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Heizung ablesen lassen: Kosten häufig zu hoch

Der Markt der Heizungsableser wird durch wenige große Unternehmen dominiert, die zusammen einen Marktanteil von mehr als 85 Prozent haben. Die Preise der Messdienstleistungen sind dabei oft zu hoch. Die Vermieter sind jedoch mit den beauftragten Unternehmen zufrieden, die Zusammenarbeit läuft schließlich gut und reibungslos. Da zudem die Kosten für das Heizung ablesen und das Erstellen der Heizkostenabrechnung die Mieter zahlen, sehen Vermieter oft keinen Handlungsbedarf. Dabei können die Preise für den Service der Messdienstleister je nach beauftragtem Anbieter um bis zu 50 Prozent gesenkt werden. Würden Vermieter einen Preisvergleich durchführen und zu einem günstigeren Dienstleister wechseln, könnten die Mieter beim Heizung ablesen viel Geld sparen.

Heizgutachten stärkt Position der Mieter

Der Messdienstleister übernimmt das jährliche Heizung ablesen und die Kosten hierfür werden in die Betriebskostenrechnung integriert. Für Mieter ist jedoch nicht erkennbar, ob die aufgeführten Preise möglicherweise zu hoch sind. Um diese Kosten zu überprüfen, hilft dem Mieter ein Heizgutachten. Heizgutachten analysieren die Verbrauchs- und Kostendaten. Somit weiß der Mieter, ob die Heizkosten angemessen oder überhöht sind. Vermieter sehen in der Regel keinen Bedarf, die Kosten der Messdienstleister infrage zu stellen. Sie geben die Kosten lediglich an die Mieter weiter. Jedoch sind die Vermieter rechtlich verpflichtet, unnötig hohe Kosten für die Mieter zu vermeiden. Sind die Kosten für das Heizung ablesen zu hoch, liegt die Darlegungslast beim Mieter. Mit einem Heizgutachten werden die überhöhten Kosten dem Vermieter detailliert aufgezeigt. Durch das Wirtschaftlichkeitsgebot ist der Vermieter zum Handeln angehalten, wenn die überhöhten Kosten nachgewiesen sind.

Hohe Kosten für das Ablesen: Mieter können Heizkostenabrechnung kürzen

Das direkte Gespräch mit dem Vermieter oder der Hausverwaltung sollte stets der erste Schritt sein, wenn das Thema überhöhter Kosten bei der Heizkostenrechnung in Angriff genommen werden soll. Weist der Mieter die überhöhten Kosten für das Ablesen der Heizungsgeräte nach, muss der Vermieter handeln. Zeigt sich dieser uneinsichtig, kann ein Mieter gegebenenfalls die Heizkostenabrechnung kürzen. Diese sollte jedoch nicht eigenmächtig geschehen. Mietervereine oder sachkundige Anwälte können die Erfolgsaussichten einer Kürzung der Heizkostenrechnung sehr gut einschätzen. Reagiert der Vermieter immer noch nicht, bleibt dem Mieter der Klageweg. Laut einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes muss der Mietvertrag jedoch bereits bestanden haben, bevor der Vertrag mit dem Messdienstleister abgeschlossen beziehungsweise verlängert wurde. Ist dies der Fall, können Mieter zu hohe Zahlungen für das Heizung ablesen beanstanden.