Diese Kosten können bei einer Gasheizung anfallen

In der Bundesrepublik sind unzählige Häuser mit veralteten Gasheizungen ausgestattet. Das belastet die Geldbörse und die Umwelt. Denn eine veraltete Gasheizung verbraucht bis zu 31 Prozent mehr Energie als ein modernes Brennwertgerät.

Immer mehr von ihnen erwägen daher auch den Kauf einer neuen Gasheizung, denn Investitionskosten und langfristiges Einsparpotenzial stehen bei einer solchen Anschaffung in einem positiven Verhältnis. 

Der Preis für eine neue Gasheizung inklusive Einbau hängt dabei von folgenden Faktoren ab:

  • Welche Leistung soll die Gasheizung haben?
  • Handelt es sich um eine wandhängende Gastherme oder einen bodenstehenden Gasbrennwertkessel?
  • Wollen Sie eine Heizung mit integrierter Trinkwassererwärmung oder externem Speicher?
  • Bevorzugen Sie einen bestimmten Hersteller?
  • Verfügt Ihre Immobilie über einen Gasanschluss?
  • Haben Sie bereits einzelne Sanierungsmaßnahmen, wie Wärmedämmung oder den Einbau von Fenstern mit Isolierverglasung vorgenommen?

Je nach Leistungsklasse der einzubauenden Gasheizung und nach Modell unterscheiden sich die Preise für die einzelnen Geräte.

Während ein wandhängendes Gasbrennwertgerät der Leistungsklasse 15 bis 20 Kilowatt bereits ab circa 2.000 Euro erhältlich ist, liegen bodenstehende Gasbrennwertkessel in der Regel zwischen 3.000 und 5.000 Euro.

Zusätzlich sollten Sie folgende Kosten für Ihre neue Gasheizung mit einberechnen:

  • Montage an das vorhandene Abgassystem
  • Peripheriegeräte und Montagematerial (zum Beispiel Kondensathebepumpe, Rohre und Schrauben)
  • Montageleistung des Heizungsinstallateurs
  • Hydraulischer Abgleich des neuen Heizungssystems für die Förderung
  • gegebenenfalls Leistungen des Energieberaters für einen KfW Förderantrag

Ein Preisangebot für den Einbau einer Gasheizung könnte für Sie also wie folgt aussehen:*

neues Gasheizgerät 2.000 - 5.000 Euro (modellabhängig)
Warmwasserbereitung Trinkwasserspeicher 120 L circa 550 Euro
Abgassystem circa 900 Euro
Peripheriegeräte circa 900 Euro
Montagematerial circa 500-600 Euro
Installation und Demontage der Altanlage circa 1.200 Euro
hydraulischer Abgleich mit Mywarm circa 500 Euro
KfW-Förderantragstellung circa 100 Euro
Summe brutto 6.200 Euro bis 9.200 Euro
möglicher KfW-Förderzuschuss - 15% Zuschuss nach KfW 430
Kosten nach KfW-Förderung 5.270 - 7.820 Euro

*Referenzobjekt EFH aus 1937 mit benötigter Leistung von 18 kW, bis 4 Personen, Abgasführung durch einen gemauerten Schornstein, Isolierverglasung vorhanden, Fassade und Dach nachträglich gedämmt, drei Etagen

Die Rechnung kann hier nur beispielhaft dargestellt werden. Sie sind an einem Festpreisangebot speziell für Ihre Immobilie interessiert? Dann nutzen Sie unseren Heizungsplaner und holen Sie sich Ihr individuelles Angebot.

Egal ob wandhängende Gastherme oder Standard-Gaskessel, für langfristige Energieeinsparungen sorgt die moderne Brennwerttechnik. Sie ermöglicht es, die entstehende Abgaswärme, die früher ungenutzt an die Außenluft abgegeben wurde, nutzbar zu machen. Dies erfolgt durch einen Wärmetauscher, der die gefilterte Energie dann wieder in den Heizkreislauf zurück leitet. Das führt zu einer enormen Effektivitätssteigerung der Gasheizung und die laufenden Kosten können auf diesem Weg erheblich reduziert werden.

Zusätzlich arbeiten moderne Gasheizungen mit sogenannten Hocheffizienzpumpen, wodurch Sie eine deutliche Einsparung des Stromverbrauchs erzielen.

Ein geringerer Energieverbrauch und der positive Beitrag zum Umweltschutz sorgen letztendlich dafür, dass sich die Erneuerung der eigenen Gasheizung in vielerlei Hinsicht lohnt und sich die Investitionskosten bei Durchschnittskosten von 6.000 Euro bereits nach circa sechs Jahren amortisieren.

Bei einem Umstieg von einer herkömmlichen Gasheizung auf eine Gasbrennwertheizung kombiniert mit Solarthermie steigt das Energieeinsparpotenzial auf bis zu 41 Prozent. Denn diese Hybridlösung bezieht einen Teil Ihrer Energie aus der Kraft der Sonne und sind somit unabhängiger von anderen Energieträgern.

Profitieren Sie zusätzlich noch von staatlichen Förderungen durch BAFA oder die KfW verringert sich die Amortisationszeit entsprechend.

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Quellen:

Bildrechte: ©M. Schuppich/fotolia.com


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Sebastian ist Autor dieses Artikels und Experte für Heizsysteme. Außerdem beschäftigt er sich mit aktuellen Themen rund um die Wärmewende. Helfen Sie Sebastian, den Artikel zu verbessern und geben Sie Ihre Bewertung ab.

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