Ölheizungen im Test: Wie energieeffizient sind Brennwertkessel?

Stiftung Warentest hat zehn unterschiedliche Ölbrennwertkessel hinsichtlich Energieeffizienz und Einsparpotenzial untersucht. Mit drei Kesseln heizen Sie besonders sparsam. Doch was macht Brennwertkessel so viel ergiebiger?

Im großen Ölbrennwertheizungen-Test der Stiftung Warentest erhalten der Viessmann Vitoladens 300-C sowie Wolf COB-20 mit der Note 1,6 das Qualitätsurteil GUT. 

Beide Modelle schneiden in Sachen Energieeffizienz, Lautstärke und Verarbeitung am besten ab.

Die Ölbrennwertkessel Buderus Logano plus SB 105 und Vaillant VKO 246 icoVIT teilen sich mit einer Bewertung von 1,8 Platz zwei und verweisen damit Ihre Konkurrenzmodelle auf die hinteren Positionen.

Testergebnisse der besten vier Ölkessel im Vergleich (von 10 getesteten Modellen)

Viessmann Vitoladens 300-C Wolf COB-20 Buderus Logano Plus SB 105(T)-19 Vaillant VKO 246 icoVIT
Testurteil Gesamtnote 1,6 1,6 1,8 1,8
Energieeffizienz im Heizbetrieb 1,3 1,4 1,6 1,3
Handhabung 2,1 2,2 1,6 2,9
Weitere Umwelteigenschaften 1,8 1,3 2,6 1,7
Verarbeitung 1,8 1,5 2,0 3,5

Viessman und Vaillant im Vergleich besonders energieeffizient

Der nahezu vollständige Verbrauch der vom Heizöl zugeführten Heizenergie sowie besonders geringe Abgasverluste machen die Ölbrennwertkessel Viessmann Vitoladens 300-C und die Vaillant VKO 246 icoVIT zu den besten in der Kategorie Energieeffizienz. Beide Geräte erhalten die Note 1,3 im Ölheizungen-Test.

Die Wolf COB erreicht in Sachen Energieeffizienz ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis, die Abgasverluste fallen hier jedoch etwas höher aus, weshalb das getestete Modell von Stiftung Warentest mit der Note 1,4 bewertet wurde.

Auf unseren Produktseiten finden Sie mehr Informationen zur Viessmann Vitoladens 300-C und der Wolf COB.

Wolf COB hat beste Umwelteigenschaften im Ölheizungen-Test

Die Energiekosten lassen sich aber nicht nur durch die Reduktion des Heizölverbrauchs senken. Auch die im Gerät eingebaute Umwälzpumpe kann sich negativ auf Ihre jährlichen Kosten auswirken, wenn sie unnötig viel Strom verbraucht.

Als wahrer Stromsparer kristalliert sich hier die Ölbrennwertheizung von Wolf heraus. Mit einem jährlichen Stromverbrauch von rund 260 Kilowatt pro Stunde arbeitet das Gerät besonders stromsparend und ist dazu am leisesten von allen Ölbrennwertkesseln im Test.

Damit erhält die Wolf COB in der Kategorie Umwelteigenschaften die Note 1,3. 

Die Ergebnisse der einzelnen Ölkessel im Überblick:

Ölkessel Jahresstromverbrauch in kWh ca. Lautstärke in dB(A)
Wolf COB-20 260 48,2
Vaillant VKO 246 icoVIT 438 49,3
Viessmann Vitoladens 300-c 459 48,8
Buderus Logano Plus SB 105(T)-19 650 50,9

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Moderne Brennwertkessel entsprechen heutzutage dem Stand der Technik, denn Sie verwandeln den Brennstoff effektiver in Wärmeenergie und erreichen dadurch insgesamt höhere Normnutzungsgrade bei gleichzeitig reduziertem Ausstoß von Kohlendioxid. 

Zusätzlich sind moderne Ölkessel mit Hocheffizienzpumpen ausgestattet, wodurch Sie ebenfalls erheblich Stromkosten sparen.

Einigen Geräten, wie es der Ölkesseltest bereits zeigt, gelingt das besser als anderen. Insgesamt tragen jedoch alle modernen Ölbrennwertkessel zu einem reduzierten Rohstoff- und Stromverbrauch bei. Doch was macht Brennwertkessel so ergiebig?

Die Ölbrennwerttechnik nutzt nicht nur das Öl, das verbrannt wird, sondern wandelt auch die bei der Verbrennung anfallenden Dämpfe in Wärme um. Dies macht die Anlage besonders effizient.

