Vor GEG-Reform: Wärmepumpe ist parteiübergreifend Standard, Wirtschaftlichkeit schlägt Ideologie
- Beliebtestes Heizsystem: 46,5 % der deutschen Eigenheimbesitzer:innen würden heute eine Wärmepumpe wählen – deutlicher Zuwachs zum Vorjahr.
- Breiter politischer Konsens: Die Wärmepumpe ist auch unter CDU- (51 %) und AfD-Wähler:innen (35 %) die erste Wahl beim Heizungswechsel.
- Treiber sind Ersparnisse: Sinkende Heizkosten (65,5 %) und staatliche Förderung (51 %) sind die stärksten Argumente für den Umstieg auf die Wärmepumpe.
- Appell an die Politik: thermondo-CEO Felix Plog fordert Fokus auf Planungssicherheit und Machbarkeit bei künftiger Regulatorik.
Berlin, 19.02.2026 - Während die Politik um die Zukunft des “Heizungsgesetzes” (GEG) debattiert, haben die Hausbesitzer:innen hierzulande längst ein pragmatisches Urteil gefällt: Die Wärmepumpe hat ihr ideologisches Image abgelegt und sich als wirtschaftlich attraktivste Lösung im Eigenheim etabliert. Das ist die zentrale Erkenntnis des neuen thermondo Wärmepumpen-Monitors. Für die Studie hat Deutschlands Nr. 1 der Wärmepumpe über das Marktforschungsinstitut Appinio 1.000 Eigenheimbesitzer:innen befragt.
Beliebteste Heizung über Parteigrenzen hinweg: Die Wärmepumpe ist Mainstream
Die Wärmepumpe verteidigt ihre Position als mit Abstand beliebtestes Heizsystem: Eine klare Mehrheit von 46,5 Prozent der Befragten würde sich heute beim Heizungswechsel für eine Wärmepumpe entscheiden - ein Plus von fünf Prozentpunkten Zustimmung im Vergleich zum Vorjahr.
Damit landet die Technologie weit vor Hybridsystemen (18 %) und der Gasheizung, für die sich nur noch 14,5 Prozent der Befragten entscheiden würden (-3 % zum Vorjahr). Fernwärme und Pelletheizungen verzeichnen jeweils lediglich sieben Prozent Zustimmung.
Besonders bemerkenswert: Die Entscheidung für die Wärmepumpe ist nicht mehr an politischen Lagern festzumachen. Die Technologie wird in der ganzen Gesellschaft akzeptiert und ist über alle Wählerschichten hinweg die bevorzugte Heizlösung. Auch Hausbesitzer:innen mit Wahlabsicht für die CDU (51 %), die FDP (48 %) und sogar für die AfD (35 %) würden sich heute mehrheitlich für die Wärmepumpe entscheiden. Wirtschaftlicher Pragmatismus schlägt offenbar politische Identität.
Felix Plog, CEO von thermondo, kommentiert die Ergebnisse:
“Der “Heiz-Hammer” ist Geschichte. Unsere Umfrage zeigt klar: Die Wärmepumpe ist kein Spaltpilz mehr, sondern im gesellschaftlichen Mainstream angekommen. Hausbesitzer entscheiden klar nach Wirtschaftlichkeit und nicht nach politischer Präferenz. Für die Mehrheit ist die Wärmepumpe schlicht die beste wirtschaftliche Lösung für das Eigenheim. Mit dem Hochlauf der Wärmepumpe hat die Politik den wichtigsten Hebel für die Wärmewende im Land in der Hand. Wenn sie die richtigen Weichen stellt, kann die Wärmepumpe den Abschwung bei fossilen Heizungen kompensieren.“
Ökonomische Realität: Kosteneinsparung motiviert, hohe Anschaffungskosten bremsen
Insgesamt halten es 79 Prozent der Befragten für wahrscheinlich, dass sie sich für eine Wärmepumpe entscheiden, wenn die Technologie technisch und wirtschaftlich in ihrem Haus Sinn macht.
Die Motivation für den Umstieg ist dabei primär finanziell getrieben: 65,5 Prozent der Befürworter nennen sinkende Heizkosten als Hauptgrund für die Wärmepumpe. Weitere wichtige Treiber für die Wärmepumpen-Entscheidung sind die attraktive staatliche Förderung (51 %) und die Wertsteigerung des Gebäudes (44 %). Der Beitrag zum Umweltschutz ist für 45 Prozent der Befragten ein Argument.
