Defektes Thermostatventil in Eigenregie reparieren

Wird der Heizkörper nicht warm, so kann dies – neben einem fehlenden hydraulischen Abgleich oder einer nicht durchgeführten Entlüftung – auf ein klemmendes oder verkalktes Thermostatventil zurückgeführt werden.

Die gute Nachricht: Mit nur ein bisschen handwerklichem Talent können Sie diesen Fehler selber sehr leicht beheben. Wie? Das erfahren Sie in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Einstellkopf des Thermostats abnehmen: Lösen Sie die Überwurfmutter, indem Sie diese mit einer Rohrzange gegen den Uhrzeigersinn drehen. Der Einstellkopf lässt sich nun abnehmen. Gut zu wissen: Das Ventil ist eigens im Heizkörper verschraubt, es kann daher kein Wasser auslaufen.
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  2. Überprüfen der Ventilspindel: Nachdem Sie den Einstellkopf abgenommen haben, sehen Sie die Ventilspindel. Diese regelt den Wasserdurchfluss. Im Idealfall ragt sie ca. 5 Millimeter heraus und lässt sich gewaltfrei in das Ventil drücken. Sollte dies einmal nicht der Fall sein und das Ventil klemmen, so haben Sie die Ursache für das Nicht-funktionieren es Radiators gefunden.
  3. Klemmende Ventilspindel lösen: Schlagen Sie mit einem geeigneten Gegenstand leicht von vorne auf den Spindelstift – lassen Sie Vorsicht walten und wenden Sie dabei keine Gewalt an.
  4. Einstellkopf anschrauben: Bei erfolgreich durchgeführter „Entklemmung“ des Heizungsventils können Sie den Einstellkopf wieder anbringen. Drücken Sie ihn dazu von vorne gegen das Ventil und schrauben Sie mit der Rohrzange die Überwurfmutter im Urzeigersinn zu.

Wenn sich die Spindel auf diese Weise nicht lösen lässt, kontaktieren Sie am besten einen Fachmann und lassen das Ventil komplett austauschen.

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5 Kommentare zu “Defektes Thermostatventil in Eigenregie reparieren”

  1. MD sagt:

    Funktioniert super!

    In hartnäckigen Fällen, wenn der Stift selbst mit WD40 eingesprüht nicht von alleine herausgedrückt wird:

    1.) ganze Heizung ausschalten und warten, bis das Ventil kalt geworden ist
    2.) Ventilstift nochmals leicht mit WD40 einsprühen, dabei hin und herbewegen
    3.) ganze Heizung wieder einschalten – während das Ventil erwärmt wird, dringt das Kriechöl weiter ein – jetzt Ventilstift hin und herbewegen, gegebenenfalls auf das Ventil klopfen und mit viel Gefühl (!) (zB mit Schraubendrehergriff) auf den Ventilstift klopfen (nicht schlagen!), bis der Stift von selbst herausgedrückt wird – ansonsten Prozedur wiederholen (hat bei mir immer funktioniert)

  2. Fidus sagt:

    hat bestens funktioniert, vielen Dank! Schon beim abschrauben des des Einstellkopfes konnte das Wasser hörbar wieder in die Heizung einlaufen und der Heizkörper wird wieder warm :)

  3. Jo sagt:

    Passiert bei uns nach fast jedem Sommer. Stift so weit es ohne Gewalt geht heraus ziehen, mit WD 40 einsprühen und oft hin und her bewegen. Gegebenenfalls mit einem Hammer oder einer Rohrzange nicht zu zaghaft an das aufsteigende Rohr klopfen um eventuelle Verkalkungen zu lösen.

  4. freifer sagt:

    was muß ich tun wenn der Ventilstift sich nur noch mit der Zange raus- und reinschieben läßt?

    1. Tina Adler sagt:

      Tja, das klingt leider als wäre das Ventil intern bereits beschädigt.
      In diesem Fall muss das ganze Ventil getauscht werden. Leider gibt es hierfür keinen Trick.

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