So funktionieren Ölbrennwertheizungen 

Heizöl besteht unter anderem aus Wasserstoff. Wird das Heizöl im Heizkessel verbrannt, tritt der Wasserstoff aus, verbindet sich mit dem Sauerstoff aus der Luft und wird zu Wasser. Aufgrund der hohen Temperaturen verdampft dieses Wasser sofort.

Bei einer alten Anlage geht dieser Wasserdampf verloren, indem er mitsamt den austretenden Abgasen durch den Schornstein nach außen entweicht. Bei der Brennwerttechnik werden die Abgase nicht gleich in den Schornstein geschickt, sondern abgekühlt, bis der Wasserdampf kondensiert.

Entscheidend für das Kondensieren des Wasserdampfs ist die Taupunkttemperatur. Diese ist abhängig von verschiedenen Faktoren, unter anderem vom Wasserstoffgehalt des Brennstoffs.

Der Taupunkt von Heizöl liegt bei etwa 47 Grad. Kondensiert der Wasserdampf, wird Wärme freigesetzt, die wiederum zum Heizen genutzt wird. Der Nutzungsgrad von Ölbrennwertheizungen ist damit deutlich höher als bei Heizanlagen ohne Brennwerttechnik.

Infografik zur Funktion von Ölheizkesseln und Ölbrennwertkesseln

Der Einbau eines Ölbrennwertkessels ist recht unproblematisch, wenn bereits eine Ölheizung vorhanden ist. Lediglich beim Schornstein und in Bezug auf das anfallende Kondensat müssen Richtlinien eingehalten werden.

Besondere Anforderungen an den Schornstein

Lediglich am Schornstein müssen geringe Nachrüstungen vorgenommen werden. Die Abgase eines Brennwertkessels haben andere Eigenschaften als die Abgase aus einem herkömmlichen Heizkessel.

Für die Nutzung der Ölbrennwerttechnik kann der vorhandene Schornstein mit einem speziellen Rohr nachgerüstet werden. Dieses muss feuchteunempfindlich und korrosionsbeständig sein. 

Zudem ist es wichtig, dass das Abgassystem druckdicht ist.

Das Rohr ist normalerweise aus Kunststoff. Ein zugelassenes Abgassystem wird üblicherweise von Herstellern von Brennwertkesseln gemeinsam mit diesem angeboten und installiert.

Neutralisation von anfallendem Kondensat

Bei der Nutzung eines Ölbrennwertkessels kommt es nicht nur zum Ausstoß von Abgasen, sondern auch zum Anfallen von Kondensat. Dieses flüssige Produkt wird üblicherweise als Abwasser ins öffentliche System eingeleitet und unterliegt bestimmten Regeln. Die Menge des Kondensats ist nicht höher als 1 Liter pro Liter verbranntem Heizöl und liegt im Schnitt bei 0,5 bis 0,8 Liter pro Liter Heizöl.

Maßgeblich für die Menge des anfallenden Kondensats sind unter anderem die Kesselkonstruktion und die Rücklauftemperatur der Heizung. Um das Kondensat ins öffentliche Abwassersystem einspeisen zu dürfen, müssen bestimmte Messwerte eingehalten werden.

Wird kein schwefelarmes Heizöl verwendet, muss das Kondensat erst neutralisiert werden, bevor es eingespeist werden darf. Da jedoch heutzutage standardmäßig schwefelarmes oder Bio-Heizöl verwendet wird, ist die allgemeine Neutralisationspflicht für Kondensate weggefallen.

Die Umstellung auf einen Ölbrennwertkessel mag zwar auf den ersten Blick nicht ganz günstig scheinen. Neben dem Preis für den Ölbrennwertkessel sind schließlich auch die Umrüstung des Schornsteins, die Montage der neuen Anlage sowie die Entsorgung des alten Standardkessels zu berücksichtigen.

Dennoch lohnt sich die Umstellung. Bei Thermondo erhalten Sie Ihre neue Heizung nicht nur zum Festpreis und außerdem Rundum-Service aus einer Hand. Durch Einsparpotenziale von bis zu 40 Prozent reduzieren sich auch die Kosten für den Heizölverbrauch drastisch. So amortisieren sich die Anschaffungskosten schnell wieder.

Ein weiterer Vorteil von Brennwertkesseln sind ihre niedrigen Wartungsintervalle. Damit bleiben sie zusätzlich günstig im laufenden Betrieb. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit beim Einbau von Brennwerttechnik Förderungen, zum Beispiel über das Programm KfW-430, zu erhalten. Auch bei diesem Thema stehen wir Ihnen zur Seite. 

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Sebastian ist Autor dieses Artikels und Experte für Heizsysteme. Außerdem beschäftigt er sich mit aktuellen Themen rund um die Wärmewende. Helfen Sie Sebastian, den Artikel zu verbessern und geben Sie Ihre Bewertung ab.

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