Befragt nach Argumenten gegen die Wärmepumpe, nennen die Umfrageteilnehmenden vorrangig finanzielle Gründe: Für 38 Prozent der Befragten sind hohe Anschaffungskosten das wichtigste Gegenargument. Mit Abstand folgen die Sorge vor hohen laufenden Stromkosten für Strom (20 %), Unklarheit über zu erwartende Kosten (16 %) und unzureichende finanzielle Mittel (16 %). Mangelnde Wirtschaftlichkeit wird hingegen nur von 13 Prozent der Befragten genannt. Das zeigt: Misstrauen gegenüber der Technologie an sich ist nur ein Nischenthema.
„Die Energiewende scheitert nicht an der Akzeptanz der Technologie, sondern an finanziellen Barrieren und Komplexität“, so Felix Plog. „Die meisten Eigentümer wissen, dass sich die Wärmepumpe langfristig rechnet. Um noch mehr Menschen zu überzeugen, brauchen wir klare Richtungsentscheidungen für die Elektrifizierung: günstigere Anschaffungspreise, niedrigschwellige Finanzierungsangebote und vor allem attraktivere Strompreise.”
Wärmepumpen-Förderung wirkt als entscheidender Anreiz
Die staatliche Förderung wirkt laut den Umfrageergebnissen als wichtiger Hebel für die Wärmewende im Eigenheim: 71,5 Prozent der Befragten halten es für wahrscheinlich, dass die Finanzförderung ihre Entscheidung für die Wärmepumpe beeinflusst. Nur 28,5 Prozent zeigen sich davon unbeeindruckt.
Die Investitionsbereitschaft deckt sich dabei mit den aktuellen Fördersätzen: Im Schnitt würden die Befragten nach Abzug der Förderung 15.800 Euro für eine neue Heizung ausgeben. Dieser Wert entspricht in etwa den Anschaffungskosten für eine Wärmepumpe nach Abzug der Standardförderung. Kürzungen und weitreichende Änderungen am Förderregime könnten vor diesem Hintergrund kontraproduktiv wirken.
thermondo-CEO Felix Plog fasst zusammen:
„Die Wärmepumpenförderung funktioniert und kommt bei den Menschen an. Massive Kürzungen, wie sie aktuell teils politisch gefordert werden, würden den Aufwärtstrend im Markt gefährden. Die wichtige Zielmarke von 500.000 installierten Wärmepumpen rückt 2026 erstmals in Sichtweite, wenn die Politik das positive Momentum nicht abwürgt.“
Die Wärmepumpe hat laut der Branchenverbände BDH und bwp im Jahr 2025 erstmals die Gasheizung als meistverkaufte Heizungsart in Deutschland abgelöst. Mit einem Absatzplus von 55 Prozent zum Vorjahr konnte sich die Wärmepumpe mit 299.000 verkauften Geräten gegen den allgemeinen Markttrend behaupten.
Über die Umfrage:
Die Befragung wurde im Auftrag von thermondo über Appinio unter 1.000 Eigenheimbesitzer:innen online im Zeitraum vom 20.01. bis 30.01.2026 durchgeführt. Die Befragten sind keine Kund:innen von thermondo und zwischen 25 und 99 Jahren alt.
Über thermondo
thermondo ist der zentrale Möglichmacher der Energiewende für Deutschlands Ein- und Zweifamilienhäuser im Bestand. Das Unternehmen wurde 2013 in Berlin als digitaler Heizungsinstallateur gelauncht. Heute beschäftigt die thermondo-Gruppe, zu der auch der südwestdeutsche Photovoltaik-Champion FEBESOL zählt, über 1.200 Mitarbeitende, darunter über 600 festangestellte Handwerker:innen. Mit einer installierten Basis von über 55.000 Anlagen, davon über 13.000 Wärmepumpen, gilt thermondo nicht nur als Nr. 1 der Wärmepumpe, sondern auch als das CleanTech mit der zweitgrößten Kundenbasis in Deutschland.
thermondo macht mit eigens entwickelter Software, standardisierten Prozessen und Finanzierungsmodellen aus einer Hand, klimaneutrales Wohnen für jede:n Hausbesitzer:in zugänglich, erschwinglich und so einfach und zuverlässig wie möglich – denn “Zuhause zählt’s” für 16 Millionen Eigenheime in Deutschland.
Die Services von thermondo umfassen die Beratung, Förderung, Finanzierung, Installation und Wartung von Wärmepumpen, PV-Anlagen und allen weiteren Komponenten für klimaneutrales Wohnen im Eigenheim. Bis Ende 2025 hat thermondo mit seinen installierten Anlagen Einsparungen von insgesamt mehr als 2,5 Millionen Tonnen CO₂ ermöglicht.
Zu thermondos Investoren zählen Brookfield, Future Energy Ventures, HV Capital, Vorwerk, Rocket Internet und 10x.
Mehr Informationen unter: https://www.thermondo.de/
Pressekontakt
Dr. Richard Lucht,
Vice President Brand, Communications & Public Affairs
Mathias Paul,
Senior Communications Manager
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