Deutsche Heizungsmodernisierer sind gründlich beim Sanieren

Zuletzt aktualisiert am: 18.08.2016

Berlin, 18.08.2016 – Deutsche Wohnimmobilieneigentümer legen viel Wert auf die energetische Sanierung ihrer Immobilien. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Heizungsbauers Thermondo. Ausgewertet wurden 67.140 Anfragen von Eigentümern von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Wohnungen, die eine Heizungssanierung in Erwägung ziehen. 88% der Befragten hatten bereits mindestens eine Sanierungsmaßnahme durchgeführt.

„Die Sanierungsbereitschaft ist unter den potenziellen Heizungswechslern sehr hoch. Die meisten von ihnen haben bereits Dämm- und Isolierungsmaßnahmen vorgenommen und damit eine optimale Basis für eine Heizungserneuerung geschaffen“, so Philipp Pausder, Co-Gründer und Geschäftsführer der Thermondo GmbH.

Von allen potenziellen Heizungswechslern, die bereits eine oder mehrere Sanierungsmaßnahmen durchgeführt haben, haben die meisten (38%) sowohl die Fenster isoliert als auch das Dach und die Fassade gedämmt. Das zweitbeliebteste Sanierungspaket stellt mit 24% die Sanierung des Dachs und der Fassade dar. Am wenigsten wird die Dachsanierung als Einzelmaßnahme durchgeführt (3%).

Regionale Unterschiede in der Sanierungsbereitschaft

Die fleißigsten Sanierer kommen aus Brandenburg. 48% der Brandenburger Wohnimmobilieneigentümer haben sowohl die Fenster isoliert als auch das Dach und die Fassade gedämmt. Dicht gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (jeweils 47%) sowie Niedersachsen (46%).

Am ausbaufähigsten ist die Sanierung in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern. Lediglich jeweils 32% der potenziellen Heizungswechsler in diesen Bundesländern haben ihre Immobilie bereits gedämmt und isoliert.

Mehr Energieeffizienz durch Heizungssanierung

Das Energie-Einsparpotenzial bei Sanierungsmaßnahmen wie der Fensterisolierung, der Dach- sowie der Fassadendämmung liegt zwischen 7 und 19%. Die Sanierungsmaßnahme mit dem höchsten Einsparpotenzial ist der Heizungswechsel. Bei einem Umstieg von einem Heizwertgerät auf ein modernes Brennwertgerät liegt das Energie-Einsparpotenzial bei bis zu 31%.

Laut der Energieeinsparverordnung (EnEV) dürfen Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr betrieben werden. Doch auch für Besitzer jüngerer Heizungen kann sich der Umstieg auf moderne Haustechnik aufgrund der hohen Einsparpotenziale lohnen.

 

Datengrundlage: Anfragen zum Heizungswechsel von Eigentümern von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Wohnungen auf www.thermondo.de zwischen Juli 2015 und Juni 2016.