Heizungsrohre vor dem Einfrieren schützen – Vorsicht vor dem Frostschalter

Wie spart man am einfachsten Heizkosten? Diese Frage haben wir hier schon oft diskutiert. Daher drehen wir den Spieß heute mal um: Wie spart man Heizkosten NICHT?

Die Antwort lautet: Nicht die Heizung komplett auszuschalten, wenn man länger verreist!

Wird nicht geheizt, kann es zum Rohrbruch kommen

Auch wenn es verlockend ist, die Heizung auszuschalten, wenn man längere Zeit nicht in der eigenen Wohnung ist, so ist es doch auch gefährlich. Fallen die Außentemperaturen längerfristig unter 0° Celsius, können dann nämlich die Heizungsrohre gefrieren. Die Folge kann ein Rohrbruch sein – gerade im Winter eine unschöne Sache.

Werden nur einzelne Räume nicht beheizt, kann auch dies zu einem Rohrbruch führen. Selbst wenn die Rohre unbeschädigt bleiben, sollte auf Schimmelbildung geachtet werden.
Im Übrigen ist nicht nur an die Heizungsrohre zu denken, sondern auch daran, andere Wasserrohre frostsicher zu machen. Wasserleitungen, die durch den Garten oder die Garage verlaufen sollten daher entleert und abgeriegelt, ggf. isoliert werden.

Auch wenn der Schalter nur auf Frostschutz steht, kann Rohrbruch drohen

Frostschutz reicht nicht, Heizungsrohre einfrieren

Den Schalter auf Frostschutz zu stellen reicht oftmals nicht  Abbildung: © Thermondo

Achtung vor der Schneeflocke: Besonders sollte man sich vorsehen, die Thermostatköpfe nur auf Frostschutz zu drehen.

Der Frostwächter (Schneeflocken-Symbol) schützt nur die Heizkörper vor dem Zufrieren – aber nicht die Rohrleitungen.

Er sorgt also nur dafür, dass die Raumtemperatur nicht unter 5 Grad fällt, aber er schützt hierbei nicht die Rohrleitungen in Außenwänden oder an anderen ungeschützten Stellen.

Die Versicherung zahlt nur, wenn ausreichend geheizt wird

Ist das Rohr erst geplatzt, kommt die Versicherung nur für den Schaden auf, wenn der Mieter oder Hausbewohner ausreichend Maßnahmen ergriffen haben, die Rohre vor dem Einfrieren zu schützen – das Schalten auf Flocke gehört nicht dazu. Steht das Thermostat nur in Frostschutzbetrieb und es entsteht hierdurch ein Schaden an den Heizungsrohren wird die Versicherung hierfür nicht aufkommen.

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3 Kommentare zu “Heizungsrohre vor dem Einfrieren schützen – Vorsicht vor dem Frostschalter”

  1. Torsten sagt:

    Hallo Tina,

    gerne doch.

    Ich glaube auch, dass die elektronischen Thermostate noch nicht so weit in Mietwohnungen verbreitet sind. Allerdings ist das praktische ja durchaus, dass man sie bei einem Umzug einfach wieder abmontieren und in der neuen Wohnung installieren kann.

    Es gibt natürlich auch Ausnahmen. Bei Nachtspeicherheizungen oder anderen Elektrovarianten geht es nicht. Aber bei “normalen” Heizkörpern ist es möglich.

    VG
    Torsten

  2. Torsten sagt:

    Hallo,

    der Artikel beinhaltet auf jeden Fall einen wichtigen Hinweis. Die Heizung bzw. die einzelnen Heizkörper sollte auf jeden Fall nicht abgeschaltet werden.

    In dem Zusammenhang möchte ich den Tipp geben, dass hier der Einsatz von elektronischen Heizkörperthermostaten durchaus sinnvoll ist. Man kann bei den Thermostaten eine Mindesttemperatur einstellen und vermeidet so, dass die Temperatur in der Wohnung in einen kritischen Bereich abfällt. Außerdem vermeidet man so ebenfalls die Bildung von Schimmel.

    Manche Modelle haben auch schon eine Urlaubsfunktion.

    Viele Grüße
    Torsten

    1. Tina Adler sagt:

      Hallo Torsten,

      vielen Dank für die Ergänzung. Da hast du natürlich recht: Elektronische Heizkörperthermostate sind sicherlich eine gute Lösung, um dem Einfrieren der Heizungsrohre vorzubeugen. Leider ist das gerade in Mietwohnungen bisher noch nicht üblich, wohingegen Funkthermostate weitaus verbreiteter sind und auch die Möglichkeit zum Frostschutz bieten.

      Viele Grüße,
      Tina von Thermondo

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