Hier gelten seit 01.01.2015 neue Emmissionsgrenzwerte sowohl für bestehende Pelletkessel als auch für Neuzuerrichtende. Kessel von vor 1975 (seit 01.01.2015) bzw. vor 1985 (ab 01.01.2018) müssen ausgetauscht oder nachgerüstet werden. Mehr Infos finden Sie hier.

Brauche ich eine neue Heizung?

Wer anhand unserer Grafik festgestellt hat, dass der Heizkessel getauscht werden muss, kann sich über staatliche Förderungen und Kredite informieren oder sich von unseren Servicemitarbeitern kostenlos beraten lassen. Grundsätzlich bleibt zu sagen, dass man sich diese Frage bereits nach 15 bis 20 Jahren stellen sollte – und nicht allein aufgrund der EnEV 2014. Einen betagten Heizkessel noch vor dem Winter auszutauschen, spart nicht nur bis zu 30 Prozent der Heizkosten, sondern beugt auch dem Ausfall des Heizkessels im tiefsten Winter vor. Wer zudem langfristig auch der Umwelt etwas Gutes tun will, wartet nicht, bis der Kessel von selbst den Geist aufgibt.

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10 Kommentare zu “Brauche ich eine neue Heizung? – Übersicht zur EnEV 2014”

  1. Thorsten sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich wohne als Mieter in einem Haus mit drei Parteien.
    Zwei Mietparteien (inkl. mir) und der Vermieter.
    Das Haus ist älteren Baujahres. Woher bekomme ich die Info, ob die Heizung anach EnEV2014 ausgetauscht werden muss, ohne den Vermieter fragen zu müssen (dieser ist nicht auskunftsfreudig und fühlt sich schnel angegriffen)
    Danke vorab für Ihre Hilfe

    1. Lena Ostrovskih sagt:

      Hallo, Thorsten,
      vielen Dank für Ihre Frage.
      Um mehr über Ihre Heizung zu erfahren, können Sie beispielsweise Ihren Schornsteinfeger und Ihren Heizungsinstallateur befragen. Diese überprüfen in der Regel einmal pro Jahr Ihre Anlage.
      Beste Grüße
      Lena Ostrovskih

  2. A. Aschenbrenner sagt:

    In unserer Mietwohnung musste der Gasbrenner ausgetauscht werden, weil er kaputt war (Warmwasserbereitung und Heizung mit einem Gerät). Der Hausbesitzer hat ein Gerät einbauen lassen, das bzgl. der Warmwasserbereitung zwischen die Energieeffizienzklassen B und C, in Bezug auf die Heizung sogar zwischen C und D eingestuft ist. Ist das bei einem neuen Gerät zulässig?

    1. Lena Ostrovskih sagt:

      Sehr geehrte Frau Aschenbrenner,

      bei dezentraler Wärmeversorgung im Geschosswohnungsbau gilt Folgendes:

      Wenn der Vermieter alle Heizungen im Haus erneuert, muss auf Brennwertgeräte umgestiegen werden.
      Wenn nur eine Heizung ausgewechselt wird und der Schornstein gemeinsam mit anderen Mietern genutzt wird, kann ein Heizwertgerät installiert werden.
      Wenn nur eine Heizung ausgewechselt wird und die Wohnung einen eigenen Schornstein hat, muss ein Brennwertgerät eingebaut werden.

      Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

      Beste Grüße
      Lena Ostrovskih

  3. Oliver Schramm sagt:

    Hallo,

    wir haben eine alte Ölheizung 1988 die bald ausgetauscht werden müsste.
    Vorrausgesetzt ich will nur wieder einen neuen Ölbrennwertkessel einbauen, muss ich dann die 15% hürde aus regenerative Energien einhalten?

    1. Lena Ostrovskih sagt:

      Lieber Herr Schramm,

      vielen Dank für Ihre Frage!
      Der folgende Artikel könnte für Sie hilfreich sein: https://www.thermondo.de/ratgeber/heizungsfoerderung-und-finanzierung/ewaermeg/.
      Ansonsten beraten wir Sie auch gern telefonisch unter 0800 4 200 300.

      Beste Grüße
      Lena Ostrovskih

  4. Metushi sagt:

    Unser Mehrfamilienhaus von Bj 1968 hat noch den Alten gas Kachelofen,
    muss der erneuert werden und warum?

    Danke für ihre mühe,

    Liebe Grüße
    Metushi

    1. Lena Ostrovskih sagt:

      Vielen Dank für Ihre Frage!

      Um den Brennstoffverbrauch und den CO2-Ausstoß zu reduzieren, empfehlen wir in jedem Fall, über den Umstieg auf Brennwerttechnik nachzudenken. Damit wir die Situation besser einschätzen können, bräuchten wir genauere Angaben zum Ofen (beispielsweise Informationen, die Sie auf dem Typenschild finden) und zu den Emissionswerten (diese sollten Ihnen vom Schornsteinfeger vorliegen). Wir beraten Sie gern unter 0800 4 200 300.

      Beste Grüße
      Lena Ostrovskih

  5. Wilhelm Burger sagt:

    Mein Sohn will ein Haus Baujahr 1969 erwerben.
    Die Heizung wurde 1995 erneuert.
    Was muss er bei der Übernahme beachten.

    Vielen Dank für ihre Auskunft.

    W.Burger

    1. Lena Ostrovskih sagt:

      Sehr geehrter Herr Burger,

      vielen Dank für Ihre Frage!

      Laut der EnEV 2014 muss der Hausverkäufer mittlerweile einen Energieausweis vorlegen. Ein prüfender Blick darauf lohnt sich in jedem Fall. Dort finden Sie auch die wichtigsten Daten zur Heizung des Hauses. Darüber hinaus empfehlen wir eine Energieberatung. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter diesem Link.

      Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

      Beste Grüße
      Lena Ostrovskih

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