Kommentar zum Gebäudemodernisierungsgesetz thermondo-CEO Felix Plog zum GModG: „Die Bio-Treppe stärkt die Wärmepumpe als wirtschaftlichste Option“
„Mit dem Gesetz werden die Pläne der Bundesregierung für den Heizungskeller endlich klarer, doch gewisse Risiken bleiben. Der Entwurf orientiert sich an der ökonomischen Realität. Aber: Technologieoffenheit braucht zwingend Kostentransparenz.
Klar ist: Heizen mit Öl oder Gas wird durch die Bio-Treppe noch mehr zur Kostenfalle. Schon heute rechnet sich die Investition in eine Wärmepumpe gegenüber einer Gasheizung nach wenigen Jahren. Damit wir beim effizienten und klimafreundlichen Heizen jetzt keinen Einbruch erleben, braucht es dringend Kontinuität bei der Förderung. Ansonsten drohen uns österreichische Verhältnisse beim Wärmepumpen-Absatz, Kostenfallen für die Bürger und verfehlte Klimaziele.“
Wirtschaftlichkeit entscheidet im Heizungskeller
„Die Regierung hat verstanden, dass Bürger die Entscheidung für eine neue Heizung zwischen Daumen und Zeigefinger treffen. Heizen mit Öl oder Gas bleibt mit dem GModG zwar möglich, wird aber im Betrieb zunehmend unattraktiv.
Die steil ansteigende ‚Bio-Treppe‘ bringt bis 2045 enorme Mehrkosten von durchschnittlich 1.250 € pro Jahr für fossiles Heizen mit sich. Das wirkt als Abschreckung – und macht die Elektrifizierung zur einzig vernünftigen Alternative. Wer heute noch eine Gasheizung installiert, muss nicht nur mit teuren und kaum verfügbaren biogenen Brennstoffen, sondern auch mit steigenden Netzentgelten und dem CO2-Preis kalkulieren. Eine Kostenfalle ist damit vorprogrammiert.
Die Wärmepumpe bleibt so klar die wirtschaftlichste Option: Sie schützt vor fossilen Preisrisiken und spart ab Tag 1 im Betrieb. Zudem ist jede verbaute Wärmepumpe ein Stück Resilienz für Deutschland.“
Mehrfamilienhäuser: Neue Dynamik durch faire Kostenteilung
„Auch für Mehrfamilienhäuser wird die Wärmepumpe attraktiver. Die Kostenaufteilung für Bio-Beimischungen, Netzentgelte und CO2-Abgaben zwischen Mietern und Vermietern ist ein starkes Argument für Eigentümer, auf die Elektrifizierung zu setzen. Die Kopplung der Modernisierungsumlage an eine Mindest-Effizienz der Wärmepumpe (JAZ 2,5) sichert außerdem einen wichtigen Qualitätsstandard für unsere Branche.“
Die Branche ist gefragt: Aufklärung über Vollkosten
„Entscheidend ist jetzt transparente Information: Verbraucher sollten sich der Vollkostenrechnung bewusst sein - und sich nicht durch die vermeintlich günstigere Anschaffung einer Gasheizung in die Kostenfalle treiben lassen. Die Verantwortung, das klar zu machen, liegt jetzt bei Medien, Herstellern und Installateuren.“
Vage Klimaziele schaffen Rechtsunsicherheit
„Ein Problempunkt im Entwurf bleibt die Einhaltung der Klimaziele im Gebäudesektor: Das Gesetz hebelt klare Vorgaben aus, was zu Rechtsunsicherheiten führen kann. Wie ein klimaneutraler Bestand mit der Bio-Treppe gelingen soll, die nach 2040 noch fossile Restanteile zulässt, bleibt offen. Das Klimaziel bleibt am Ende nur erreichbar, wenn sich die große Mehrheit der Hausbesitzer für die Elektrifizierung entscheidet.“
Förderung stabilisieren – Stromsteuer senken
„Klarheit bei der Förderung soll es erst im Sommer geben. Der Markt braucht hier Kontinuität. Mit der aktuellen Förderung amortisieren sich die höheren Investitionskosten in eine Wärmepumpe beim Heizungswechsel gegenüber einer Gasheizung oft schon nach 5 Jahren. Nur wenn die Förderung stabil ist, kann der Wärmepumpen-Hochlauf mit voller Kraft weitergehen.
Wir müssen österreichische Verhältnisse vermeiden. Dort ist der Wärmepumpenabsatz nach einer rigorosen Förderkürzung im ersten Quartal um 30% eingebrochen. Einschnitte sind allenfalls verkraftbar, wenn Entlastungen bei den Strompreisen greifen. Von der im Koalitionsvertrag versprochenen Absenkung der Stromsteuer würden letztlich alle Bürger profitieren.”
Markttrend: Der Wärmepumpen-Hochlauf läuft
„Hausbesitzer haben sich längst für die Wärmepumpe entschieden. Bei thermondo hat sich der Absatz von Wärmepumpen seit Januar 2026 mehr als verdoppelt. Wir verzeichnen Verkaufsrekorde und haben den wichtigen Meilenstein von 15.000 installierten Einheiten erreicht.
Ich bin optimistisch: Die Wärmepumpe wird ihren Siegeszug fortsetzen - sie ist und bleibt eine sichere Bank für Verbraucher und den Klimaschutz.”
Über thermondo
thermondo ist der zentrale Möglichmacher der Energiewende für Deutschlands Ein- und Zweifamilienhäuser im Bestand. Das Unternehmen wurde 2013 in Berlin als digitaler Heizungsinstallateur gelauncht. Heute beschäftigt die thermondo-Gruppe, zu der auch der südwestdeutsche Photovoltaik-Champion FEBESOL zählt, über 1.200 Mitarbeitende, darunter über 600 festangestellte Handwerker:innen. Mit einer installierten Basis von über 55.000 Anlagen, davon über 15.000 Wärmepumpen, gilt thermondo nicht nur als Nr. 1 der Wärmepumpe, sondern auch als das CleanTech mit der zweitgrößten Kundenbasis in Deutschland.
thermondo macht mit eigens entwickelter Software, standardisierten Prozessen und Finanzierungsmodellen aus einer Hand, klimaneutrales Wohnen für jede:n Hausbesitzer:in zugänglich, erschwinglich und so einfach und zuverlässig wie möglich – denn “Zuhause zählt’s” für 16 Millionen Eigenheime in Deutschland.
Die Services von thermondo umfassen die Beratung, Förderung, Finanzierung, Installation und Wartung von Wärmepumpen, PV-Anlagen und allen weiteren Komponenten für klimaneutrales Wohnen im Eigenheim. Bis Ende 2025 hat thermondo mit seinen installierten Anlagen Einsparungen von insgesamt mehr als 2,5 Millionen Tonnen CO₂ ermöglicht.
Zu thermondos Investoren zählen Brookfield, Future Energy Ventures, HV Capital, Vorwerk, Rocket Internet und 10x.
Mehr Informationen unter: https://www.thermondo.de/
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Dr. Richard Lucht,
Vice President Brand, Communications & Public Affairs
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